Oranienburger HC – TSV Altenholz 26:29 (14:17) Heimspiel: 07.03.2026 | 18:30 Uhr
Spielbericht

Durch die Niederlage gegen den TSV Altenholz und die Punktgewinne der Konkurrenz (SF Söhre und HSG Ostsee N/G) rutschte der Oranienburger HC auf den vorletzten Tabellenplatz der 3. Liga, Staffel Nord-Ost, ab.
Das Spiel am Samstagabend gegen den Tabellenvierten aus Altenholz war über weite Strecken ein Spiegelbild vieler OHC-Begegnungen in dieser Saison. Fehlwürfe und technische Regelfehler brachten die Oranienburger um die Chance auf einen Punktgewinn. Auch wenn die Niederlage nicht hoch ausfiel – „mit 30 Fehlern kannst du kein Spiel gewinnen“, sagte Oranienburgs Sportlicher Leiter Patrick Lehmann.
Der OHC legte einen ganz schwachen Start hin. Innerhalb der ersten acht Minuten warf die Mannschaft nur einmal aufs Tor. So führten die Altenholzer schnell mit 6:1 Toren. Trainer Damir Eklic zögert er nicht lange und wechselte kurz danach fast die komplette Startsieben aus. Das hatte Erfolg. Die Abwehr verzeichnete Ballgewinne, im Angriff ging es schneller zu, so dass der Gastgeber beim 9:10 (15. Minute) und 11:11 (22.) wieder im Spiel war. Die abgeklärte Mannschaft des TSV Altenholz mit ihrem gut parierenden Keeper Saggau ließ sich dadurch nicht beirren, kam zurück und lag zur Pause mit 17:14 vorn.
Ähnlich wie zu Beginn des Spiels agierten die Gäste nach Wiederanpfiff fokussierter. 19:14 hieß es nach 33 Minuten. Der OHC musste viel investieren, um nicht vorzeitig auf die Verliererstraße zu geraten. Das klappte. Beim 18:20 (41.) und 23:25 (52.) schöpften Spieler, Trainer und Fans Hoffnung für ein Happyend. „Wir haben es uns selbst schwer gemacht, das Spiel hätte in der Phase kippen können“, sagte der Altenholzer Trainer Torge Greve. Warum dies nicht passierte, lag an der hohen Fehlerquote. „Es waren eklatante Fehler, die Bälle wurden häufig in die Hände des Gegners gespielt“, so Patrick Lehmann. So war es den Altenholzern ein Leichtes, den Gastgeber auf Abstand halten.
Oranienburg: Mestrovic, Porath – Gerntke, Petrowa (2), Plaul, Jantzen (2), Damm (2), Sauer, Wagner-Douglas (7), M. Fritz, Lux (1), F. Fritz (2), Magalhaes (3), Hartung, Williams (3), J. Porath (4)
Altenholz: Landgraf, Saggau – Schwenke (2), J. Dahmke (6), Seebeck (4), Meereis, Bornhöft (1), Szilagyi (1), L. Dahmke (1), Bergemann (4/1), Glindemann (2), Hase (1), Kahmke (7), Johnsen
Vorbericht

„Alle sind heiß auf das Spiel“
Der Oranienburger HC hat am Samstagabend das nächste Spitzenteam vor der Brust: Um 18.30 Uhr empfängt die Mannschaft in der 3. Liga, Staffel Nord-Ost, den TSV Altenholz. Nach dem Tabellendritten EHV Aue und dem Tabellenzweiten Füchse Berlin reist jetzt der Tabellenvierte an und bringt die Empfehlung von sage und schreibe 16:2 geholten Punkten in Folge an. „Ja, wir wissen, dass sie vorn mitspielen“, sagt OHC-Co-Trainer Mario Strich. Er fügt jedoch ein ABER an: „Wenn ich sehe, mit welchem Tempo wir in den letzten Wochen gespielt haben, dann habe ich ein richtig gutes Gefühl.“ Er schließt in die Duelle gegen Aue und Berlin auch die Partie gegen Plauen-Oberlosa ein. Mario Strich hat die „neue OHC-Geschwindigkeit“ nicht nur in jenen drei Spielen ausgemacht, sondern auch in den Trainingseinheiten. Dazu kämen der ganz offensichtlich starke Zusammenhalt im Team, die kämpferische Note und die positive Aggressivität.
Die Spieler, die am vergangenen Wochenende aus Verletzungs- und Gesundheitsgründen nicht auf dem Spielprotokoll standen, kehrten im Laufe der Woche alle ins Training zurück. Lediglich bei zwei Spielern gibt es noch klitzekleine Fragezeichen, ob sie mitwirken können oder nicht.
Für den OHC gilt: In jedem der verbleibenden Spiele muss das Team die Maximalausbeute anvisieren. Heißt: auch zwei Punkte gegen das Schwergewicht aus Altenholz. Der Kooperationspartner des deutschen Vorzeigevereins THW Kiel hat nicht nur mit Geschick eine extrem starke Mannschaft zusammengebastelt. Trainer Torge Greve – parallel im Nachwuchszentrum des THW tätig – verstand es in den letzten anderthalb Jahren, aus dieser Ansammlung von hochtalentierten Spielern ein Team zu formen. Einer, der gerade für Schlagzeilen sorgte, ist der 18-Jährige Rasmus Ankermann. Der Shootingstar unterschrieb vor nicht einmal zwei Wochen einen bis 2030 laufenden Vertrag beim THW Kiel. Er besitzt in Altenholz ein Zweitspielrecht. Am Donnerstag traf er für den THW in Stuttgart dreimal. Auch Jesse Dahmke besitzt einen Profivertrag beim THW. Mario Strich geht guten Mutes in das Samstag-Spiel, weil er weiß: „Alle Spieler sind heiß, alle wollen auf der Platte stehen und punkten.“