|
SERVICE
TERMINE
Mutter aller Schlachten
HANDBALL / Sonnabend Gipfeltreffen zwischen BFC Preußen und OHC
ORANIENBURG/BERLIN Sie werden kämpfen bis zum Umfallen, sie
werden keinen Zentimeter Boden preisgeben, sie werden sich zerfleischen.
Sonnabend ist der Tag, an dem in der Berlin-Brandenburgliga die Weichen in der
Meisterschaftsfrage gestellt werden. Das Gipfeltreffen zwischen dem
Tabellenzweiten BFC Preussen (31:5 Punkte) und dem Spitzenreiter Oranienburger
HC (32:4) elektrisiert die Fans in beiden Städten und zieht die Blicke der
Konkurrenz auf sich.
Bei den Preussen wird das Duell als "Mutter aller Schlachten" angekündigt. "Das
ist natürlich nur symbolisch gemeint", stellt BFC-Handball-Chef Manfred Plötz
klar. "Wir haben mit den Oranienburgern keine Probleme. Lediglich in sportlicher
Hinsicht sind wir Konkurrenten." Die Berliner rühren schon seit Tagen die
Werbetrommel und möchten durch den Kartenvorverkauf das Gedränge an der
Abendkasse (Spielbeginn: 18 Uhr) verhindern. Die Preussen wollen für ihr großes
Ziel, den Aufstieg, alle Kräfte mobilisieren. "Seit sieben Jahren spielen wir in
der BB-Liga, jetzt möchten wir es packen", so Manfred Plötz. Er und seine Mannen
wissen, "dass wir eine sehr gute Ausgangsposition haben, wenn wir dieses Spiel
gewinnen". Denn der BFC hat von den drei Spitzenteams (der HC Neuruppin zählt
noch dazu) das wohl leichteste Restprogramm. Von den Gegnern aus der vorderen
Tabellenhälfte müssen die Preussen lediglich noch gegen die Füchse und gegen
Luckau spielen – jeweils zu Hause.
Holger Winselmann, Trainer des OHC, schätzt die Lage ebenso ein wie die
Berliner: "Wer dieses Spiel gewinnt, hat für den weiteren Saisonverlauf die
besseren Karten. Sollten wir beide Punkte holen, traue ich meiner Mannschaft zu,
dass sie die restlichen Spiele souverän absolviert." Der OHC-Coach setzt
besonders auf die Defensive, die sich in den vergangenen Wochen gefestigt habe.
Sowohl Plötz als auch Winselmann vermuten, dass die Neuruppiner – schon wegen
des schwierigen Restprogramms – nicht die Luft haben werden, um bis zum
Saisonende in den Titelkampf eingreifen zu können.
Die Oranienburger wollen den Liga-Hit zu einem Heimspiel machen und bitten ihre
Fans, sich auf den Weg in den Süden Berlins zu machen. Auf der Internetseite des
Oberhavelvereins heißt es: "Beweisen wir die alte OHC-Stärke: Machen wir das
Auswärtsspiel bei den Preussen zu unserem Heimspiel. Bringt alles mit, was
unsere Jungen stark macht: geölte Stimmen zum Rufen, stark ausgeruhte Hände zum
Klatschen und Tröten zur lautstarken Unterstützung." Als Geschenk gibt es für
Besucher ein OHC-Spiel gratis: Wer beim Heimspiel am 24. März gegen HSW Humboldt
eine Eintrittskarte vom Spiel des OHC bei den Preussen vorlegt, erhält als Dank
für die Auswärtsunterstützung einen freien Eintritt. Die "Mutter aller
Schlachten" beginnt am Sonnabend, 17. März, 18 Uhr, in der Kiriat-Bialik-Sporthalle,
Wedellstraße 57, in Berlin.
Märkische Allgemeine Zeitung
|