Spielbericht

Viel zu viele Fehler
3. Liga Nord-Ost: Oranienburger HC unterliegt beim DHK Flensborg
DHK Flensborg – Oranienburger HC 37:30 (17:13). Es wurde nichts mit dem erhofften Befreiungsschlag für den Oranienburger HC: Zum Rückrundenauftakt verlor die Mannschaft beim DHK Flensborg mit 30:37. „Wir haben die guten Trainingsleistungen nicht auf die Platte transportieren können“, sagte Trainer Patrick Lehmann. Die Mannschaft leistete sich zu viele Fehler, übte zu wenig Druck aus und schaffte es nicht, in den verheißungsvollen Phasen, in denen sie dem Spiel möglicherweise eine Wendung hätte geben können, zuzuschlagen.
Der Gastgeber, ebenfalls noch abstiegsgefährdet, machte ein solides Spiel. Er stellte eine unangenehme Abwehr und hatte einen starken Torwart Rune Hauenstein im Kasten, der 20 Bälle parierte. „Er bot eine gute Leistung. Das lag aber auch an unserem schlechten Abschlussverhalten“, so Oranienburgs Coach. Unten werfen – so hieß die Devise. Nur hielt sich selten jemand daran. 23 Würfe verfehlten ihr Ziel.
Zur Pause führten die Norddeutschen mit 17:13. Der Vorsprung geriet nie in Gefahr, da viele Bälle der Gäste ihr Ziel verfehlten und Flensborg die eigenen Chancen konsequent nutzte. Wäre Ricardo da Silva Magalhaes (zehn Tore) mit seinen Eins-gegen-eins-Fähigkeiten nicht gewesen, hätte der DHK die Partie vermutlich schon früher entschieden.
Das Oranienburger Trainerteam musste viel experimentieren, da einige Spieler nicht zur Verfügung standen. Kapitän und Spielmacher Sebastian Damm agierte eine Zeitlang auf der Linksaußen-Position, da Nicolai Jantzen verletzungsbedingt ausfiel. Der Rückraumrechte Anton Wagner-Douglas wanderte anfangs auf die linke Seite, Ricardo Magalhaes auf die rechte. Alexander Williams begann auf der Mitte-Position. Im Laufe des Spiels stellte Patrick Lehmann hier und da um und erzielte damit Wirkung. Unterm Strich kam für die abstiegsbedrohten Oranienburger aber nichts Zählbares heraus.
Flensborg: Hauenstein, Schmitt – Niestroj (5), Günther (3), Schlott, Hansen, Mau, Lorenzen (6/2), Westphalen (3), Koscielski (3), Domino (9), Rithaphorn (8), Schulte
Oranienburg: Mestrovic – Gerntke, Plaul (1), Miels, Damm (5), Sauer, Schulz (1), Wagner-Douglas (2), Lux (6), Fritz (1), Magalhaes (10/2), Hartung, J. Porath (2/1), Williams (2)
Vorbericht

OHC auf der „Mission Punktesammeln“
3. Liga: Rückrundenauftakt des Oranienburger HC beim DHK Flensborg
Die Männer des Oranienburg Handball-Clubs greifen nach einer vierwöchigen Pause wieder ins Punktspielgeschehen der 3. Liga Nord-Ost ein. Am Samstag, 17 Uhr, gastieren sie beim DHK Flensborg. Die Mannschaft steht vor den Wochen der Wahrheit. Aktuell liegt sie auf dem 14. Tabellenplatz, der gleichbedeutend mit dem Abstieg wäre. Bei der „Mission Punktesammeln“ geht es am Samstag zunächst zum Tabellenelften, eine Woche später wird der Tabellenzwölfte HG Hamburg-Barmbek in der MBS-Arena Oranienburg antreten. Am Sonntag, 1. Februar, heißt der Auswärtsgegner SC DHfK Leipzig II, der ohne jeglichen Pluspunkt das Tabellenende ziert.
Beim DHK Flensborg geht es einzig und allein um zwei Punkte, die der OHC holen will und muss, um im Rennen um den Klassenerhalt zu bleiben. „In dieser Woche war das Training sehr gut“, sagt Patrick Lehmann, der bis auf Weiteres das Amt des Trainers ausübt. Der Einsatz im Training habe gestimmt und der Wille, um den Klassenerhalt zu kämpfen, sei sichtbar gewesen. Es habe zuletzt zwei Mannschaftsbesprechungen gegeben. „Das waren gute Gespräche. Ich denke, dass jeder verstanden hat, in welcher Lage wir uns befinden“, so Patrick Lehmann.
Der Samstag-Gegner verschaffte sich mit 6:2 Punkten aus den letzten vier Spielen etwas Luft im Kampf gegen den Abstieg. „Der DHK hat ein sehr gutes Kreisläufer-Spiel, auf das wir uns einstellen werden“, so der Interims-Coach. Auch die beiden Mittelmänner hätten eine ziemlich hohe Qualität, die einer Abwehr zu schaffen machen könnten. Im Hinspiel in Oranienburg hat der DRK mit seiner sehr jungen Mannschaft ein Topspiel abgeliefert und 30:24 gewonnen. Eine Wiederholung will der OHC unbedingt verhindern. „Wir wollen nicht fünfeinhalb Stunden nach Flensburg fahren, um die Punkte freiwillig da zu lassen. Wir wollen etwas Zählbares mitbringen“, so der Coach, der Michael Schulz aus dem zweiten Team in den Kader berief.