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08.05.2009
„Wir brauchen uns nicht zu verstecken!“
Holger Winselmann, Trainer des Oranienburger HC, über die
Saison seines Männerteams in der Regionalliga, Emotionen und die Zukunft
Eine grandiose Saison liegt hinter den Män- nern des Oranienburger HC. In der
Regionalliga katapultierte sich der Aufsteiger auf Platz 3. Trainer Holger
Winsel- mann (45) äußerte seine Gedanken zu Begriffen, die ihm Stefan Blumberg
zuwarf.
Abstiegsangst: Die
gab es nicht, ich vertraute meiner Mannschaft.
Busfahrten: Die sind
für jede Mannschaft ein Problem, wenn sie länger als drei Stunden dauern. Es ist
ein Nachteil für das reisende Team.
Chemie: Wenn die
nicht weitestgehend gestimmt hätte, wäre die Saison nicht so gelaufen.
Reibungspunkte gibt es immer, aber es war besser als in den Vorjahren.
Durststrecke: Wir
hatten je eine am Anfang und am Ende der Saison. Zum Beginn mussten wir uns erst
reinfinden in die Liga. Der Hänger am Saisonende hatte für mich einen faden
Beigeschmack.
Emotionen: Die können
für die Mannschaft und für mich anstrengend sein. Wenn sie in eine positive
Richtung gelenkt werden, ist das in Ordnung. Mitunter dauern Emotionen mehrere
Tage, nach Niederlagen etwa.
Friedberg (vorheriger
Wohnort und Verein von H. Winselmann): Ich wünsche mir, dass der TSV in der
Regionalliga bleibt. Ich verfolge das. Interessant ist, dass meine Freundin dort
Handballer des TSV unterrichtet.
Gardinenpredigt: Es
ist schwierig, immer die richtigen Worte zu finden; im Training, vor, während
und nach dem Spiel. Ich lege mir meist meine Worte zurecht, oft sage ich aber
was ganz anderes.
Heimspiele: Die sind
angenehm, unsere Heimbilanz kann sich sehen lassen. Wir werden immer sehr gut
unterstützt von den Fans und von den Vereinsmitstreitern bei der ganzen
Organisation bei den Spielen; Vor- und Nachbereitung der Halle, Gastronomie und
vieles mehr.
Interviews: Die
gehören dazu, auch wenn es nicht meine Lieblingsbeschäftigung ist, Interviews zu
geben. In Oranienburg ist die Zusammenarbeit sachlich und gut.
Jugend: In meinem
Team haben sich die Jüngeren wie Erik Pommerening, Sascha Starke oder Robert
Stelzig bestens geschlagen. Ich hoffe für den Verein, dass die Arbeit mit der
eigenen Jugend Früchte trägt.
Kader: Der wurde mit
dem Vorstand ausgewogen zusammengesetzt. Er ist auch klar abgetrennt von der
Zweiten, es gibt keine Vermischungen wie im vorigen Jahr.
Ligastärke: Ich halte
die Regionalliga Nordost für eine interessante und ausgeglichene Liga mit gutem
Niveau. Hinter anderen Regionalligen brauchen wir uns nicht zu verstecken.
Meister: Der VfL
Potsdam wurde verdienter Meister. Wir haben im nächsten Jahr ganz sicher keine
Aufstiegsambitionen. Aber jeder sollte den Ehrgeiz haben, oben mitzuspielen.
Neuzugänge: Da wird
es für die neue Saison wohl eine geben. Da das Team zusammenbleibt, mussten wir
uns in dem Punkt wenige Gedanken machen. Vielleicht ist ja Michael Ziemann noch
einmal ein Thema, wenn er denn will.
Optimismus: Ich
glaube, der zeichnet das Team und meine Person aus. Das zeigte sich in vielen
Spielen, als auch Rückstände umgebogen wurden. Der Verein kann optimistisch
bleiben.
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