Füchse Berlin II – Oranienburger HC 31:23 (15:11) Auswärts­spiel: 28.02.2026 | 18:00 Uhr

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Spielbericht

Foto (OHC/ Sarah Bothe): Erik Gerntke (l.) und Fynn-Ole Fritz packen in der OHC-Abwehr zu..

Die Füchse Berlin II gehen aus dem Berlin-Brandenburg-Duell der 3. Liga Nord-Ost als klarer Sieger hervor. Am Samstagabend schlug die Mannschaft den Oranienburger HC mit 31:23 (15:11). Trotz des eindeutigen Ergebnisses betrachten die Oranienburger diese Niederlage differenziert. Denn eine massive Flut von Spielerausfällen verhinderte beim favorisierten Tabellenzweiten ein Duell auf Augenhöhe. Allein sechs Spieler standen am Samstag aus Krankheits- und Verletzungsgründen überhaupt nicht im Kader (Nicolai Jantzen, Lukas Hartung, Daniel Miels, Kevin Lux, Paul Porath, Ricardo da Silva Magalhaes). Zwei weitere konnten aufgrund ihres Gesundheitszustandes nur für wenige Minuten aushelfen (Anton Wagner-Douglas, Alexander Williams).

So fanden sich mit Pascal Winkens (Linksaußen) und Moritz Fritz (Rückraum) zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft und mit Luca Rackwitz (Kreis) sogar ein Akteur aus der A-Jugend im OHC-Kader wieder; die beiden letzteren zum ersten Mal überhaupt. „Unter diesen besonderen Umständen fällt unser Fazit zum Spiel positiv aus. Die Mannschaft hat sehr gut gespielt und gekämpft. Ich ziehe den Hut vor den Jungs“, sagt Co-Trainer Mario Strich.

Der OHC lief den Füchsen von Anfang an hinterher und vermochte es während der 60 Minuten nicht, den Abstand auf weniger als zwei Tore zu reduzieren. Die Berliner, die vom einstigen OHC-Spieler Per-Oke Kohnagel gecoacht werden, setzten sich nach zehn Minuten vom 4:4 auf 8:4 ab. Die Führung gaben sie nie mehr her. Beim 17:14 und 19:16 kurz nach der Pause war der OHC noch einigermaßen in Reichweite, aber dann begannen die Kräfte langsam auszugehen, so dass die Füchse ihren Vorsprung ausbauen konnten. Am Ende siegten sie mit 31:22.

Die Oranienburger Torwarte Teo Mestrovic (14 Paraden) und Malte Tredup (5) hatten einen starken Tag. Die Zahl der technischen Regelfehler hielt sich mit neun einigermaßen in Grenzen, dazu kamen jedoch 14 Fehlwürfe. Der OHC kassierte acht Zeitstrafen (die Füchse drei), Fabian Plaul sah bereits nach 42 Minuten die rote Karte (dreimal zwei Minuten). In der Summe waren es zu viele Negativfaktoren auf Oranienburger Seite.

Aufgrund der personellen Situation sah sich Trainer Damir Eklic gezwungen, pragmatische Entscheidungen zu treffen: So fand sich Kreisspieler Luca Rackwitz (als Einläufer) auf der Rechtsaußenposition wieder, Rückraumspieler Erik Gerntke musste auch mal am Kreis ran. Die OHC-Fans in der kleinen Lilli-Henoch-Halle waren zahlenmäßig und akustisch in der Überzahl und stärkten ihrem Team den Rücken.

In der Hoffnung, dass am kommenden Samstag, 7. März, im Heimspiel gegen den TSV Altenholz wieder alle Spieler fit sind, wird der OHC einen neuen Angriff auf zwei Punkte starten.

Berlin II: Joppich, Parke (1), Glamann, Steltner (3), Laskowski (1), Kupiec, Schnürch (7), Grüner (5/1), Wollny (6/5), J. Kofler (2), G. Kofler (1), Kusche (5)

Oranienburg: Mestrovic, Tredup – Gerntke (1), Petrowa (3), Plaul (3), Rackwitz, Damm (6), Sauer (1), Winkens (2), Wagner-Douglas, M. Fritz, F. Fritz (5), J. Porath (2), Williams

Vorbericht

Foto (OHC/ Luise Müller): Szene aus dem Hinspiel: OHC-Linkshand Erik Gerntke beim Wurf.

Außenseiter in Füchsetown

Derbyzeit in Berlin-Brandenburg: In der 3. Liga tritt der Oranienburger HC am Samstag, 18 Uhr, bei den Füchsen Berlin II. Selten war die Ausgangslage so eindeutig. Der Tabellenzweite aus der Hauptstadt empfängt den Tabellendreizehnten aus Oberhavel. Die Favoritenrolle liegt eindeutig bei den Berlinern. Erschwerend für den OHC: Aus Krankheitsgründen werden nicht alle Spieler zur Verfügung stehen, andere sind angeschlagen. Positiv: Torwart Paul Porath und Rechtsaußen Julius Porath sind nach ihren krankheitsbedingten Ausfällen in den letzten Wochen wieder zurück im Team.

„Trotz der personell angespannten Situation werden wir die Punkte nicht freiwillig herschenken“, sagt Co-Trainer Mario Strich. Die Mannschaft von Trainer Damir Eklic sei gewillt, an die zuletzt verbesserten Leistungen anzuknüpfen.

Im Oranienburger Lager weiß man um die Stärke der Füchse, die in dieser Saison erst vier Niederlagen erlitten haben und Spitzenreiter Braunschweig auf den Fersen sind. Den Trainerwechsel im Dezember 2025 – der bisherige Chefcoach Kenjy Hövels wechselte zum Zweitligisten TuSEM Essen – meisterte das Team. Der Neue an der Seitenlinie ist der bisherige Co-Trainer Per-Oke Kohnagel. Er spielte von 2017 bis 2019 für den OHC.

„Wir haben in dieser Woche einige Dinge ausprobiert, die nicht zwangsläufig mit den Füchsen zu tun haben, aber uns weiterbringen werden“, sagt Mario Strich. Das Spiel am Samstagabend in „Füchsetown“ (Lilli-Henoch-Halle im Sportforum, Fritz-Lesch-Straße 32) wird vom erfahrenen Drittliga-Gespann Janis Brandt (Bad Oynhausen) und Hendrik Thies (Bad Salzuflen) geleitet. Das Oranienburger Team werde, so Mario Strich, Feuer und Flamme sein. „Wir schauen mal, was am Ende rauskommt.“