Sportfreunde Söhre – Oranienburger HC 25:25 (14:12) Auswärts­spiel: 14.03.2026 | 19:30 Uhr

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Spielbericht

Archiv-Foto (OHC/ Stefan Blumberg): Nicolai Jantzen erzielte allein vom Siebenmeterpunkt acht Tore (insgesamt zehn).

Kein Sieger im Kellerduell

Der Oranienburger HC bleibt im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga, Staffel Nord-Ost, weiter im Rennen. Am Samstagabend erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Damir Eklic bei den Sportfreunden Söhren auf den letzten Metern ein 25:25-Unentschieden.

Eigentlich hatte die Mannschaft schon wie der klare Verlierer ausgesehen. Denn der Gastgeber führte nach 52 Minuten mit 23:20. Aber mit einem unwiderstehlichen Schlussspurt machte der OHC den Niedersachsen einen dicken Strich durch die Rechnung. Nachdem Söhre wenig später zum 25:23 vorgelegt hatte (56. Minute), verkürzte zunächst Nicolai Jantzen mit seinem achten verwandelten Strafwurf auf 25:24. Fynn-Ole Fritz glich 20 Sekunden vor dem Ende mit einem Wurf aus dem Rückraum zum 25:25 aus. Die Spieler aus Söhre hatten noch einmal die Gelegenheit, die Entscheidung zu ihren Gunsten herbeizuführen, aber zunächst parierte Torwart Paul Porath einen Wurf ins Eck. Und ein Freiwurf wurde geblockt.

Es war kein schönes Spiel. Kein Wunder, beide auf einem Abstiegsplatz liegenden Teams wollten und mussten punkten – egal wie. Es zählte das Ergebnis, nicht der Schönheitspreis.  Keines der beiden Teams konnte aufgrund der Tabellensituation befreit aufspielen. Den Gastgebern gab auch eine mehrfache Drei-Torführung (20:17, 22:19, 23:20) Mitte/Ende der zweiten Halbzeit nicht die nötige Sicherheit. Der OHC lag zweimal vorn (16:15, 17:16), aber 11 technische und Regel-Fehler sowie 13 Fehlwürfe verbauten dem Team die Chance auf den ganz großen Wurf. Gar nicht funktioniert hat am Samstag das Tempospiel.

Eine imposante Siebenmeterquote wies Nicolai Jantzen auf (Foto: OHC/ Stefan Blumberg). Er ging achtmal zum Punkt und traf achtmal. Insgesamt netzte der Linksaußen zehnmal ein und war ein wesentlicher Faktor für den Punktgewinn. „Ich würde die Gefühlslage bei uns als gemischt beschreiben, da wir auf Sieg gespielt hatten. Aber wenn man sich den Spielverlauf anschaut, müssen wir mit dem Punkt doch zufrieden sein“, sagt Co-Trainer Mario Strich. Was er meint: Der Gastgeber hatte fast die ganze Zeit in Führung gelegen, den Vorsprung aber nicht über die Zeit gebracht.

Was bleibt, ist die Gewissheit, dass der OHC im Kampf um den Klassenerhalt weiterhin ein Wörtchen mitreden kann. Das Team wird versuchen, in den letzten sechs Spielen das Maximum herauszuholen, um sich die Chance auf den Liga-Verbleib von Spiel zu Spiel zu wahren.

Oranienburg: Porath, Mestrovic – Gerntke (1), Petrowa, Plaul (1), Jantzen (10/8), Damm (5), Sauer, M. Fritz, Wagner-Douglas, Lux (3), F. Fritz (2), Magalhaes (1), Williams (1), J. Porath (1)

Söhre: Kolditz (2), Folger (5), Rost (4), Wattenberg, Thiel, Y. Ihmann (4), Tobien (1), Kellner (1), Kordas (3), Kinzel, N. Ihmann (1), Lehrke (1), Hanel (2), Klein, Reichenbach, Scherbanowitz (1)

Vorbericht

Foto (OHC/ Birgit Stelse): Anton Wagner-Douglas wirft im Hinspiel aufs Sportfreunde-Tor.

Vier-Punkte-Spiel in Söhre

Die Möglichkeiten um zu punkten, werden immer weniger. Deshalb gilt für den Oranienburger HC vorm Duell bei den Sportfreunden Söhre, zwei Punkte mitzunehmen. Ohne Wenn und Aber. „Wir wissen um die Qualitäten der Mannschaft aus Söhre und wie schwierig es wird, in dieser Halle zu bestehen. All das müssen wir als Trainerteam und die Spieler ausblenden“, sagt Co-Trainer Mario Strich. Und er ergänzt mit Blick auf die letzten Wochen. „Es hilft uns nichts, wenn wir auf die guten Spiele gegen starke Mannschaften zurückschauen. Dafür können wir uns – wie man so schön sagt – nichts kaufen. Wir haben sie verloren. Deshalb bleibt uns jetzt nur die volle Konzentration auf diese 60 Minuten in Söhre. Wir müssen alles reinhauen, was geht.“

Mario Strich verweist auf das Tempospiel, welches die Mannschaft in den Wochen seit dem Amtsantritt von Trainer Damir Eklic verbessert habe und auf das im Angriff unbedingt gesetzt werden müsse. Auch in der Abwehr gebe es Verbesserungsmöglichkeiten. Es gelte, den Gastgeber aggressiver und offensiver zu attackieren. „Wir brauchen uns überhaupt nicht zu verstecken und müssen uns der Situation stellen, um Söhre die Lust am eigenen Spiel zu nehmen“, so der Co-Trainer.

Das Hinspiel war ein echter Kracher gewesen. Drei Minuten vorm Ende hatte der OHC den Treffer zum 23:26-Rückstand kassiert. Mit einer Energieleistung überflügelte das Team die Sportfreunde Söhre 13 Sekunden vorm Ende (27:26 – Tor von Nicolai Jantzen). Mit einem Siebenmeter nach der Schlusssirene glich Söhre aber noch aus. 

Für beide Teams geht es am Samstag um eine Menge, mit jeweils 11:35 Punkten liegen sie in der 3. Liga, Staffel Nord-Ost, auf den Tabellenplätzen 14 und 15 – das sind Abstiegsplätze. „Wenn wir Punkte holen wollen, dann ist es wohl zu allererst gegen einen Mit-Abstiegskonkurrenten möglich. Und das sind die Sportfreunde Söhre“, so Mario Strich. „Also …“ Anpfiff ist am Samstag, 14. März 2026, um 19.30 Uhr in der Steinberghalle Diekholzen, unweit von Söhre gelegen.