Oranienburger HC – Stralsunder HV 26:23 (15:13) Heimspiel: 09.05.2026 | 18:30 Uhr
Spielbericht

Ein Sieg für die Fans
Der Oranienburger HC hat zum Saisonabschluss noch mal richtig einen rausgehauen: Am 30. und letzten Spieltag der Saison 2025/26 fuhr die Mannschaft ihren dritten Heimsieg ein. Der Stralsunder HV wurde mit 26:23 bezwungen. Genau deshalb waren mehr als 900 Zuschauer in die Halle geströmt. Sie wurden belohnt.
Nachdem das OHC-Team eine Woche zuvor den Klassenerhalt gesichert hatte, spielte es befreit auf. „Wir hatten in der ganzen Saison immer nur Druck. Der war in dem Spiel weg. Es passte alles, es war eine geile Mannschaftsleistung und das spaßigste Spiel der Saison“, beschrieb Co-Kapitän Kevin Lux seine Eindrücke vom Duell gegen den SHV.
Von Anfang an übernahm der Gastgeber das Heft des Handelns, führte schnell mit 4:1 Toren. Eine stabile Abwehr bildete die Grundlage dafür, dass sich an dem Vorsprung nichts änderte (7:4, 10:6). Erst unkonzentrierte Angriffsaktionen und technische Regelfehler hielten die Stralsunder in Reichweite. Aber auch sie beklagten eigene Fehler, die ihnen einen Strich durch die Rechnung machten. „Wir verwarfen viel zu viele freie Bälle und deckten in der ersten Hälfte nicht gut“, so SHV-Trainer Norman Flödl. Zur Pause führte der OHC, bei dem Alexander Williams nie zu bremsen war und vier Tore erzielte, mit 15:13.
Die zweite Hälfte gestalteten die Gäste offen. Beim 17:17 durch Fiete Berger glichen sie erstmals aus. Es blieb eng. Beim 22:21 ging es Spitz auf Knopf zu, fast sechs Minuten ließen die Abwehrreihen samt starker Torhüter kein Tor zu. Mühsam und mit großem Kraftaufwand behielt der OHC die Poleposition (23:21, 24:23) – dank der Leidenschaft und der unglaublichen Fans im Rücken (aber auch der Stralsunder Fanblock war groß und phantastisch). Den Gästen gelang in den letzten sechs Minuten abermals kein Treffer, der OHC schlug noch zweimal zu. Der dritte Heimsieg war unter Dach und Fach. Obwohl SHV-Torwart Marius Göbner Mitte der zweiten Halbzeit einige Bälle pariert hatte, lag der Vorteil auf der Torwartposition bei den Oranienburgern. Beide Keeper, Paul Porath und Teo Mestrovic, parierten in den entscheidenden Momenten ganz wichtige Bälle (darunter drei Siebenmeter) und brachten ihr Team somit auf Heimsieg-Kurs. Co-Trainer Mario Strich über den bereits vorher feststehenden Klassenerhalt und den emotionalen Schlusspunkt: „Ich habe es von Anfang an gesagt: Die Mannschaft funktioniert, es zickt niemand herum, alle halten so zusammen, dass sie den Abstieg verhindern werden. Und das haben sie geschafft.“
Der Samstag-Erfolg auf der Platte war die richtige Einstimmung auf die von Präsident Thomas Stahlberg moderierte emotionale Ehrungs- und Verabschiedungszeremonie. Trainer Damir Eklic, Torwart Teo Mestrovic und Rückraumspieler Ricardo da Silva Magalhaes verlassen den Verein.
Oranienburg: Mestrovic, P. Porath – Gerntke (1), Petrowa (4), Plaul (2), Jantzen (4/2), Damm, Wagner-Douglas (4), Lux (1), F. Fritz (2), Magalhaes (1), Hartung, J. Porath (1/1), Williams (6)
Stralsund: Göbner, Ohm – Szep-Kis, Schröter (1), Sagij (1), Pachmann (5), Chernakov (2), Skroblien (2), Troschke, Wark (5), Berger (4), Feder, Schmischow (1), Shcherban (2/2)
Vorbericht

Ziel: Saisonende mit Sieg versüßen
Diesmal ist alles anders als in den vergangenen Wochen und Monaten: Die Männer des Oranienburger HC können seit langer Zeit wieder ohne Druck in ein Spiel gehen. Ewig haben sie auf diesen Moment hingearbeitet. Jetzt – am letzten Spieltag – ist es soweit: Gegen den Stralsunder HV werden am Samstag, 18.30 Uhr, die letzten beiden Punkte der Saison 2025/26 vergeben. Beide Teams sind auf der sicheren Seite, werden auch in der neuen Saison in der 3. Liga spielen.
„Es war am vergangenen Wochenende eine riesige Erleichterung für uns, als wir mit dem 28:28 beim HC Empor Rostock den Klassenerhalt geschafft hatten. Deshalb lief es in dieser Woche alles entspannter im Training“, sagt Co-Trainer Mario Strich. Am Donnerstag lief beim Aufwärmen sogar Ballermann-Musik.
Bei aller Lockerheit: Ein Ziel haben die Männer des OHC noch. Sie wollen sich nicht nur mit einer anständigen Leistung von ihren tollen Fans verabschieden. Sie werden auch versuchen, zwei weitere Pluspunkte zu holen. Es wäre erst der dritte Heimsieg in dieser Saison. Im OHC-Lager geht man davon aus, dass die Stralsunder das Spiel genauso ernsthaft angehen. Dass sie dies jüngst getan haben, ist an ihren spektakulären Ergebnissen der letzten beiden Heimspiele zu sehen. Zuerst schlugen sie den HC Eintracht Hildesheim mit 27:23. Und am vergangenen Wochenende fegten sie den Tabellenzweiten MTV Braunschweig, der noch im Mai an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga teilnimmt, mit 31:24 aus der Halle.
„Wir haben uns auf die Stralsunder vorbereitet, freuen uns auf das Spiel und auf die hoffentlich wieder volle MBS-Arena“, sagt Mario Strich. Letzteres sieht gut aus, es gibt nur noch wenige Eintrittskarten.
Nicht im Kader sein werden Jim Sauer und Moritz Fritz. Beide werden die zweite Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga Brandenburg beim 1. SV Eberswalde unterstützen (Samstag, 18 Uhr). Auch Julius Porath wird das letzte Saisonspiel wegen einer Verletzung nicht auf dem Spielfeld erleben.