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22.11.2008
Die Spitze des Eisbergs
Sportlerehrung gestern Abend in Oranienburg / Mehr als 70
Auszeichnungen / Mindestanforderung: Landesmeister
Wenn es einen Termin für das Treffen geballt auftretender erstklassiger Sportler
gibt – dann ist es die Sportlerehrung im Kreis Oberhavel. Die war gestern Abend
in Oranienburg. Mehr als 70 Sportlerinnen und Sportler, Mannschaften und
Ehrenamtliche wurden im Kreistagssaal ausgezeichnet. Sozusagen die Spitze des
großen Eisbergs im Oberhavelsport. Das sieht auch Landrat Karl-Heinz Schröter
so, der den Spitzensport im Landkreis vom Breitensport getragen sieht. Ob der
vielen erstklassigen Ergebnisse und Leistungen wagte sich Schröter sogar seinen
heimlichen Wunsch auszusprechen: „Vielleicht haben wir ja bei den Olympischen
Spielen 2012 in London sogar einen Athleten aus unserem Kreis dabei. Das wäre
das Gütesiegel für den Sport hier!“
Dabei gab es schon in diesem Jahr einen Teilnehmer an den „Spielen“ in Peking:
Matthias Schmidt aus Borgsdorf. Der blinde Sprinter war Mitglied der deutschen
Nationalmannschaft bei den Paralympics. Er wurde gestern – nach dem Motto das
Beste zum Schluss – als Letzter geehrt. Und er erhielt den längsten Applaus.
Sowohl der Landrat als auch Kreissportbund-Vorsitzender Thomas Klatt waren sich
einig, dass dem Nachwuchs ein großer Platz für Förderung eingeräumt werden
müsse. KSB-Mitarbeiter Matthias Senger und KSB-Vize Bianca Rippchen, die mit
Klatt durch den Abend moderierte, hielten sich daran, indem sie ihren im August
geborenen Sohn Franc 14 Tage später beim FC 98 Hennigsdorf anmeldeten. „Er ist
für alle Freundschaftsspiele spielberechtigt“, merkte Thomas Klatt an.
Dass Manuel Büch vom Judo-Club Samura Oranienburg Landesmeister ist, wurde
verlesen. Auf die Frage, welche Platzierung er bei der norddeutschen
Meisterschaft erkämpfte, antwortete er trocken: „Na den 1. Platz!“ Der
inzwischen 80-jährige Karl-Heinz Leue, immer noch großartiger Leichtathlet,
konnte den jungen Sportlern keinen rechten Tipp geben, wie man so lange fit
bleibt. „Das weiß ich selbst nicht.“ Aber immer in Bewegung bleiben, ist seine
Vermutung.
Leichtathlet Reinhardt Engert und Schwimmer Herbert Lange (beide Stahl
Hennigsdorf) hatten gemeinsam mit dem Leichtathleten Carlo Paech (SV electronic
Hohen Neuendorf) wohl die längsten Erfolgslisten. Bei Weltmeisterschaften,
Europameisterschaften oder Deutschen Meisterschaften errangen sie Erfolge,
führen Bestenlisten an. „Geht das ohne Doping?“, fragte Thomas Klatt Richtung
Herbert Lange. „Na sicher, ich starte doch nicht bei Olympia!“ Ihren Spaß hatten
die Veltener Mini-Fußballer. Erst fanden sie es toll, ihren Saft aus Sektgläsern
zu trinken. Dann durften sie sich auf den Ruderergometern schaffen. Niklas
Zippel und Justin Henning waren am schnellsten.
Richtig gut waren im Vorjahr auch die Fußballfrauen von Blau-Weiß Hohen
Neuendorf, die Bogenschützen des BSC Hohen Neuendorf und die Mitglieder der DLRG
Hennigsdorf, die mit Ehrenpokalen vom Landratsamt geehrt wurden und dafür auch
noch mit 250 Euro belohnt.
Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, Stefan Blumberg, 22.11.2008
Und auch der OHC wurde geehrt.
Anlass war der Pokalsieg und die Landesmeisterschaft 2008. Dabei waren Michael
Freund, Robert Stelzig, Mike Schröder und Kapitän Riccardo Tourmo. Für das Foto
danken wir Stefan Blumberg).

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