Oranienburger HC – EHV Aue Heimspiel: 14.02.2026 | 18:30 Uhr
Spielbericht

Der Oranienburger HC hat sich mit einem entschlossenen Auftritt im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet. Auch wenn es gegen den Favoriten EHV Aue nicht zu einem Punktgewinn reichte, so war vor 902 Zuschauern unschwer zu erkennen, dass der neue Trainer Damir Eklic die Mannschaft wachgerüttelt hat. Die Spieler hauten sich richtig rein in das Spiel. „Hut ab vor der Leistung der Oranienburger“, zollte Gästetrainer Uwe Jungandreas dem OHC ein großes Lob. Zugleich haderte er mit den eigenen Fehlern und vergebenen Chancen.
Das Feuer in den Augen der Gastgeber war die Grundvoraussetzung dafür, um überhaupt mithalten zu können. Das OHC-Team erarbeite sich über den Kampf seine Möglichkeiten im Angriff. Auch wenn es in der Offensive wieder eine Reihe von misslungenen Aktionen gab, war die Trefferquote diesmal wesentlich höher als noch vor einer Woche. Und in der Abwehr gab die Mannschaft den Sachsen so einige Rätsel auf. „Wir hatten eine bewegliche Deckung, die mir sehr gut gefiel“, sagte der Sportliche Leiter des Gastgebers, Patrick Lehmann.
Anfangs führte der Gastgeber noch durch die starke Defensive samt Torwart Teo Mestrovic (4:2, 5:4). Den drittbesten Angriff der Liga komplett lahmzulegen, ist allerdings nicht möglich. So waren es die Gäste, die meist vorlegten. Der OHC biss sich aber fest an den Erzgebirglern. Zu Pause stand es 14:14.
Auch nach dem Wechsel ließen sich die Oranienburger von zwischenzeitlichen Rückständen (16:18, 18:20) nicht entmutigen, sondern setzten die Auer unter Druck. Eine Viertelstunde vor Schluss kippte die Partie zu Gunsten der Gäste. Nach einer Zwei-Tore-Führung (22:20) bestraften sie erfolglose Angriffe des OHC kalt mit zwei weiteren Treffern (24:20). Mit gehaltenen Bällen von EHV-Keeper Armis Priskus und Treffern im richtigen Moment brachte der Tabellenfünfte den Vorsprung über die Ziellinie.
Trotz der Punktverluste: Es war ein Auftritt, der im Kampf um den Klassenerhalt Hoffnung macht. Die wird geschürt durch den kommunikativen, autoritären und erfahrenen Trainer Damir Eklic. Rückkehrer Linksaußen Nicolai Jantzen, der aufgeblühte Erik Gerntke auf Rechtsaußen und der gelungene Einstand von Johannes Philipp Petrowa (auch Rechtsaußen) gaben dem Team zusätzlich einen Schub. Vor allem aber der offenkundige Einsatz stimmt optimistisch.
Oranienburg: Mestrovic, Tredup – Gerntke (5), Petrowa (2), Plaul (2), Jantzen (6/2), Miels, Damm, Schulz, Wagner-Douglas (5), Lux, Fritz (2), Magalhaes (3), Hartung, Williams
Aue: Priskus, Mohs – Pfeil, Roch, Hinz, Pereira (8/2), Mubenzem (4), Bones (6/4), Swat (1), Döbler (2), Parashiv, Hofmann, Lange, Löpp (7)
Vorbericht

Mannschaft der Stunde in Oranienburg
Heimdebüt für den neuen Trainer des Oranienburger Handball-Clubs: Damir Eklic wird am Samstag erstmals ein Spiel des OHC in der MBS-Arena coachen. Nach seiner Premiere eine Woche zuvor beim Tabellenführer MTV Braunschweig kommt es für die Einheimischen noch einmal so richtig dicke. Mit dem EHV Aue gastiert die Mannschaft der Stunde in Oranienburg. Das Team aus dem Erzgebirge gewann seine letzten sieben Spiele. Die Ergebnisse fielen alle deutlich aus. Trainerfuchs Uwe Jungandreas formte die Mannschaft nach einem holprigen Saisonstart zu einem Spitzenteam.
„Für uns ist der EHV Aue eines der Teams, welches ganz sicher um die Relegation zur 2. Bundesliga mitspielen wird. Dieser Verein hat diese Aufstiegsambitionen zweifellos“, sagt Mario Strich, Co-Trainer des neuen Chefcoaches. Die Oranienburger Mannschaft weiß genau, was auf sie zukommt. Erstens haben die Spieler die Hinrundenpartie noch deutlich vor Augen (29:35-Niederlage). Und zweitens mussten sie in dieser Woche Hausaufgaben erledigen: das Studium von Spielen des Samstag-Gegners im Video.
Mario Strich, der im Januar zum Trainerteam gestoßen war, wird auch weiterhin dem Staff angehören. „Es war ziemlich deutlich zu spüren, dass nach der Übernahme des Trainings von Damir ein Ruck durch die Mannschaft gegangen ist.“ Der 50-jährige Coach, der mit seiner Mannschaft in englischer Sprache kommuniziert, sei unvoreingenommen in die Trainingseinheiten gegangen und habe keine Rücksicht auf Namen oder Vergangenheit genommen. Er habe eine klare Ansprache und äußere unmissverständlich, was er von den Spielern in den nächsten Wochen im Kampf um den Klassenerhalt erwartet. Aktuell steht das Team auf einem Abstiegsplatz. „Auch wenn wir noch einige starke Gegner vor uns haben, ist es immer möglich, auch solche Teams zu bezwingen. Das Mindeste ist, dass jeder von sich sagen kann, er hat alles gegeben.“ Das trifft auch für solch ein Spiel wie gegen den EHV Aue zu. Jeder Punkt könnte am Ende Gold wert sein. Anpfiff ist am Samstag um 18.30 Uhr.