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14.03.2009
Springen, flitzen, necken, feixen
Handball Mini-Gruppe des
Oranienburger HC wächst zur Maxi-Gruppe: Ansturm von 60 Kindern
Das Mini-Projekt des OHC geht ab wie eine Rakete. Die
Kinder kommen in Scharen.
Sie springen kreuz und quer, sie spielen fangen, sie flitzen durch die Halle,
sie necken sich. An der Seite gibt es ein gaaaanz wichtiges Gespräch zwischen
einem Vier- und Fünfjährigen, in der Mitte der Halle testet Luca mit Anlauf und
Vollbremsung auf den Knien die Rutschfestigkeit des Hallenbodens. Auf der Bank
sitzt Mutti und hält schon mal die Trinkflasche bereit. Die Mädchen und Jungen
dampfen. Dabei hat das Training noch nicht einmal angefangen. Erst der Pfiff von
Trainer Christian Riedel mit der Trillerpfeife ist für alle OHC-Minis das
Zeichen: Jetzt geht es los!
Diese Bilder wiederholen sich jeden Mittwoch. Dann, wenn Christian Riedel und
Claudia Steudtner mit ihren Helfern die Dompteure spielen. Den Respekt der Vier-
bis Sechsjährigen haben sie. Wenn es losgeht, ist es mucksmäuschenstill.
Schreien muss keiner. Die sportlichen Aufgaben, die die Kinder lösen sollen,
werden mit ruhigem Ton erklärt. Plumpsack – damit fängt es an. 15 Kinder und ein
Erwachsener bilden einen Kreis. Zwei Kreise gibt es. Die Kinder haben schon was
ausgeheckt. In fast jeder zweiten Runde muss der Trainer aufstehen und laufen.
Die Kinder feixen sich eins; auch Lucia-Lilly Dröse, die Jüngste von allen.
Jetzt geht es darum, den weichen Ball durch die Halle zu befördern. „Paul, schön
weit werfen“, ermuntert Christian Riedel. Na gut, zwei Meter sind auch nicht
schlecht. Hannes weiß offenbar, wie es geht und motiviert seinen Mitstreiter:
„Tim, so weit wie möglich. So weit wie mööööglich!“ Das hat geholfen, auch wenn
der Ball gegen das Hinterteil von Jim flog. Alle lachen. Und Tim steht wie
festgewurzelt und staunt über seine Leistung.
Seit Anfang Februar wuseln die Mädchen und Jungen in der Turnhalle der
Havelschule Oranienburg herum. Die mittlerweile 60 jungen Sportler kommen aus
dem Stadtgebiet und vielen Ortsteilen. Sie sollen mit dem Ballsport vertraut
gemacht werden. Diese Altersklasse war beim Oranienburger Handball-Club noch
nicht besetzt. Jetzt schon. Weil der Ansturm so groß ist, wurde die Truppe
geteilt.
Vanessa Kratschek ist das erste Mal da. Sie ist sich kurz vorm Ende ihrer ersten
Übungseinheit sicher: „Die Spiele machen Spaß und die Sachen mit dem Ball auch.
Ich komme auf jeden Fall wieder“, sagt die Sechsjährige. Als Christian Riedel
die einstündige Einheit beendet, quittieren es ihm die Kinder so: „Oh, schade.“
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 14.03.2009, Stefan Blumberg
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