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OHC I | HSG Ostsee N/G – Oranienburger HC 27:34 (11:15)

Foto (sb): Kapitän Denno Schmöker (hinten Mitte) war nicht nur Emotional-Leader, er war mit 9 Treffern auch torgefährlichster OHC-Spieler.

Der Oranienburger HC hat in der 3. Liga, Staffel A, die letzte Hürde dieses Kalenderjahres mit Erfolg genommen. Bei der HSG Ostsee N/G gelang der Mannschaft ein deutlicher 34:27-Erfolg. Damit hat die Mannschaft ihr kleines Zwischen- Etappenziel – zwei Siege in den letzten beiden Spielen – erreicht. „Ich denke, wir gewannen am Ende relativ sicher, auch wenn ‚souverän‘ anders aussieht“, sagte Rückraumspieler Lasse Scharge, der in der zweiten Halbzeit in durchaus kritischen Situationen Verantwortung übernahm und wichtige Tore erzielte.

Lediglich in den ersten 13 Minuten sah es in der Oststeinhalle in Grömitz ergebnistechnisch freundlich für die Gastgeber aus. Bis dahin hatten sie einen Rückstand in eine dreimalige Führung verwandelt (4:3, 5:4, 6:5). Aber nachdem Keeper Patrick Ziebert den ersten von zwei Siebenmetern von Piet Möller hielt sowie Dennis Schmöker, Robert Barten und Julius Porath (2) viermal in Folge trafen, enteilte der Oranienburger HC binnen sieben Minuten auf 9:6. Dieser Vorsprung wuchs durch einen Mix an Gründen. Die OHC-Abwehr ließ in der Phase nicht allzuviel zu. Patrick Ziebert fischte einige Bälle weg, vor allem von Rechtsaußen Vuskan Zmajevic, der im gesamten Spiel sieben großartige Chancen nicht verwerten konnte. Kurz vor dem Wechsel und einer 15:9-Führung hätte es aufgrund der Chancen sogar noch deutlicher für die Gäste stehen können. „Wir verpassen es, mit sechs, sieben oder acht Toren Vorsprung in die Pause zu gehen“, sagte Trainer Christian Pahl.

Stattdessen stand es kurz nach Wiederanpfiff nur noch 15:12 für den OHC. Bei den Gastgebern mochten da Erinnerungen aus dem Spiel eine Woche zuvor gegen Fredenbeck wachgeworden sein, als sie einen Fünf-Tore-Halbzeit-Rückstand in letzter Sekunde in einen Sieg umdrehten. Aber dem war am Samstag nicht so. Denn der OHC hatte immer eine Antwort parat, auch wenn die handballerische Qualität einem „unbefriedigend“ gleichkam. „Das war sehr schlecht“, formulierte es Christian Pahl deutlicher. „Von beiden Seiten. Wenn Ostsee nah rangekommen wäre, hätte hier der Baum gebrannt.“ Beim 19:21 (43. Minute) und 22:25 (48.) nahm der Gastgeber tatsächlich zaghafte Tuchfühlung auf. Doch als Alexander Pietsch traf (22:26) und der eingewechselte HSG-Rechtsaußen Jasper Steingrüber eine Zeitstrafe erhielt, war die Moral der Schleswig-Holsteiner offenbar gebrochen. Ballverluste, schlechte Abschlüsse und wenig Gegenwehr bei den Oranienburger Angriffen führten kurz vorm Ende zu einer 33:24-Führung. Die wurde noch leicht korrigiert.

„Da machte sich die Breite unseres Kaders bemerkbar“, begründet Christian Pahl den Einbruch der Hausherren. Deren Kraft sei dann weggewesen. Um drei, vier Tore sei der Sieg zu hoch ausgefallen. „Auch wenn ich mit der gesamten Leistung meiner Mannschaft nicht einverstanden bin, können wir zufrieden mit dem Ergebnis sein.“ Neben Niklas Danowski, der gar nicht einsatzbereit war und zu Hause blieb, waren weitere Spieler nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. „Deshalb freuen wir uns jetzt, am Ende des Jahres 16 Punkte auf dem Konto zu haben“, so der Trainer.

Ostsee: Folchert, Rost, Haß – Amoey, Nagorsen, Möller (4), Wäger (6), Zmajevic, Engelmann (3), Mendle (3), Meiners, Kaiser (1), Hartwig, Steingrüber (2), Litzenroth (6/3), Ambrosius
Oranienburg: Ziebert, Twarz – Gerntke (1), Krai (3), Schmöker (9/6), Barten (3), Müller, Pietsch (5), Scharge (4), Heil (1), Reineck (1), Bauer (1), Schnabel, Hartung (1), J. Porath (5/1)