„Ich will die restlichen Saisonspiele gewinnen“ News: OHC Iw, Verein, Topnews

Foto (OHC/ Stefan Blumberg): Paul Jordan ist neuer OHC-Frauentrainer.

Paul Jordan ist neuer OHC-Frauentrainer

Die Frauen des Oranienburger HC haben einen neuen Trainer. Paul Jordan coacht die Mannschaft bis zum Saisonende. Bereits am vergangenen Sonntag saß der 32-Jährige auf der Bank und führte sie beim Tabellenzweiten der Oberliga Brandenburg, dem HSV Falkensee 04, zu einem 26:25-Auswärtssieg. Es war keine überragende Leistung seines Teams, „weil wir am Ende den Faden verloren haben, aber unterm Strich zählt der Sieg“, sagte er zu seinem Einstand. „Wir bedanken uns beim bisherigen Trainerteam Mario Müller und Dirk Klasen“, so Oranienburgs Präsident Thomas Stahlberg. „An Bord bleibt Claudia Steudtner, die weiterhin die Rolle als Mannschaftsbetreuerin einnehmen wird.“

Der Kontakt zu Paul Jordan kam zufällig zustande – über OHC-Spielerin Hellen Homburg. Thomas Stahlberg und OHC-Geschäftsführer Martin Siegler sprachen mit dem Trainerkandidaten. Nach einer Probetrainingswoche sagte er schließlich zu. „Ich sehe viel Potenzial in der Mannschaft und glaube, dass sie zu einigem fähig ist. Der Tabellenstand entspricht nicht dem wahren Leistungsvermögen“, so der Berliner über den aktuellen Fünften der Tabelle. Er äußert ein ehrgeiziges Ziel: „Bis zum Saisonende wollen wir alle elf Spiele gewinnen. Das klingt vielleicht etwas hochtrabend, aber ich halte es für realistisch.“ Er habe das Team im Training und in Falkensee kennengelernt. „Deshalb muss ich nicht tiefstapeln.“

Claudia Steudtner, die einzige Konstante im Betreuerstab, sagt, dass die Mannschaft von den ersten Trainingseinheiten angetan war. „Er weiß, wovon er spricht und die Mädels verstehen, was er auf dem Spielfeld sehen will.“

Paul Jordan ist gebürtiger Berliner. Er besuchte bis zum Abitur die Sportschule in Potsdam. Mit dem langjährigen OHC-Rechtsaußen Nils Hase teilte er sich über viele Jahre ein Zimmer. Als A-Jugendlicher hatte er beim 1. VfL Potsdam bereits erste Einsätze im damaligen Drittligateam. Er wechselte als junger Spieler zum OHV Aurich nach Ostfriesland. Dort spielte er sechs Jahre in der 3. Liga und ein Jahr in der Oberliga. Seine Zeit im Norden war von Verletzungen geprägt. So ist ihm gleich dreimal das Kreuzband gerissen, Meniskus-, Knorpel- und Außenbandschäden inklusive. Aus diesen Gründen beendete der einstige Halblinke und Mittelmann seine Laufbahn im Alter von 25 Jahren.

„Ich hatte daran richtig zu knabbern und verabschiedete mich deshalb komplett vom Handball. Das war bis zu dem Zeitpunkt mein Leben“, blickt Paul Jordan zurück. Während seiner langanhaltenden Verletzungen hatte er in Aurich eine Zeitlang die männliche B- und C-Jugend des Vereins betreut – seine ersten Trainererfahrungen. Beim OHC stieg er nach sieben Jahren Auszeit erstmals in den Erwachsenenbereich ein. „Wenn man so mit dem Handball verbunden ist, kann man wohl nie ganz loslassen. Es ist schön, wieder in der Halle zu stehen.“

Der 32-jährige glaubt, dass er als Trainer eine Mischung aus Autorität und Antiautorität darstellt. Er geht diesen ehrenamtlichen Job mit Ehrgeiz und Leidenschaft an. „Als eine Spaßveranstaltung sehe ich das nicht an. Ich erwarte, dass jede Spielerin mit Ernsthaftigkeit ihren Sport betreibt. Die Mädels sollen sich weiterentwickeln und ich möchte mit ihnen Erfolg haben.“

Thomas Stahlberg sieht die Verpflichtung als Glücksfall an. „Mein erster Eindruck ist, dass es zwischen ihm, dem Team und dem Verein matcht. Das Ergebnis in Falkensee lässt aufhorchen. Es ist schön zu sehen, dass er klare Ziele formuliert. Er hat auch ohne Trainerkarriere einen großen Handball-Hintergrund, der der Mannschaft weiterhelfen wird.“ Die Vereinbarung zwischen Verein und Trainer gilt vorerst bis zum Saisonende. Paul Jordan befindet sich mit seinem Studium auf der Zielgeraden für Wirtschaftsingenieurswesen. Es ist noch offen, wie es für ihn beruflich danach weitergeht.

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