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13.10.2008
„Jetzt geht es erst los!“
Zuversicht beim Oranienburger HC nach
Auswärtspunkt
Die ersten dicken Brocken haben die
Männer des OHC hinter sich. Jetzt kommen Kontrahenten, gegen die gepunktet
werden muss.
BAD DOBERAN| Vier Spieltage, nur ein Punkt – die Kritiker kamen ganz schnell aus
ihren Ecken gekrochen und argwöhnten: Der OHC bekommt in der Regionalliga mal
wieder nichts gebacken. Wie immer: zu stark für die Oberliga, zu schwach für die
Regionalliga. Doch wer sich ein bisschen mit der Regionalliga auskennt, weiß,
dass die Oranienburger ein so schweres Auftaktprogramm hatten wie kein anderes
Team. Sie haben gegen den Tabellenführer VfL Potsdam (17:31), gegen den Zweiten
BFC Preussen (20:32), gegen den Fünften TSV Tarp-Wanderup (26:26) und gegen den
Sechsten Insel Usedom (23:28) gespielt. Ganz offensichtlich werden sich diese
Teams auch dort oben einpegeln. Die Bad Doberaner, bislang Tabellendritter mit
8:0 Punkten, spielten zu Beginn nur gegen Kellerkinder und wissen, dass es für
sie in dieser Saison nur gegen den Abstieg gehen wird. Sie freuten sich über den
gewonnenen Punkt gegen einen starken OHC.
„Wir haben gut gespielt“, sagte OHC-Linkshänder Heiner Throl nach dem Spiel und
gewann dem unglücklichen Unentschieden – der letzte Gegentreffer fiel acht
Sekunden vor Schluss – noch etwas Positives ab. „Ein Auswärtspunkt“, meinte er
lakonisch. Tim Fröhlich war nicht nur über den Punktverlust unglücklich, sondern
auch mit den „neun Gegenspielern“. Die Kleinigkeiten bei den Entscheidungen der
Schiedsrichter hätten den Ausschlag gegeben über die Punkteteilung. „Bei uns
wird gepfiffen, wenn einer durch den Kreis läuft, bei denen nicht. Bei uns
werden Schritte gepfiffen, bei denen nicht. Bei uns wird ein Stürmerfoul
gepfiffen, bei denen nicht“, so der 24-Jährige.
Mental eingestimmt auf die Begegnung in Bad Doberan hatten sich die OHCer vor
allem mit zwei Dingen. Am Donnerstag saß das Team noch einmal zusammen. Auch
Kapitän Riccardo Tourmo schwor das Team dort auf das Spiel ein. Und auf der
Busfahrt nach Bad Doberan holte Trainer Holger Winselmann einen Film aus der
Tasche, in dem es um den Erfolg einer Mannschaft ging – wenn sie zusammenhält.
„Ich glaube, mit diesem Geist sind wir auch aufgetreten“, sagte OHC-Torwart
Gunnar Tredup.
Von der bisherigen Punktausbeute hat sich im OHC-Lager noch niemand nervös
machen lassen. „Wir können die Lage doch einschätzen. Gegen die starken
Mannschaften, gegen die wir bisher gespielt haben, wird es schwer, Punkte zu
holen. Jetzt kommen die schwächeren Teams“, so Torwart Gunnar Tredup. „Für uns
geht es doch jetzt erst los!“ Und Heiner Throl legt noch einen nach: „Aus den
nächsten beiden Spielen gegen Cottbus und Norderstedt holen wir vier Punkte!“
Zitate aus „Glücksbericht“ des Bad Doberaner SV
Mit viel Glück ergatterten die DSV-Handballer gegen den Aufsteiger Oranienburger
HC einen Zähler. Die Überschrift des Artikels in der Ostseezeitung: „Einen Punkt
ins Ziel gerettet!“
Im Angriffsspiel hakte es beim Gastgeber gewaltig.
Der erste Bad Doberaner Feldtreffer fiel erst nach elf Minuten.
Nach dem Spielverlauf müssen die Doberaner mit diesem Punkt zufrieden sein.
Insgesamt zeigten die Doberaner ihre bislang schwächste Saisonleistung.
Presseartikel Märkische Allgemeine, Stefan
Blumberg, 13.10.2008
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