SC Magdeburg II – Oranienburger HC 36:29 (18:15) Auswärtsspiel: 13.09.2026 | 16:30 Uhr
Spielbericht

Niederlage beim SC Magdeburg II
Aus dem ersehnten Sieg bei den Youngsters des SC Magdeburg wurde es für den Oranienburger Handball-Club nichts. Am Sonntagabend unterlag das Oberhavel-Team bei den Elbestädten deutlich mit 29:36.
Dabei waren die Oranienburger sehr gut in die Partie gestartet. Bei den Offensivaktionen herrschte Klarheit. Die Angriffe wurden fast alle erfolgreich abgeschlossen. Die Abwehr arbeitete konzentriert und zwang die jungen Magdeburger mehrfach zu Fehlern, Torwart Paul Porath parierte einige Bälle. Andererseits hatte der Gastgeber zu dem Zeitpunkt auch Wurfpech, so dass der OHC bis weit in die erste Hälfte hinein deutlich mit 14:9 führte.
Als die Zeit der Wechsel kam, erhielt das Spiel der Oranienburger einen Knacks. Zu fahrlässige Abschlüsse und ungenaue Abspiele führten beim SCM II zu Ballgewinnen. „Die Wechsel haben überhaupt nicht funktioniert. Die brachen uns das Genick“, konstatierte OHC-Trainer Alexander Thurm. Sein Gegenüber – Christoph Theuerkauf – bewertete die ersten 20 Minuten so: „Bei meiner Mannschaft war von Bereitschaft und Emotionalität nichts zu sehen. Sie spielte ohne Energie, ich musste sie erstmal wachrütteln. Erst danach sind wir ins Spiel gekommen.“
Und wie! Mit einem fulminanten 9:1-Lauf bis zur Pause drehten die Gastgeber das Spiel zu einer eigenen 18:5-Halbzeit Führung. Mit punktuellen Veränderungen wollte der OHC das Spiel wieder an sich reißen. Das gelang ihm aber nicht. Die schnellen Magdeburger Spieler drehten immer mehr auf und ließen nie nach. Sie setzten die Oranienburg Defensive mit ihrem Tempospiel gehörig unter Druck. Nahezu 40 „Tempoversuche“ starteten die Youngsters. Sie ließen den OHC nie näher als auf drei Tore herankommen. In der Endphase bauten sie ihren Vorsprung sukzessive aus (vom 28:25/48. Minute, bis auf 36:29). „Wir konnten vieles von dem umsetzen, was wir machen wollten, doch irgendwann gingen uns die Körner aus“, so Alexander Thurm. Das zeigte sich sowohl in der Abwehr, die die jungen Magdeburger nicht mehr halten konnte, als auch im Angriff. In den letzten zwölf Minuten traf der OHC nur noch dreimal.
Der OHC steht mit 0:6 Punkten im Tabellenkeller der Nord-Ost-Staffel.
Magdeburg: Stieglitz, Lücke – Pakebusch (5), Elze (3), Brigzinsky (4), Pillich (1), Thielicke (9/6), Hensen (4), Welsch (1), Meyer, Schöbe (4), Kretzschmar (2), Bialas (3), Hammer
Oranienburg: P.Porath, Tredup – Flathe (1), Plaul (6), M. Fritz (1), Weiß (2), Jantzen, Damm (3), Sauer, Vakhotskyi, Wagner-Douglas (2), Lux (1), F. Fritz (5), Hartung, J. Porath (7/4), Williams (1)
Vorbericht

Erste Punkte sollen her
Im dritten Anlauf will der Oranienburger HC endlich die ersten Punkte in dieser Saison holen. Das soll am Sonntag bei den Youngsters des SC Magdeburg gelingen. „Es wird eine schwierige Aufgabe, aber alle sind gewillt, die beiden Punkte mit nach Hause zu bringen“, sagt Trainer Alexander Thurm.
Seine Mannschaft hat sich Sequenzen der ersten beiden Magdeburger Spiele angesehen und das Team studiert. „Das Magdeburger Spiel lebt besonders von den beiden Rückraumspielern Tim Bennet Thielicke und Noah Hensen“, sagt der OHC-Coach. Gemeinsam mit dem aus Wittstock stammenden Mats Brigzinsky erzielten sie etwa zwei Drittel aller Tore. Die Mannschaft praktiziert das Eins-gegen-Eins-Spiel exzellent und erzielt daraus viele Tore oder holt Siebenmeter heraus.
Gegen den Staffelfavoriten EHV Aue unterlag der SCM II nur mit zwei Toren (30:32), gegen Aufsteiger HV Grün-Weiß Werder gelang dem Team auf der Zielgeraden ein knapper 38:37-Sieg.
Beim Oranienburger HC füllt sich das Spielprotokoll wieder mit mehr Namen als zuletzt. Kapitän Sebastian Damm ist genauso zurück wie Torwart Paul Porath und Rechtsaußen Johannes Petrowa. Zur Freude von Alexander Thurm ist Rückraumspieler Fynn-Ole Fritz jetzt wieder stabil dabei, nachdem er in der Vorbereitung nicht voll mittrainieren konnte. Nach den beiden Auftaktniederlagen gegen Burgdorf II und in Altenholz weiß die Mannschaft, dass sie punkten muss. Sie wird alles daransetzen, um dieses Ziel zu erreichen. Achtung an alle Mitfahrer: Der Anwurf des Spiels wurde um eine halbe Stunde nach hinten verlegt. Beginn ist nunmehr am Sonntag um 17 Uhr in der Wolfgang-Lakenmacher-Halle.