Kapitän Sebastian Damm hört auf News: OHC I, Verein, Topnews

Foto (OHC/ Birgit Stelse): Sebastian Damm beim Wurf im Heimspiel gegen die TSV Burgdorf II.

Ein herber Verlust

Nächste Hiobsbotschaft für den Oranienburger Handball-Club: Seit knapp zwei Wochen ziert die Mannschaft das Tabellenende der 3. Liga, Staffel Nord-Ost. Diverse verletzungsbedingte Ausfälle seit dem Saisonstart bremsen das Team zudem. Jetzt muss die Mannschaft auch noch den Verlust von Kapitän Sebastian Damm verkraften. „Es tut mir in der Seele weh, dass ich beim OHC aufhören muss. Es sind ausschließlich studienbedingte und familiäre Gründe“, sagt der 31-Jährige. Der Medizinstudent nimmt einen Wechsel seiner Universität vor. Bislang studierte er in Brandenburg/Havel und pendelte von dort aus nach Oranienburg. Nun setzt er sein Studium in Rostock fort.

„Menschlich und sportlich ein herber Verlust“, so beschreibt der Sportliche Leiter Patrick Lehmann den Weggang des Spielmachers, der bereits in der 1. Bundesliga (Bergischer HC) spielte und seit Januar 2025 für den OHC aufläuft. „Er verkörpert mit jeder Phase den Leistungssport, agierte immer hochprofessionell.“

Bereits am vergangenen Wochenende fehlte er beim Spiel in Braunschweig. Am kommenden Samstag gegen die HSG Eider Harde wird er das letzte Mal das grün-weiße OHC-Trikot überziehen. „Ich war jetzt anderthalb Jahre beim OHC. Mannschaft, Verein und Fans sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich danke allen für ihre Unterstützung und die Zeit, die ich als Kapitän als sehr intensiv empfunden habe. Ich wünsche dem Team alles, alles Gute und hoffe, dass der Klassenerhalt geschafft wird.“

Die volle Konzentration gelte jetzt der Fortsetzung des Studiums. An seine handballerische Zukunft habe er seit der Entscheidung keinen Gedanken verschwendet. Trainer Alexander Thurm: „Mit Basti verlieren wir einen hervorragenden Rückraumspieler einen Mann der Extraklasse. Er war in dieser Zeit, als ich ihn kennenlernen durfte, ein Vorbild für alle, er besitzt eine tolle Persönlichkeit. Ihn zu ersetzen, ist kaum möglich. Das geht nur, wenn wir diesen Verlust als Mannschaft auffangen können.“

Patrick Lehmann ist derweil längst dabei, die Verluste im Rückraum – auch Luca Flathe ist nicht mehr dabei (Schulterverletzung) – zu kompensieren. „Dafür bespielen wir derzeit alle Kanäle.“

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