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31.12.2009
Rückblick 2009 und Hinrundenfazit
Danke für 2009 und volle Kraft voraus in 2010
Liebe OHC-Mitglieder, liebe Handballfans, herzlich
bedanken wir uns für das tolle Engagement im zu Ende gehenden Jahr. Nur durch
viele Hände und Köpfe ist es möglich, unseren Verein am Laufen zu halten und
immer wieder neue Projekte zu entwickeln.
Für 2010 stehen neue Aufgaben an. Neben der Erreichung der
sportlichen Zielstellungen in der laufenden Saison nimmt die
Schiedsrichtergewinnung einen besonderen Platz ein. Wir brauchen Sportfreunde,
die sich dieser Aufgabe stellen wollen. Nur über die Leistungen der alten "S..."
meckern ist kein Weg. Auch sind immer wieder neue Jugendliche für die
Kampfgerichte auszubilden.Die Stabilisierung der Finanzen und der Hallenzeiten
ist ebenso hoch auf der Prioritätenliste anzusiedeln. Aber gemeinsam schaffen
wir es!!!
Ich wünschen allen ein frohes Fest und ein erfolgreiches
Jahr 2010.
Werner Siegler OHC Präsident
Die Bremsen sind gelöst
HANDBALL Interview mit dem
OHC-Trainergespann Thomas Spieckermann und Riccardo Tourmo / „Die Mannschaft hat
ja das Handballspielen nicht verlernt“ Sie sind der Grund dafür, dass das
Regionalliga- team des Oranienburger HC im Spätherbst den zweiten Frühling
erlebte: Trainer Thomas Spieckermann (37) und Spieler-Co-Trainer Riccardo Tourmo
(34). Seitdem sie die Mannschaft am 2. November von Holger Winselmann übernommen
haben, hagelte es 10:2 Punkte in Folge. Mit den beiden, die das Team bis zum
Saisonende coachen, sprach Stefan Blumberg.
MAZ: Sie haben zu
Ihrem Amtsantritt gesagt, dass nach den 4:12 Punkten bis Ende Oktober bis zum
Ende der Hinrunde ein ausgeglichenes Punktekonto machbar ist. Ein Spiel ist noch
offen, es sind sogar 16:14 Punkte möglich. War da eine kräftige Portion
Zweckoptimismus dabei?
Thomas Spieckermann: Hundertprozentig nicht. Wir
beide waren uns sicher, dass wir das schaffen können, weil wir wissen, was in
der Mannschaft steckt. Die Frage hieß nur: Wie schnell kann das Potenzial
abgerufen werden? Dann kam das Spiel gegen Loitz, aus dem wir sogar einen Punkt
holten.
Also haben Sie es geschafft, innerhalb weniger Tage eine Bremse
zu lösen?
Riccardo Tourmo: Die Jungs hatten ja das Handballspielen nicht
verlernt. Es war offenbar eine gewisse Blockade da, die sie gebremst hat. Wir
haben in der ersten Woche viel mit den Spielern gesprochen und grundlegend
nichts geändert, sondern die Spieler an ihre Stärken erinnert. Die haben sie im
Spiel gegen Loitz gezeigt.
Spieckermann: Und das nur eine Woche nach dem
verlorenen Spiel gegen Bad Doberan, in dem die Mannschaft 45 Minuten auch sehr
gut gespielt hatte, am Ende aber einen deutlichen Vorsprung hergab. Das musste
die Mannschaft ja auch erst einmal verarbeiten.
Tourmo: Wir haben am
Anfang gewisse taktische Zwänge mal weggelassen. Manche waren unzufrieden, dass
sie nicht auf ihrer Lieblingsposition spielen konnten. Deswegen haben wir im
Training lockere Spielformen gewählt und den Jungs vorm ersten Spiel gesagt:
Zeigt, dass ihr Spaß am Spiel habt.
Spieckermann: Man muss auch mal die
Körpersprache beobachten – die ist jetzt ganz anders als vorher. Da hatte man
das Gefühl, dass die Spieler nicht überzeugt waren von dem, was sie können. In
Einzelgesprächen haben wir ihnen aber Mut gemacht. Sie sollen sich was zutrauen.
Und das machen sie wieder.
Weil es im Team dicke Luft gab und die jetzt
raus ist?
Tourmo: Genau. Das hat nichts mit Holger Winselmann zu tun,
das war im Team so. Wenn man es im Training nicht gut miteinander aushält, ist
es am Wochenende bei den Spielen auch so. Aber mittlerweile sind alle befreiter,
vielleicht auch, weil es aufwärts geht.
Wie kommunizieren Sie beide?
Spieckermann: Mit dem Mund.
Okay. Anders gefragt: Wie oft reden Sie
miteinander. Telefonieren Sie oder reichen die Absprachen beim Training?
Tourmo: So oft telefonieren wir nicht, vielleicht etwas mehr als sonst. Beim
Training sprechen wir uns ab. Die wichtigsten Dinge über den nächsten Gegner
klären wir am Anfang der Woche. Ich sehe mir meist Freitag oder Sonnabend ein
Video über den Gegner an. Deshalb bereden wir die letzten Details vorm Spiel.
Unsere taktischen Vorstellungen stimmen fast immer überein. Man muss nicht alles
totquatschen.
Bei den Spielen müssen Entscheidungen getroffen werden. Wer
fällt die?
Spieckermann: In der Regel sprechen wir das auch ab. Klar
kommt es vor, dass mal der und mal der allein sagt, was gemacht wird, da werden
keine stundenlangen Debatten geführt. Aber auch da sind wir uns meistens einig.
Es ist auch zu beobachten, dass sich die Spieler einmischen – auf der Bank,
während der Time-Outs und im Spiel. Ist das so gewollt?
Tourmo: Na klar.
Solche Spieler wie Heiner Throl, Sascha Klimczak oder Tim Fröhlich, der als
Spielmacher seit Wochen einen sehr guten Job macht, sagen was, andere auch. Sie
haben ja ein ganz anderes Feeling als wir da draußen, können Situationen ganz
anders einschätzen.
Spieckermann: In den Time-Outs haben wir fast mehr
damit zu tun, die Jungs zu beruhigen. Die Spieler sind emotional voll dabei und
heiß darauf, weiterzuspielen.
Tourmo: Wir nutzen die Minute oft gar
nicht aus, weil sie wie Schlittenhunde an der Leine ziehen und aufs Spielfeld
zurück wollen.
Spieckermann: Sie haben alle Ahnung vom Handball. Sie
helfen uns, wir helfen ihnen.
Bei 10:2 Punkten in Folge haben Sie alles
richtig gemacht. Dennoch die Frage, warum mit Sascha Starke der beste Torwerfer
der vorigen Saison (136) und der momentan zweitbeste Werfer (56) zuletzt kaum
Einsatzchancen hatte?
Tourmo: In den letzten beiden Spielen haben wir
mit einer Manndeckung gespielt. Da hat Benny Hinz Vorteile gegenüber Sascha. Wir
wissen um Saschas Stärken mit seinem Wurfrepertoire – vor allem von der
Linksaußenposition mit seinem speziellen Armzug.
Spieckermann: Es kommen
Spiele, wo seine Qualitäten gefragt sind.
Tourmo: Ich glaube, dass er
ein kleines Formtief hat. Vielleicht hängt das mit seinen Schulterproblemen
zusammen. Deshalb haben wir uns gesagt, dass wir ihn nicht mit Gewalt reinwerfen
müssen. Dazu ist die Verletzungsgefahr zu groß. Er ist für uns zu wichtig, als
dass wir auf ihn verletzungsbedingt längere Zeit verzichten können und wollen.
Sie bringen immer wieder den Spaß zur Sprache – wie steht es denn um die
Disziplin in der Mannschaft?
Tourmo: Ohne geht es nicht. Wir haben von
ganz oben das Okay, dass wir durchgreifen können. In den sechs Wochen haben wir,
glaube ich, erst zweimal sagen müssen, dass uns was nicht gefällt.
Spieckermann: Man hat es ja beim Spiel in Cottbus gesehen, dass ohne Disziplin
kein Sieg zu holen ist. Nach der deftigen Halbzeitansprache lief es ja.
Tourmo: Mit Disziplin kommt der Erfolg zurück und mit dem Erfolg die Sicherheit.
Das hat man ja vorm Preußenspiel (26:26, d. R.) gesehen. Da sind wir mit ganz
breiter Brust hingefahren.
Spieckermann: Da konntest du hinhören, wo du
wolltest. Jeder hat gesagt, hier geht was. Ich beobachte ohnehin einen Trend,
der zu immer besseren Leistungen geht.
Tourmo: Das Einzige, was momentan
nicht so gut ist, ist die Chancenverwertung.
Spieckermann: Aber wir
erarbeiten uns unsere Tormöglichkeiten.
Das Sportjahr beginnt schon am
2. Januar mit dem NOHV-Pokalspiel. Ihr Team muss zum Liga-Konkurrenten Insel
Usedom. Ist Ihnen der Gegner lieber als zum Beispiel Potsdam II?
Spieckermann: Auf keinen Fall. Potsdam ist viel dichter. Wer will schon am 2.
Januar in Ahlbeck spielen?
Tourmo: Sportlich ist Usedom die
Herausforderung, die wir brauchen. Man kann dort verlieren. Ich hoffe nicht,
dass wir uns eine Klatsche abholen und dann alles das, was wir in den
vergangenen Wochen aufgebaut haben, kaputt gemacht wird. Wir werden sicher auch
mal wieder verlieren.
Wann sehen die Zuschauer den Spieler Riccardo
Tourmo wieder?
Tourmo: Wir betreuen das Team bis zum Saisonende. So
lange werde ich auch nicht spielen – es sei denn, es ist große Not.
Spieckermann: In manchen Situationen wünschte ich mir schon, dass er spielen
würde, um in der Abwehr auszuhelfen.
Tourmo: Über die Abwehr brauchen
wir uns ja keine Sorgen machen.
Wo steht Ihr Team am Saisonende?
Spieckermann: Wenn wir das letzte Hinrundenspiel am 9. Januar zu Hause gegen
Bramstedt gewinnen, haben wir 16:14 Punkte. Dann brauchen wir in der Rückrunde
19 Punkte. Im Vorjahr hatte der Achte 35 Punkte. Wir wollen Achter werden.
Tourmo: Wir landen auf einem der Plätze zwischen 6 und 8.
Presseartikel Märkische Allgemeine
Zeitung, 31.12.2009, Stefan Blumberg
„Hansi“ Laesicke ist der Star 2009
Die MAZ führte das ganze Jahr über Buch: Wer ist die am
häufigsten im Lokalblatt abgedruckte Person? Bei dem etwas anderen
Jahresrückblick kam Erstaunliches heraus. Drei Bürgermeister machen das Rennen.
OBERHAVEL Glückwunsch, Hans-Joachim Laesicke! Oranienburgs
Bürgermeister war im Jahr 2009 der unangefochtene MAZ-Star. Erstmals werteten
wir sämtliche 2009 im Oranienburger MAZ-Lokalteil erschienenen Fotos aus. Und
niemand war so oft zu sehen wie Laesicke: 83-mal, mit der heutigen Ausgabe sogar
84-mal. Kein Wunder: Landesgartenschau, Bürgermeisterwahl und diverse Empfänge.
„Hansi“ war 2009 überall präsent.
Auf Platz zwei – aber mit großem
Abstand – folgt Andreas Schulz, der Bürgermeister von Hennigsdorf. Im Jahr 2009
war er 55-mal auf einem Foto zu sehen. Vielleicht sollte sich Hennigsdorf auch
um eine Laga oder ein ähnliches Event bemühen, dann schafft es auch Schulz mal
auf Platz eins.
Der dritte Platz geht nach Hohen Neuendorf. Stadtchef
Klaus-Dieter Hartung war 46-mal im Blatt zu sehen. Es folgen: Landrat Karl-Heinz
Schröter (40-mal), die Bundestagsabgeordnete Angelika Krüger-Leißner (35),
Glienickes Noch-Bürgermeister Joachim Bienert (31), der Laga-Chef Frank
Oltersdorf (28), Ministerpräsident Matthias Platzeck (24), Landtagsabgeordnete
Gerrit Große (21), Veltens Noch-Stadtchef Heiko Manthey (20) sowie Vize-Landrat
Michael Ney (19).
Die größten MAZ-Sportstars 2009 kommen übrigens
allesamt vom Oranienburger Handballclub (OHC): Tim Fröhlich, Stephan Fuchs,
Sascha Klimczak und Danny Groth schafften es je 17-mal in die MAZ.
Das Rennen um den MAZ-Star geht nun am 2. Januar 2010 in die zweite Runde.
Wer sich wohl dann in den Vordergrund drängelt?
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 31.12.2009,
Robert Tiesler
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