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28.12.2009
Sieger kommen aus Oranienburg
Zehn Mannschaften beim 8. Indoor-Beachhandballturnier Sieben Frauenteams
und drei Männerteams – sie stritten sich gestern um die Siegerpokale. Gegangen
sind sie an zwei Oranienburger Mannschaften.
ORANIENBURG „Weeste, dass ick kaum noch loofen kann?“ Das sagte gestern am
späten Nachmittag eine Spielerin beim Verlassen der Beachhalle in der
Turm-Erlebniscity Oranienburg. Kein Wunder, die Frauen hatten zuvor – inklusive
Pausen – beim Beachhandball sieben Stunden lang den Sand umgepflügt und beim „Indoor-Radio-Mundt-Beachturnier“
um den Pokal gekämpft. Ralf Meider, einer von fünf Schiedsrichtern, brachte es
trotz der Strapazen auf den Punkt: „Es soll Spaß machen!“
Spaß und Erfolg
am besten in Einklang brachte bei den Frauen die Mannschaft des Oranienburger
HC, die in der Brandenburgliga derzeit auf Platz 2 steht. Zum fünften Mal ist
das Team dabei. Am Ende gewann die Mannschaft alle Spiele und nahm verdient vor
den Gästen aus Berlin (Martini Girls) und Dresden (Klotzsche) den Siegerpokal
entgegen. „Schade ist nur, dass diesmal so wenige Mannschaften hier waren“, sagt
Alexandra Meister. Zwar könne sie mit den sieben Frauenteams einigermaßen leben,
„bedauernswert sieht es aber bei den Männern mit drei Mannschaften aus“.
Genau wie sie beklagt Susi Andreß von den Havelnixen (SV Eichstädt) die langen
Pausen, „als ob das Turnier künstlich in die Länge gezogen wird.“ Die Nixen
mussten mit Platz 5 vorlieb nehmen. Das war vor allem dem kleinen Kader
geschuldet. „Wir haben uns mit Verena Welz sogar eine Spielerin ’ausgeborgt’.
Sie spielt in Berlin und wohnt in Bötzow“, sagt Susi Andreß, die vor Anstrengung
ganz schön stöhnte: „Ich bin es nicht mehr gewohnt, so viel zu laufen. Und dann
noch im Sand, 20 Minuten hintereinander, hin und her, puh.“
Etwas flotter
auf den Beinen waren die „Kein-Tor-Küken“, ein Mixteam des Oranienburger HC.
„Sie sind ihrem Namen allerdings nicht gerecht geworden“, stellte Coach Andreas
Schulz klar, „denn sie haben viele Tore geworfen“. Am Ende belegte das Team den
4. Platz. Etwas enttäuscht guckte nach Beendigung ihrer Spiele Kati Gottschalk (Liebenwalder
Sandkatzen) drein. „Wie, Platz 7? Wir wollten doch gar nicht Letzter werden.“
Bei den Sandkatzen spielte übrigens Steffanie Lema Tardio mit. Die 27-Jährige
hatte schon zehn Jahre lang keinen Handball mehr in der Hand, das letzte Mal als
Jugendspielerin. Gestern unterstützte sie die Sandkatzen.
Am anderen Ende
der Tabelle, auf Platz 1, standen bei den Männern die Ladebatschen, eine bunte
Mischung aus Spielern des OHC (A-Jugend, I. Mannschaft, Ex-Spieler) und des PSV
Tegel. Mitzuverdanken hat das Team den Sieg Felix Zierer. Der A-Jugend-Torwart
des OHC wollte gestern eigentlich nur mal vorbeischauen bei dem Turnier. „Dann
haben sie mich gefragt, ob ich mitmachen möchte“, so der Youngster. Die
Ladebatschen gewannen alle vier Spiele gegen den SV Eichstädt und die Zonenboys
(Eberswalde). Brian Groth, Bruder von OHC-Kreisspieler Denny Groth, nahm den
Pokal aus den Händen von Sponsor Werner Mundt entgegen.
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 29.12.2009,
Stefan Blumberg
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