TSV Altenholz – Oranienburger HC 36:29 (17:12) Auswärtsspiel: 05.09.2026 | 18:30 Uhr
Spielbericht

Einfache Fehler bestraft
Auch das zweite Saisonspiel in der 3. Liga ging für den Oranienburger HC verloren. Aber: „Ja, wir blieben wieder ohne Punkte. Was ich jedoch gesehen habe, war eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem ersten Spiel“, sagt Oranienburgs Trainer Alexander Thurm nach dem 29:36 beim klaren Favoriten TSV Altenholz.
Der OHC begann am Samstagabend sehr gut. Die stabilisierte Abwehr sorgte mit dafür, dass es zunächst eine offene Partie war. Die aufmerksamen Gastgeber erarbeiteten sich aber bis Mitte der ersten Hälfte – begünstigt durch vermeidbare Ballverluste des OHC – eine Führung (9:5). Die hielten sie relativ souverän. Nicht zuletzt half ihnen die eigene Torhüterleistung dabei. Zur Pause stand bereits ein 17:12 auf der Anzeigetafel.
Das war noch längst nicht die Entscheidung. Der OHC übte regelmäßig Druck auf den TSV – nicht zuletzt auf den Mittelblock – aus und war permanent erfolgreich. Beim 19:17 und 25:22 befand sich das Team in Reichweite. Aber auch hier leisteten technische Fehler dem OHC einen Bärendienst. Mit schnellen Gegenstößen bestrafte Altenholz jeden Fehler knallhart. In der Endphase entwischten die Norddeutschen dem Oberhavel-Team sogar auf sieben Tore (31:24/52. Minute). Das war die Vorentscheidung. Mit Jari Glumm (11 Tore) und Klas Bergemann (10 Tore) hatten die Altenholzer zwei nicht zu stoppende Spieler in den eigenen Reihen.
Richtig gute Auftritte hatten auf OHC-Seite Linksaußen Moritz Fritz und Rückraumspieler Alexander Williams. „Im Vergleich zum Auftaktspiel gefiel mir unsere Spielanlage viel besser. Es war eine gute Reaktion auf die Niederlage gegen Burgdorf II“, lobt Alexander Thurm seine Mannschaft, in der Torhüter Lennox Schmidt (18) sein Debüt gab. Dafür, dass mit Torwart Paul Porath, Kapitän Sebastian Damm, Torgarant Nico Jantzen und der „Umschaltspieler“ Johannes Petrowa fehlten, ist die klare Niederlage in einem anderen Licht zu betrachten.
Altenholz: Basenau, Saggau – Brütt (4), Cremer (1), Glumm (11), Meereis (2), Bornhöft (2), Dahmke, Bergemann (10/3), Strothmann (4), Stübinger (1), Hase, Wagner, Ankermann, Eickhoff, Richard (1)
Oranienburg: Tredup, Schmidt – Flathe (2), Plaul (2), M. Fritz (4), Weiß (1), Jantzen, Sauer (1), Vakhotskyi (1), Wagner-Douglas (5), Lux (4), F. Fritz (3), Hartung (1), J. Porath (1), Williams (4)
Vorbericht

Konzentrierter und fokussierter
Zweiter Spieltag, erstes Auswärtsspiel: Der Oranienburger HC begibt sich am Samstag auf die drittlängste Strecke zu einem Auswärtsspiel. Der Weg zum TSV Altenholz bemisst sich auf exakt 338 Kilometer (von der Turm-Erlebniscity).
Nicht nur die Entfernung ist für den OHC eine Herausforderung, vor allem werden es die Gastgeber auf der Platte sein. „Das ist eine sehr gute Truppe“, urteilt Oranienburgs Trainer Alexander Thurm über die „Wölfe“, wie sich die Gastgeber selbst nennen. Die Kooperation mit dem großen Nachbarn THW Kiel – Altenholz ist ein Ortsteil der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein – mache sich deutlich in der Qualität bemerkbar.
Die Oranienburger wissen, dass die Trauben im Norden sehr hoch hängen. Erschwerend hinzu kommt, dass nicht alle Spieler zur Verfügung stehen. So ist Moritz Fritz beispielsweise der einzige der drei im Kader stehenden Linksaußen – Nicolai Jantzen ist noch verletzt, Jona Fröhlich kommt erst Ende des Monats zum Einsatz. „Moritz hat sich schon allein wegen seiner Trainingsleistungen das Vertrauen absolut verdient“, so Alexander Thurm.
Nach der Auftaktniederlage vor einer Woche gegen den TSV Burgdorf II (29:31) wurde in dieser Woche mit Blick auf das Samstag-Spiel etwas nachjustiert. Eine der Pflichtaufgaben der Jungs: Sie müssen konzentrierter zu Werke gehen, um einfache Fehler zu vermeiden. Anders als gegen die Burgdorfer heißt das Motto für das eigene Spiel: etwas mehr Struktur, etwas weniger Kreativität. „Es muss auf dem Spielfeld eine klare Linie herrschen. Jeder muss die Sicherheit haben, zu wissen, was als nächstes zu tun ist. Das war am vergangenen Wochenende in einigen Phasen nicht der Fall“, so die Einschätzung des Coachs. Auch wenn die Rollenverteilung auf der Hand liegt, will der OHC versuchen, aus Altenholz etwas Zählbares mit nach Hause zu bringen. Spielbeginn ist am Samstag um 18.30 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle.