Oranienburger HC – SC Magdeburg II 32:39 (17:21) Heimspiel: 11.04.2026 | 18:30 Uhr
Spielbericht

Rückschlag gegen Magdeburg
Der Oranienburger HC durchlebt weiterhin eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Nach dem Sensationssieg beim hochfavorisierten HC Eintracht Hildesheim folgte jetzt gegen den SC Magdeburg II eine Bauchlandung. Die 32:39-Niederlage am Samstagabend bedeutete für die erste Männermannschaft erneut den Sturz auf einen Abstiegsplatz, da Konkurrent HSG Ostsee beim Stralsunder HV mit 32:31 gewann und vorbeizog.
Das Spiel der Oranienburger in der ausverkauften MBS-Arena (928 Zuschauer) war ein Spiegelbild der gesamten Saison. Wieder einmal übertrafen sich die Spieler im Fabrizieren von Fehlern und von Fehlwürfen. Die 4:1-Führung für Oranienburg nach sechs Minuten entstand in der feurigen Anfangsphase. Aber schon bald glich das Feuer nur noch einer Sparflamme.
Die Magdeburger glichen schnell aus (4:4) und rissen beim 8:7 die Führung an sich. Die gaben sie nicht mehr her. Das war genau die Phase, in der den Oranienburgern im Angriffsspiel katastrophale und folgenschwere Patzer unterliefen. Gewieft nutzten die Youngsters Ballverlust um Ballverlust der Gastgeber zu einem 6:0-Lauf, der in einer 12:7-Führung mündete. „Das war euer Genickbruch“, sagte ein Magdeburger Fan in seiner nüchternen Betrachtung. Der OHC erholte sich davon überhaupt nicht, lag wenig später sogar mit 10:17 hinten und konnte das Ergebnis bis zur Pause noch relativ moderat gestalten (17:21).
Das kleine Wunder zu schaffen, war maximal ein Traum der Gastgeber, die auf ihren besten Werfer, Linksaußen Nicolai Jantzen (krank), verzichten mussten. Es bestand in der zweiten Halbzeit einige Male die minimale Hoffnung, dem Spiel eine Wende zu geben. Aber das Team von Trainer Damir Eklic hatte in den entscheidenden Phasen nicht das Momentum auf der eigenen Seite. Es sah fast spielerisch aussah, wie die jungen Gäste den Vorsprung hielten.
Auf insgesamt 20 Fehler brachten es die Oranienburger Spieler. Dazu machte die SCM-Defensive – im Gegensatz zu den Oranienburgern – einen tadellosen Job. Diese Leistung hob auch SCM-Coach Christoph Theuerkauf hervor. Außerdem lobte er das Tempospiel seines Teams. Der Sportliche Leiter des OHC, Patrick Lehmann: „In der Deckung bekamen wir nie den Zugriff, im Angriff machten wir zu viele Fehler. Wir hatten uns mehr erhofft.“
Oranienburg: P. Porath, Mestrovic – Gerntke (3), Petrowa (3/1), Plaul (6), Sauer, Damm (2), M. Fritz, Wagner-Douglas (5), Lux (3), F. Fritz, Magalhaes (4/2), Hartung, J. Porath (4/1), Williams (2)
Magdeburg II: Stieglitz, Kleinsteuber (7), Bahr (5), Hensen (8), Meyer, Heiß (3), Daniel (3), Lange (3/1), Lücke, Schöbe (5), Bialas (2), Döbbel, Hammer (3)
Vorbericht

Mit Volldampf in die letzten Spiele
Mit Karacho, aber mit kühlem Kopf will sich der Oranienburger HC in die letzten fünf Saisonspiele in der 3. Liga Nordost stürzen. „Anders geht es nicht, wenn wir die Liga halten wollen“, sagt Co-Trainer Mario Strich vor dem Samstagspiel gegen den SC Magdeburg II (18.30 Uhr, MBS-Arena Oranienburg). „Die zwei Punkte, die wir völlig überraschend in Hildesheim geholt haben, müssen wir am Samstag unbedingt vergolden. Das klappt nur mit einem Sieg.“ Der OHC hat noch drei Heimspiele vor sich, auf die setzt er Kampf um den Klassenerhalt ganz besonders (außerdem gegen Eider Harde/25. April und Stralsund/9. Mai).
„Alle Spieler bei uns sind gut drauf. Lediglich zwei von ihnen konnten in den vergangenen Tagen nicht durchgängig mittrainieren, weil sie angeschlagen waren“, so der Co-Coach. Da die Mitkonkurrenten um den Klassenverbleib an diesem Wochenende gegeneinander spielen (Barmbek – Leipzig, Söhre – Plauen), demzufolge irgendjemand punkten wird, tut der OHC gut daran, ausschließlich auf Sieg zu spielen.
Magdeburg II lag dem OHC in den vergangenen Jahren, auch wenn nicht in jedem Fall ein Sieg heraussprang. „Aber die Spielweise kommt uns entgegen“, sagt Mario Strich. Wie alle Bundesligareserven setzen sich die SCM-Youngsters – wie der Name schon sagt – aus jungen Spielern zusammen. Ihre Sportschul-Ausbildung macht sich traditionell bezahlt. Dass sie mit hohem Tempo agieren, ist nichts Neues. Aber darauf stellte sich der OHC in den vergangenen Jahren immer gut ein, nicht zuletzt im Hinspiel, als es auf den letzten Metern eine denkbar unglückliche 35:36-Niederlage gegeben hatte.
Das Trainerteam um Damir Eklic, Mario Strich und Anna Krause hat in den Trainingseinheiten beobachtet, dass die gute Stimmung seit dem Hildesheim-Spiel am 22. März mit hinübergenommen wurde bis in die jetzige Trainingswoche. Die Hoffnung ist, dass dies bis zum Spiel anhält. Und wenn die Fans uns noch die nötige Unterstützung geben, dann sind wir für das Match gegen Magdeburg II um Trainer Christoph Theuerkauf gerüstet“, so Mario Strich.