Spielbericht

Foto (OHC/ Stefan Blumberg): Der OHC wurde gerade in der zweiten Halbzeit in der Abwehr beschäftigt.

Keine Punkte in Stralsund

3. Liga Nord-Ost: Oranienburger HC unterliegt im letzten Hinrundenspiel mit 28:35

Stralsunder HV – Oranienburger HC 35:28 (16:12). Aus dem erhofften Erfolg im letzten Hinrundenspiel wurde nichts: Der Oranienburger HC verlor beim Stralsunder HV verdientermaßen mit 28:35. 25 Minuten lang führte der OHC in der vollbesetzten Vogelsanghalle (813 Zuschauer). In der Anfangsphase profitierte der Gast von den Paraden von Torwart Teo Mestrovic, der in den ersten Minuten reihenweise Bälle der Stralsunder parierte. „Stralsund lebte in den ersten 25 Minuten insbesondere von unseren Fehlern“, befand OHC-Trainer Patrick Lehmann. In den letzten vier Minuten vor der Pause leistete sich Oranienburg ein Fehlerfestival. Das nutzte der SHV konsequent zu einem 6:2-Lauf und einer 16:12-Pausenführung.  

Ein ähnliches Bild nach Wiederanpfiff: dem OHC unterliefen technische Fehler, so dass Stralsund binnen weniger Minuten auf sechs Tore (18:12/34. Minute) davoneilte. Die offensive Deckung der Gastgeber bereitete dem OHC massive Probleme. „Das war Gift für uns, wir kammen überhaupt nicht in unser System“, so der Coach. Im Spiel der Gäste fehlte das Tempo. Der Wille, mit gezielten Wechseln Akzente zu setzen, ging nicht in Erfüllung. Das Angriffsspiel war enttäuschend, zumal der Stralsunder Keeper Marius Göbner zur Hochform auflief und fast alle Bälle parierte, darunter zwei Siebenmeter. Zu den vielen Fehlern im Spiel des OHC, bei dem Anton Wagner-Douglas mit zehn Treffern überragte, kam in einigen Situationen auch noch Pech. Stralsund hatte im Spiel 1 nach der Trennung von Trainer Silvio Krause immer Optionen in petto, um den OHC auf Abstand zu halten. 

„Das Spiel heute war ein Rückschritt gegenüber den Auftritten in den vergangenen Wochen. Jetzt gilt es in der vierwöchigen Spielpause, die Wunden zu lecken und neu anzugreifen“, sagt Patrick Lehmann.

Oranienburg: Mestrovic, P. Porath – Plaul (3), Miels, Jantzen (4/1), Damm, Sauer (1), Wagner-Douglas (10), Lamp (1), Lux, Fritz, Magalhaes (5/1), Hartung, J. Porath (3), Williams (1), Gerntke

Vorbericht

Foto (OHC/ Stefan Blumberg): Szene des Spiels Stralsund – Oranienburg aus der Saison 2024/25 mit Fynn-Ole Fritz vom OHC (links) und Linus Skroblin.

„Wird Zeit, dass wir uns belohnen“

3. Liga Nord-Ost: Oranienburger HC gastiert im letzten Spiel des Jahres in Stralsund

Schlussakt im Jahr 2025: Am letzten Spieltag führt es den Oranienburger HC zum Stralsunder HV. Es ist der 15. Spieltag der Hinrunde, die nicht nach dem Geschmack des OHC lief. Deshalb will und wird die Mannschaft noch einmal alles reinhauen, um dem eigenen Punktekonto zwei Zähler hinzuzufügen und mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause zu gehen. 

„In unserer Situation wollen und müssen wir jede Gelegenheit wahrnehmen, um zu punkten. Am Samstag haben wir auf der Bank mehr Optionen als in den letzten Spielen, da verletzte Spieler zurückkommen“, sagt Patrick Lehmann, Interimstrainer der Mannschaft. Trotz der zuletzt erlittenen Niederlagen habe er eine verbesserte Oranienburger Mannschaft gesehen. Das betraf die Partie in Magdeburg, als nach der Minimierung von Fehlern unglücklich mit einem Tor unterschied verloren wurde. Aber auch im Duell gegen die immer mehr in Fahrt kommenden Rostocker hätten die Einstellung und das gesamte Auftreten gestimmt. 

Am Samstag hat die Mannschaft den Stralsunder HV vor der Brust, bei dem es durch die Entlassung von Trainer Silvio Krause in dieser Woche unruhig wurde um die Mannschaft herum. Übernommen hat Ex-Bundesligaspieler Norman Flödl, der in den vergangenen Jahren sowohl beim 1. VfL Potsdam als auch bei den Füchsen Berlin einen Platz in der Trainerriege hatte. Der SHV rangiert mit 14:14 Punkten im Mittelfeld der Tabelle. In den Heimspielen sammelte das Team bislang erst sechs Punkte. 

Dennoch bezeichnet Patrick Lehmann die Stralsunder als gutes Team mit zwei exzellenten Spielgestaltern, einem gekonnten Kreisläuferspiel, einem starken Rückraum mit dem wurfgewaltigen Jonas Wark an der Spitze sowie einer gut funktionierenden offensiven Deckung. „Wir haben in Stralsund eine schwierige Aufgabe zu lösen.“ Was Patrick Lehmann von seinem Team fordert, ist, die zuletzt guten Leistungen in den Spielen und im Training ins Spiel zu transportieren. „Es wird Zeit, dass wir uns jetzt einmal belohnen.“