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25.01.2010
„Nichts gegen den Aufstieg“
OHC-Frauen weiter in Pole-Position / Interview mit
Heiner Holzbecher
Die
erste Mannschaft des Oranienburger HC hält sich weiter an der Spitze der Frauen-
Brandenburgliga. Mit dem Frauenwart des Vereins, Heiner Holz- becher, sprach
Stefan Blumberg über die Ambitionen des Teams.
MAZ: Die
Frauen haben im Kreisderby in Hennigsdorf Platz 1 verteidigt. Doberlug und
Cottbus liegen mit einem beziehungsweise zwei Punkten zurück. Welchen
Stellenwert hat der 25:20-Erfolg für Sie?
Heiner Holzbecher:
Ich glaube nicht, dass es das Schlüsselspiel für die Meisterschaft war, aber ein
sehr wichtiger Sieg. Ich hatte mir ihn zum Geburtstag gewünscht. Ich halte das
Spiel am 28. Februar beim HC Cottbus für vorentscheidend. Ich behaupte mal: Wenn
wir dort gewinnen, steigen wir auf! Zwei Wochen später geht es nach Doberlug.
Dort werden wir mit einem großen Bus hinfahren, hoffentlich kommen einige
Zuschauer mit.
Wurde das Thema Aufstieg in die Oberliga
Berlin-Brandenburg schon einmal ernsthaft thematisiert?
Holzbecher: So richtig noch nicht, aber ich kenne niemanden im Verein,
der etwas gegen einen Aufstieg hätte. Und von der Mannschaft weiß ich: Keiner
will verlieren. Wir brauchen keinen Bammel vor irgendeiner Mannschaft zu haben,
auch wenn die personelle Decke des Teams recht dünn ist. Das Frauen-Team
bewegte sich jahrelang in der unteren Tabellenhälfte der Brandenburgliga. Wie
kommt der Aufschwung zustande?
Holzbecher: Das hat auf
jeden Fall mit Daniela Filip zu tun, die die Mannschaft im Sommer übernommen
hatte. Es wurden zunächst bis zu sechs Trainingseinheiten in der Woche
angeboten. Es gab einige lange Gesichter. Ich habe den Spielerinnen gesagt: Wenn
ihr am Wochenende etwas mehr Freizeit wollt, braucht ihr bloß aufzusteigen. In
der Oberliga können sie zu sechs Auswärtsspielen mit der S-Bahn fahren. Aber im
Ernst: Der Wille der Mannschaft war von Anfang an da.
Die Punktspiele
sind die eine Sache, die Pokalspiele die andere – hier steht das Team im
Viertelfinale. Was ist hier noch drin?
Holzbecher: Ich
kann mich nicht erinnern, dass ein Frauenteam von uns schon einmal so weit
gekommen ist. Nächster Gegner im Februar ist in eigener Halle der Tabellenletzte
der Oberliga, HSV Falkensee. In Testspielen haben wir da schon gewonnen. Mal
sehen, was diesmal herauskommt.
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 25.01.2010,
Stefan Blumberg
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