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NEWS 17.02.2010
Für die 3. Liga kräftig in die Hände
spucken
Der 10. Platz würde dem Oranienburger HC
reichen – jetzt ist er Zehnter
In einem Vierteljahr sind alle schlauer:
Dann steht fest, ob der Oranienburger HC mit zur neuen 3. Liga gehört oder
nicht.
Für die neue 3.Liga im Handball sind weitere Pflöcke eingeschlagen
worden. Mittlerweile steht der Terminplan für die insgesamt vier Staffeln, die
mit jeweils 16 Teams gefüllt sein werden. Nach dem DHB-Pokal-Auftakt am 21./22.
August wird der 1. Spieltag am 11./12.September angepfiffen, letzter Spieltag
ist der 7.Mai 2011.
Die Männer des Oranienburger HC sind aufgrund des
25:24-Sieges beim Regionalliga-Rivalen Insel Usedom bereits für den DHB-Pokal
qualifiziert. Wenn sie sich einen Platz in der 3. Liga sichern wollen, müssen
sie noch oft in die Hände spucken. In den vergangenen Wochen haben sie das
offensichtlich nicht oft genug getan. In den letzten fünf Spielen gelang der
Mannschaft des Trainergespanns Thomas Spieckermann/Riccardo Tourmo kein Sieg
(allerdings drei Unentschieden). „Wenn ich mir nur die Spielprotokolle ansehe,
glaube ich, dass die Spieler Angst vorm Gewinnen haben“, sagt Staffelleiter
Heinz Zemke (Berlin).
Um die Spieler wieder in die richtige Spur zu
bringen, gab es nach der 30:32-Heimniederlage gegen Kropp-Tetenhusen mehrere
Gespräche– mal leiser, mal lauter. „Die Trainer haben den Spielern keine
Vorhaltungen gemacht, sondern sie auch sagen lassen, worin sie die Ursachen
sehen, dass es momentan nicht so läuft“, sagt Teammanager Michael Freund. Und
dann gab es ja die klare Ansage von Präsident Werner Siegler vor der Mannschaft,
in der er den Spielern deutlich machte, dass für den Verein nur die 3. Liga
zählt.
Um den Sprung dorthin zu schaffen, muss der OHC mindestens Zehnter
werden. Das unterstrich Heinz Zemke jetzt auf MAZ-Nachfrage. „Der 10.Platz
reicht aus. Das ist auch kein Platz, bei dem eine Mannschaft eine mögliche
Relegation befürchten muss. Die ersten zehn Teams kommen in die neue 3. Liga.“
Er kann das deshalb schon so sicher sagen, weil es aus der 2.Bundesliga offenbar
nur einen Absteiger gibt (TSV Altenholz), der aus dem Gebiet des
Nordostdeutschen Handballverbandes kommt.
Der Oranienburger HC steht
zurzeit auf diesem 10.Platz, zwei Punkte vor dem TSV Ellerbek (siehe
nebenstehende Tabelle). Die nächsten Spiele sind für die Oberhavel-Kreisstädter
echte Herausforderungen. Am Sonntag, 21. Februar, gastieren sie beim Sechsten,
SG Flensburg/Handewitt II, am 27. Februar kommt der Zweite, Insel Usedom, nach
Oranienburg. Dann beginnt die dreiwöchige Auswärtstournee: am 6.März beim
Spitzenreiter Füchse Berlin II, am 13. März beim Achten, Bad Doberaner SV, und
am 20. März beim Dritten, HSV Peenetal-Loitz.
Sollten die Oranienburger
den Sprung in die 3. Liga schaffen, müssen sie damit rechnen, mit neuen Gegnern
konfrontiert zu werden. Denn die Einteilung der vier Staffeln (noch sind es
fünf) erfolgt dann in erster Linie nach regionalen Gesichtspunkten. Also ist es
möglich, dass die Mannschaft nicht mehr gen Norden (Usedom, Bad Doberan,
Flensburg, Hamburg) fährt, sondern mehr in die westliche (Aschersleben, Köthen)
oder südliche (Leipzig, Pirna) Region. Wie auch immer: Das Unternehmen 3.Liga
ist kostspielig: Bis zum 1. Juli muss jeder Verein eine Bankbürgschaft in Höhe
von 4000 Euro hinterlegen.
Prozedere der Strukturreform
Die neue 3. Liga des Deutschen
Handballbundes besteht aus vier Staffeln (je 16 Mannschaften). Die Vertreter der
3.Liga gehen aus den Teams der fünf jetzigen Regionalligen, den Aufsteigern aus
den Oberligen und den Absteigern aus den 2.Ligen hervor.
Um in die 3.
Liga zu kommen, müssen die Regionalligateams mindestens Zehnter ihrer jeweiligen
Regionalligastaffel werden.
Die unter der 3. Liga installierte neue Liga
für die hiesige Region heißt Ostsee-Spree-Liga. In ihr werden zehn Mannschaften
aus der jetzigen Oberliga Berlin-Brandenburg und vier Mannschaften aus der
Oberliga Mecklenburg-Vorpommern integriert sein, plus Absteiger aus den
Regionalligen.
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 17.02.2010,
Stefan Blumberg
08.02.2010
Peter Frank ab nächster Saison neuer
Coach „Das hat mich
gepikt“
Peter Frank kommt HANDBALL Oranienburger HC stellt
Trainer für neue Saison vor Er beerbt das Interims- duo Thomas Spiecker- mann
und Riccardo Tourmo beim OHC. Anfang Juni wird er seinen Dienst als Hono-
rartrainer antreten.
Peter Frank ist der Mann, der ab der neuen
Saison Trainer der ersten Männermannschaft des Oranienburger Handball-Clubs
wird. Gestern wurde der 68-Jährige offiziell vorgestellt. „Wir haben nach einem
Handball-Experten gesucht. Es gab einige Bewerbungen von Trainern für diese
Aufgabe, die nicht gepasst haben. Als der Name Peter Frank das erste Mal fiel,
bin ich sofort aus dem Sessel gesprungen und habe gesagt: anrufen den Mann!“ So
erzählte es gestern OHC-Präsident Werner Siegler auf der extra anberaumten
Pressekonferenz.
Peter Frank steht derzeit noch in Diensten des
BB-Ligisten Ludwigsfelder HC, der im Aufstiegskampf gut im Rennen liegt. „Ich
habe dem Verein bereits vorher und der Mannschaft am Sonnabend mitgeteilt, dass
ich zum Saisonende dort aufhören werde“, so der Trainer, der besonders in Berlin
einen Namen als Handball-Fachmann genießt. Er war beim PSV Berlin tätig,
fungierte acht Jahre lang als Nachwuchs-Auswahltrainer, arbeitete in Tempelhof,
sechs Jahre bei den Reinickendorfer Füchsen (unter anderem in der 1. Bundesliga
und im Europapokal), stieg mit den Füchsen in die 2. Bundesliga auf und coachte
vier Jahre lang den jetzigen Regionalliga-Gegner des OHC, BFC Preußen. Daher
kennt er die Oranienburger Mannschaft ziemlich gut.
Der Kontrakt mit dem
Trainerfuchs gilt zunächst für ein Jahr – auch für den Fall, dass der
Oranienburger HC in die neue Spree-Liga absteigt. „Sollte uns das Schicksal
ereilen, würde das neue Ziel sofortiger Wiederaufstieg bedeuten. Denn unser
Verein mit dieser MBS-Arena im Rücken gehört in die 3. Liga“, stellt Werner
Siegler klar.
Er ist immer noch grantig über die verlorenen zwei Punkte
vom Wochenende gegen Kropp (30:32). „Ich werde heute einige klare Worte an die
Mannschaft richten. Wer sich nicht unterordnen möchte, bekommt gern die
Freigabe“, so Werner Siegler.
Peter Frank wird vermutlich vorm Testspiel
gegen Dessau am 28. Mai in Oranienburg („Ablösespiel“ für Alexander Gleß) die
ersten Worte an die Mannschaft richten und in der ersten Juni-Woche das Training
übernehmen.
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 09.02.2010,
Stefan Blumberg
Peter Frank verlässt den Ludwigsfelder HC
Der LHC sucht weiter nach Kontinuität auf der Trainerbank
Die Trainerbank des Ludwigsfelder HC muss in der
kommenden Saison neu besetzt werden: Chefcoach Peter Frank wechselt nach nur
einem Jahr zum Regionalligisten Oranienburger HC.
Jörg Taeger hatte
es schon länger gewusst. „Peter Frank hat mir das schon vor einer ganzen Weile
mitgeteilt“, sagt Taeger, der Manager des Ludwigsfelder HC, „es hat mich
gefreut, dass er so ehrlich mit dem Thema umgegangen ist.“ Das Thema: Frank,
seit Saisonbeginn der Coach des Handball-Oberligisten, ist der Mann, der in der
neuen Saison Trainer der ersten Männermannschaft des Oranienburger
Handball-Clubs wird. Gestern wurde der 68-Jährige offiziell vorgestellt. „Wir
haben nach einem Handball-Experten gesucht. Es gab einige Bewerbungen von
Trainern für diese Aufgabe, die nicht gepasst haben. Als der Name Peter Frank
das erste Mal fiel, bin ich sofort aus dem Sessel gesprungen und habe gesagt:
anrufen den Mann!“ So erzählte es gestern OHC-Präsident Werner Siegler auf der
extra anberaumten Pressekonferenz.
Frank führt derzeit mit dem LHC nach
Minuspunkten das Ranking in der Oberliga Berlin-Brandenburg an, am Freitagabend
könnte er mit einem Sieg beim SC Siemensstadt (Anwurf: 20 Uhr, Sporthalle
Pulvermühle, Goldbeckweg 3, Berlin-Spandau) in die erste Runde des deutschen
Handball-Pokals ziehen. Am Samstagabend, nach dem Sieg gegen den HC Spreewald,
hatte Frank in den Katakomben der Stadtsporthalle das Team von seinem Entschluss
informiert. „Es ist sehr still gewesen in der Kabine“, sagt Marc Thiele, der
Kreisspieler des LHC.
Frank genießt gerade in der Region
Berlin-Brandenburg einen exzellenten Namen als Handball-Fachmann. Er war beim
PSV Berlin tätig, fungierte acht Jahre lang als Nachwuchs-Auswahltrainer,
arbeitete in Tempelhof, sechs Jahre bei den Reinickendorfer Füchsen (unter
anderem in der 1. Bundesliga und im Europapokal), stieg mit den Füchsen in die
2. Bundesliga auf und coachte vier Jahre lang den jetzigen Regionalliga-Gegner
des OHC, BFC Preussen. Daher kennt er den Oranienburger HC ziemlich gut.
„Wir waren total zufrieden mit ihm“, sagt Taeger, „auch ich habe einiges
gelernt, wir haben eigentlich gehofft, dass wir in den nächsten Jahren mit ihm
zusammenarbeiten können, man muss akzeptieren, dass er sich mit dem Wechsel
verbessern kann.“
In der kommenden Woche soll beim LHC über
Nachfolge-Kandidaten gesprochen werden – der Club sucht weiter nach Kontinuität
auf dem Chefposten des Trainerstabes. In der vergangenen Saison trennte sich der
Verein nach wenigen Monaten von Udo Bernhardt, Co-Trainer Sven Muschert übernahm
das Ensemble als Interimscoach bis zum Saisonende. Klar ist: Ludwigsfelde wird
mit Frank die Saison zu Ende spielen.
Der Kontrakt mit dem Trainerfuchs
in Oranienburg gilt zunächst für ein Jahr – auch für den Fall, dass der
Oranienburger HC in die neue Spree-Liga absteigt. „Sollte uns das Schicksal
ereilen, würde das neue Ziel sofortiger Wiederaufstieg bedeuten. Denn unser
Verein mit dieser MBS-Arena im Rücken gehört in die 3. Liga“, stellt Werner
Siegler klar. In der neuen XXL-Liga könnte Frank mit dem OHC auch gegen den LHC
spielen. Wer auf der Bank in Ludwigsfelde sitzen wird, ist noch völlig offen.
„Wir lassen uns da Zeit“, sagt Taeger. In einem Punkt ist man sich einig beim
Ludwigsfelder Club: Die Fußspuren an der Trainerbank werden groß sein.
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 09.02.2010,
Stefan Blumberg und Lars Sittig
Interview
Peter Frank spricht über seinen Wechsel zum OHC
Peter Frank wird den Oberligisten Ludwigsfelder HC verlassen
und in der kommenden Saison die Männermannschaft des Oranienburger HC coachen.
Mit dem Trainer-Routinier unterhielt sich Stefan Blumberg.
MAZ:
Ist es ein Märchen oder ist da etwas dran, dass Sie eigentlich nicht mehr diesen
großen Aufwand betreiben wollten? Peter Frank: Das stimmt.
Es ist der Überzeugungsarbeit von Oranienburgs Teammanager Michael Freund und
Werner Siegler, dem Präsidenten des OHC, zu verdanken, dass ich mich dieser
Herausforderung stelle.
Welche Gründe sprechen für den Wechsel zum OHC?
Frank: Solch ein Umfeld muss man lange suchen; die
Trainingsbedingungen, die Halle, die gut gewachsene Mannschaft, ich kenne fast
alle Spieler. Wenn man die mal gefragt hat, ob sie zu mir kommen möchten – die
wollten nicht. Das hat mich gepikt.
Beim Ludwigsfelder HC, ihrem
aktuellen Verein, sind Sie gut herausgekommen? Frank: Ich
denke schon. Ich habe früh genug Bescheid gesagt, die Vereinbarung verlängert
sich dort nicht. Die Spieler akzeptieren meinen Entschluss. Auch meine Familie,
nachdem ich einen netten Hinweis gegeben hatte, dass ich hier in Oranienburg
arbeiten möchte.
In Oranienburg wurde eher weniger mit einem Co-Trainer
gearbeitet – welches Modell wünschen Sie sich? Frank: Ich
würde gern mit jemandem zusammenarbeiten, den ich einarbeiten kann, der von mir
was lernen möchte und der möglichst aus dem Verein kommt.
Welche Faktoren
beflügeln Sie, ein Traineramt zu übernehmen? Frank: Mir
muss es Spaß machen und ich muss erkennen, dass bei den Spielern etwas ankommt.
Im Training und im Spiel muss es laufen. Danach kann man mit mir über alles
reden.
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 09.02.2010,
Stefan Blumberg
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