LHC Cottbus verteidigt Titel News: OHC I, Verein, Topnews

Foto (OHC/ Birgit Stelse): OHC-Rückraumspieler Anton Wagner-Douglas im Angriff gegen den HC Burgenland.

10. Matthäi-Cup: Intensives Turnier in Oranienburg/ Gastgeber hinter Werder Dritter

Der LHC Cottbus hat seinen Titel beim 10. Matthäi-Cup des Oranienburger HC verteidigt. Der Regionalligist gewann am Samstag alle drei Spiele. Die Mannschaft verwies die beiden Drittligisten HV Grün-Weiß Werder und Oranienburger HC sowie den Viertligisten HC Burgenland in einem intensiven, acht Stunden andauernden Turnier auf die Plätze. Den Cottbusern gelang es als erster Gastmannschaft überhaupt, den Pokal zweimal in Folge zu holen.

Die Lausitzer lieferten die konstantesten Leistungen ab und gingen in allen Partien als Sieger hervor. „Es war nicht unser Anspruch, das Turnier zu gewinnen. Umso erfreulicher ist es, dass wir es geschafft haben“, sagte LHC-Trainer Bennett Speed. Er lobte insbesondere die starke Abwehrleistung seines Teams, die den Ausschlag gegeben habe für den Gesamtsieg.

Sowohl Werder als auch Cottbus hatten mit ihren Auftaktsiegen gegen den Gastgeber und gegen den HC Burgenland dafür gesorgt, dass der OHC und der HCB vor den letzten beiden Turnierspielen raus waren aus dem Kampf um den Titel. Das bedeutete zugleich, dass die letzte Partie des Tages – Werder gegen Cottbus – zu einem echten Endspiel avancierte. Zunächst ging es Kopf an Kopf durch die zweimal 20 Minuten, bis der LHC den Grün-Weißen mit seiner starken Deckung den Zahn zog. Mit zunehmender Spielzeit baute sich die Mannschaft einen Vorsprung auf und gab ihn nicht mehr her. 20:17 lautete das Endergebnis zu Gunsten der Lausitzer. „Es macht mich schon stolz, dass wir ein so gutes Turnier gespielt haben, zumal nur ein Kreisläufer dabei war“, sagte Bennett Speed.

Werder-Trainer Max Ziegler meinte zum Abschneiden seines Teams: „Es ist nicht so wichtig, welchen Platz wir belegt haben. Wir haben nicht auf Sieg gespielt, wechselten viel durch. In den ersten beiden Spielen ist es gutgegangen, im dritten nicht. So ist das.“

Etwas mehr als den dritten Platz hatte sich der Gastgeber erhofft. Aber die ersten beiden Spiele gingen klar an Werder und Cottbus. Somit war die Chance auf eine bessere Platzierung dahin. Insgesamt steigerte sich die Mannschaft im Turnierverlauf. „Im ersten Spiel gegen Werder (17:22, Anm. d. Red.) waren wir gar nicht da. Wir ließen viele Chancen liegen. Das haben wir angesprochen. Dann wurde es auch besser“, sagt Trainer Alexander Thurm. Er habe viel durchgewechselt und auch in Formationen spielen lassen, auf die er in normalen Spielen eher nicht zurückgreifen würde. Im letzten Spiel gegen den HC Burgenland bauten sich die Gastgeber zwischenzeitlich eine klare Elf-Tore-Führung auf (22:11). Zum Ende hin drehten die willensstarken Sachsen-Anhalter noch einmal auf und konnten somit verkürzen.

In seinem zweiten Turnierspiel gegen den HV Grün-Weiß Werder war der HC Burgenland drauf und dran, eine Überraschung zu schaffen. In der ersten Halbzeit führte das Team deutlich, aber der Drittliga-Aufsteiger arbeitete sich sukzessive heran und verwandelte den Rückstand in einen 27:22- Sieg. „Ich hätte den anderen Mannschaften gern mehr Gegenwehr gegeben. Das gelang uns nicht. Aber es waren auch drei sehr gute Mannschaften“, resümierte HCB-Trainer Fabian Kunze. 

Der Turniersieger stellte mit Nicola Kuhlmey auch den besten Torwerfer. Der Linksaußen erzielte im gesamten Turnierverlauf 15 Treffer. Zum besten Spieler wurde Philipp Reineck vom HV Grün-Weiß Werder gewählt. Der Rückraumspieler – bis vor anderthalb Jahren in Diensten des OHC – punktete mit seiner Entschlossenheit, seinem Zug zum Tor, seinen Toren und den Blick für die Nebenleute.


ERGEBNISSE

Oranienburger HC – HV Grün-Weiß Werder 17:22
LHC Cottbus – HC Burgenland 24:17
Oranienburger HC – LHC Cottbus 18:22
HV Grün-Weiß Werder – HC Burgenland 27:22
Oranienburger HC – HC Burgenland 27:23
HV Grün-Weiß Werder – LHC Cottbus 17:20

ENDSTAND

1. LHC Cottbus                             3           66:52    6:0
2. HV Grün-Weiß Werder            3           66:59    4:2
3. Oranienburger HC                    3           62:67    2:4
4. HC Burgenland                         3           62:78    0:6

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