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21.05.2010

Freundschaftspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV

Am Freitag, den 28.05.2010, trifft der frischgebackene Drittligist Oranienburger HC in einem freundschaftlichen Vergleich auf den derzeitigen Tabellenzehnten der 2. Bundes-liga Staffel Nord, den Dessau-Roßlauer HV. Dieser Kontakt und das daraus resultierende Spiel, entstand im Rahmen des Wechsels von Alexander Gless aus Dessau, zu un-serem Verein.
Der Eintritt kostet für jeden Zuschauer egal ob groß oder klein, ob Vereinsmitglied oder nicht, einen Euro. Dieses Geld soll unserem Nachwuchs zu Gute kommen.
Mit diesem Spiel verabschiedet sich Thomas Spieckermann als Trainer der Ersten Männermannschaft. Wir werden ihm und seinem Co Ricardo Tourmo offiziell Dank sa-gen für ihr großes und erfolgreiches Engagement für den Verein.
Anpfiff ist um 19:30 Uhr in der MBS-Arena, Andre-Pican-Straße 42. Ein nochmaliges Highlight vor der Sommerpause, bei dem wir uns über Ihren zahlreichen Besuch freuen würden.


Zweitligist zu Gast

Nach dem erfolgreichen Ende der Saison und der Qualifikation für die 3. Liga gibt es für die Handball-Männer des Oranienburger HC noch ein Highlight. Am Freitag, 28. Mai, gastiert um 19.30 Uhr der Zweitliga-Zehnte, Dessau-Roßlauer HV, in der Arena an der Turm-Erlebniscity. Der Eintrittspreis liegt einheitlich bei einem Euro. Die Einnahmen sollen dem OHC-Nachwuchs zugute kommen. Mit diesem Spiel verabschiedeten sich Thomas Spieckermann als Trainer und Ricardo Tourmo als Co-Trainer aus dem ersten OHC-Team.

Presseartikel, Märkische Allgemeine Zeitung 21.05.2010



OHC I – Dessau-Roßlauer HV 22:38 (11:20)

Der Zweitligist hatte kein Erbarmen
Oranienburger HC verliert am Abend das Freundschaftsspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV mit 22:38  

Es war gestern Abend der letzte Auftritt in der Ära des Trainerduos Spieckermann/Tourmo. Die Zuschauer sahen insgesamt 60 Tore.

In der Deutlichkeit hatten die Oranienburger die Niederlage nicht erwartet. „Trotzdem überrascht mich die Höhe nicht“, sagte Alexander Gleß gestern Abend nach dem Spiel. Er hatte eineinhalb Jahre selbst für den Zweitbundesligisten gespielt und bereits im Vorfeld vorausgesagt, dass die Gäste aus diesem Freundschaftsspiel als Sieger hervorgehen werden.

Die Oranienburger waren gehandicapt in die Partie gegangen. Nach der planmäßigen Absage von Torwart Enrico Büchner fiel kurzerhand auch noch der zweite Keeper Gunnar Tredup verletzungsbedingt aus (zudem fehlten Throl, Riedel, Groth, Schröder). So stellte OHC-Trainer Thomas Spieckermann in seiner letzten Partie als verantwortlicher Trainer zwei Torhüter aus der zweiten Mannschaft ins Gehäuse: Benjamin Kroll und Fabian Fuchs.

Nur in der Anfangsphase gestaltete Drittligist Oranienburger HC das Geschehen offen, führte bis zum 3:2 dreimal und war bis zum 6:7 (14. Minute) noch dran. Dann aber spielten die Anhaltiner ihre ganzen Vorteile aus und enteilten; vom 10:7 zum 15:7 und zum 19:11-Pausenstand. Die Oranienburger scheiterten vor allem an Gäste-Keeper Andreas Sprecher, erzielten dabei die so genannten „leichten Tore“ nicht. Er stand allein im Aufgebot – ein zweiter Keeper war nicht nötig. Der 30-Jährige hielt Bälle aus allen Lagen, guckte die Würfe aus dem Rückraum genauso weg wie die von den Außenpositionen, vom Kreis und vor allem vom Siebenmeterpunkt. Insgesamt sieben (!) der zehn Strafwürfe verwandelten die Oranienburger nicht, sodass sogar Erik Pommerening zum Punkt ging. „Einer rief irgendwann, dass ich werfen soll. Das habe ich dann gemacht“, sagte der Rechtsaußen. Er traf zweimal und scheiterte bei dritten Versuch. Auch Kapitän Riccardo Tourmo, der seit Jahren nicht am Siebenmeterpunkt gesehen worden war, scheiterte. Am Ende verhinderte der OHC eine Niederlage mit doppelt so vielen Gegentoren wie selbst geworfenen Toren.
Vor der Partie waren Thomas Spieckermann und Riccardo Tourmo als Interims-Trainerduo verabschiedet worden. Sie waren im November eingesprungen und hatten mit der Mannschaft die „Mission 3. Liga“ erfüllt.

OHC: Kroll, Fuchs – Harnge (4), Stelzig (1), Hinz (1), Gleß (1), Siegler, Pommerening (5/2), Tourmo (1), Fröhlich (3), Klimczak (3), Starke (3/1)

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STIMMEN

Thomas Spieckermann, Trainer OHC: „Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Mich macht das Ergebnis, das wir in der abgelaufenen Saison mit der Qualifikation für die 3. Liga erreicht haben, stolz. Beim heutigen Spiel hat man den Unterschied zwischen der 2.und 3. Liga gesehen. Bei denen geht es viel dynamischer zu, wir konnten uns nicht mehr so straffen. Ärgerlich ist, dass wir allein sieben Siebenmeter nicht verwandeln konnten.“

Erik Pommerening, Spieler OHC: Auch wenn die Niederlage hoch war, hat es Spaß gemacht. Nach dem Spiel waren wir gemeinsam essen.“

Paul Bachmann, Neuverpflichtung des Oranienburger HC: „Es ist Spielpause, da ist die Luft raus. Als Spieler braucht man Phasen, in denen man sich erholen kann. Auf das Ergebnis sollte man gar nicht gucken. Überragend bei Dessau war der Torwart. Mein Bruder und ich erhielten von Preussen die Freigabe und werden jetzt voll einsteigen.“

Robert Lux, Spieler Dessau-Roßlau: „Für uns ist die Reise hierher die Abschlussfahrt. Trotzdem muss man einen gewissen Ernst an den Tag legen, schon wegen der Verletzungsgefahr. Ich denke, wir haben uns Mühe gegeben und wollten den Zuschauern etwas bieten. Wir können uns bei unserem Torwart bedanken. Er hat wirklich super gehalten.“

Alexander Gleß, Spieler OHC: „Bei uns haben viele Sachen nicht geklappt. Sicher: Besser laufen kann es immer, aber gegen so eine Mannschaft ist das schwierig. Ich denke, es war ein faires Spiel. Keiner hat mit Absicht in die Arme des Gegners gegriffen.“

„Kiwi“, einziger und 60 Minuten Fahne schwingender Fan von Dessau-Roßlau: „Ich bin bei jedem Spiel dabei. Freitags ist es natürlich schwierig, zu Auswärtsspielen zu fahren. Aber ich konnte auf der Arbeit früher aufhören.“

Peter Frank, neuer Trainer des Oranienburger HC: „Aus solchen Spielen kann man gar nichts mitnehmen, schon allein deshalb, weil nicht alle Spieler da waren. Eigentlich fiel das Spiel auf einen ungünstigen Zeitpunkt. Zu sehen war, dass einige Spieler nicht auf ihren angestammten Positionen spielten.“

Benjamin Kroll, Torwart OHC, auf die Frage, ob das Spiel eine Belobigung oder eine Strafe war: „Beides. Für die Strafe sprechen 39 Gegentore. Schön ist natürlich, mal gegen eine Mannschaft aus der 2.Bundesliga zu spielen. Ich denke, es war okay.“

Presseartikel, Märkische Allgemeine Zeitung 29.05.2010