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OHC I | Ligapokal: MTV Braunschweig - OHC 28:28 (16:9)

Foto (sb): Der OHC muss auf Stiere-Hilfe hoffen.

Der Oranienburger HC hat es nun nicht mehr in der Hand, sich Platz 1 im Ligapokal und damit den Startplatz im DHB-Pokal zu erkämpfen. Das 28:28-Unentschieden beim MTV Braunschweig Handball reichte nicht aus, um vorzeitig die Fronten zu klären. Nun haben die Braunschweiger im letzten Spiel in Schwerin (14. Mai) alle Trümpfe in der Hand und können noch am OHC vorbeiziehen. "Ich hoffe, dass die Mecklenburger Stiere, für die es ja um nichts mehr geht, noch Lust auf Handball verspüren und alles raushauen", so Oranienburgs Trainer Christian Pahl.

Versaubeutelt hat sich der OHC einen Erfolg in Braunschweig aufgrund einer indiskutablen ersten Hälfte. "Ohne Charakter, ohne Mentalität, ohne Plan", ging Christian Pahl mit seinen Spielern hart ins Gericht. "Und an die Vorgaben hat sich die Mannschaft auch nicht gehalten." Dazu kamen kein Tempo, keine Tempowechsel und viele Fehlentscheidungen. So war es dem MTV ein Leichtes, den OHC vor 350 Zuschauern nicht nur in Schach zu halten, sondern auch davonzuziehen (8:3/9.). Nach gut einer Viertelstunde stand es bereits 13:6. Braunschweig spielte aggressiv und bissig. Das Oranienburger Trainergespann Pahl/Müller reagierte und stellte taktisch um. Torwart Paul Twarz, der nach 20 Minuten für den verletzten Patrick Ziebert eingewechselt wurde, machte permanent den Platz für den siebten Feldspieler. "Wir wollten mit der zweiten und dritten Welle Überzahlsituationen schaffen und Druck aufbauen, was uns schon gegen Ende der ersten Hälfte gut gelang. Auch die Abwehr stand besser, allerdings profitierten wir davon noch nicht", so der Coach.

Aber nach dem Wechsel ging das Rezept auf. Innerhalb von elf Minuten verkürzten die Gäste einen Sieben-Tore-Rückstand (9:16) auf einen Treffer (18:19/43.). Das Spiel war wieder offen. Das Tor von Philipp Reineck (51.) sorgte für den Gleichstand. Julius Porath versenkte einen Siebenmeter zur ersten Gästeführung nach dem anfänglichen 1:0 im Kasten (26:25/56.). Max Bauer legte anderthalb Minuten vorm Ende noch einmal vor (27:26.). "Hier hätten wir das Spiel komplett kippen können", so Christian Pahl. Stattdessen wendete sich das Blatt erneut (28:27 für Braunschweig). Nach einer Auszeit und einem verwandelten Siebenmeter von Julius Porath eine Sekunde vorm Ende war wenigstens noch ein Punkt gerettet. Christian Pahl: "Aufgrund des klaren Rückstands und des weiteren Spielverlaufs sollten wir mit der Punkteteilung nicht unzufrieden sein." Jetzt heißt es abwarten, was am nächsten Samstag in Schwerin passiert.

Braunschweig: Mellmann, Stefanic - Friedhoff (6), Radjenovic (2), Mühlenbruch (2), J. Krause (1), Wolters (3). Ph. Krause (2/1), Dederding (1), Pieles (5), Giese, Kanning (2), Antonevitsch (4/1).

Oranienburg: Ziebert, Twarz - Danowski (1), Gerntke (1), Krai (5), Schmöker (5/3), Barten, Müller, Pietsch (3), Reineck (1), Bauer (3), Mokracki, Steudtner, Wagner-Douglas, J. Porath (7/3), Williams (2)