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11.01.2009
UMFRAGE: Stimmen sind gezählt, Sieger stehen fest
Auf Platz 1: Schultze-Berndt,
Kafka, Andreß und OHC
OBERHAVEL - „Sie hat es verdient!“ Das war gestern die
spontane Reaktion von Klaus Rettschlag, dem Vorsitzenden der SG Vehlefanz,
nachdem er vom Sieg von Carmen Schultze-Berndt gehört hatte. Die zwölfjährige
„Sportlerin des Jahres“ sei eine Ausnahmeathletin und trainiere hart. Dabei
bekam sie die Stimmen für ihren „Nebenjob“, dem Laufen. Da ist die in Bärenklau
wohnende Leichtathletin vor allem auf den Mittelstrecken ein Ass. Titel in der
Halle, Titel unter freiem Himmel – Landesrekorde inklusive. Eine Bessere ihres
Fachs gibt es derzeit nicht. Der sportliche Schwerpunkt liegt bei ihr aber auf
dem Schwimmen. Sie besucht die Sportschule in Berlin (Coubertin-Gymnasium). Bei
der Sportlerumfrage lieferte sie sich einen Zweikampf mit der
Nachwuchsschwimmerin Diana Krüger (Stahl Hennigsdorf). Erst auf der Zielgeraden
legte Carmen noch einen Zahn zu und kam mit einem komfortablen Vorsprung ins
Ziel.
Ein alter Bekannter ist der Sieger bei den Sportlern: Michael Kafka, Schwimmer
des Behindertensportvereins Oberhavel. Er gewann das dritte Mal bei der Umfrage
der MAZ; einmal als Trainer, zweimal als Sportler. Diesmal saßen ihm Paralympics-Teilnehmer
Matthias Schmidt (SV electronic Hohen Neuendorf) und Nachwuchsringer Arne
Schneider (Hennigsdorfer RV) lange im Nacken.
Zum vierten Mal auf dem Stimmzettel für die Sportlerumfrage standen die
Handballer des Oranienburger HC. Der Sprung auf den ersten Platz gelang ihnen
noch nie. Diesmal reichte es. Zwar lagen die Handballer von Anfang an gut im
Rennen – allerdings gemeinsam mit den Fußballerinnen von Blau-Weiß Hohen
Neuendorf und den Tischtennisspielern von Blau-Weiß Leegebruch. Gute 100 Punkte
betrug der Vorsprung – die knappste Entscheidung in diesem Jahr.
Am höchsten in der Gunst der MAZ-Leser lag Susanne Andreß, Übungsleiterin beim
SV Eichstädt. Mehr als 800 Punkte Vorsprung besaß sie vor dem Zweitplatzierten
Klaus-Dieter Peter (TTV Fürstenberg).
„Es ist eine Freude zu sehen, dass sich so viele Leute an der Umfrage
beteiligen. Der Sport regt zum Mitmachen an, und die Leute identifizieren sich
mit den Sportlern. Ich glaube, dass es jeder verdient gehabt hätte, am Ende auf
Platz 1 zu stehen“, sagt Thomas Klatt, Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB)
Oberhavel. Die Märkische Allgemeine veranstaltet die Sportlerumfrage gemeinsam
mit dem KSB und mit Unterstützung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse.
Die Ehrung der Sportler des Jahres findet am Freitag, 27. Februar, beim
Sportlerball des Kreissportbundes Oberhavel im Stadtklubhaus Hennigsdorf statt.
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 10.01.2009, Stefan Blumberg
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