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HANDBALL / Landespokalfinale
Zwei Spiele OHC gegen OHC
„Pokalsieger der Herzen“ - Der etwas andere Vorbericht
„Dieser
Weg wird kein leichter sein...“
Was für ein Text und dann
noch dieser überaus mitreißende Rhythmus. Erinnerungen an die
Fußball-Weltmeisterschaft werden laut. Ein tolles Abschneiden unserer Kicker und
am Ende Platz drei – Deutschland ein Sommermärchen.
Wir Handballer haben dies bei
unserer Heim-WM noch getopt. Das Team von Bundestrainer Heiner Brand gewann den
Titel und sorgte für Stimmung in allen Hallen. Der Weg war kein leichter, doch
„Wenn nicht wir, wer dann, Wenn nicht jetzt, wann dann? Was die
Großen uns vorgemacht haben, ist uns bis heute zumindest in einem Wettbewerb
auch gelungen. Dort ist der Funke auf uns übergesprungen.
Keiner hätte gedacht, dass
Schwarzer und Co eine solche Euphorie entfachen und Weltmeister werden kann. In
jüngster Vergangenheit wurde immer wieder die Meinung laut, dass Handball im
übertriebenen Sinne fast eine Individualsportart zu werden droht. Die Spielweise
einiger vermeintlicher WM- Favoriten wie Spanien, Kroatien und auch Frankreich
hätte bei entsprechendem Erfolg dieser Tendenz fast Recht gegeben. Was musste
die deutsche Mannschaft nicht alles an verletzungsbedingten Ausfällen verkraften
und kompensieren. Es hat sich aber gezeigt, dass ein Team mit großem
Siegeswillen, aufopferungsvoller Deckungsarbeit, hoher taktischer Disziplin
Vieles wegstecken kann und Reservisten plötzlich explodieren und über sich
hinaus wachsen. Das Ergebnis spricht für sich und beweist eindeutig, dass
Handball doch eine Mannschaftssportart ist.
Immer dann, wenn auch wir als
„OHC-Zweite“ an diese Tugenden angeknüpft haben, waren wir erfolgreich. Dies
gilt insbesondere für den Landespokalwettbewerb 2006/07.
Es gab leichtere und auch schwerere Spiele; alle haben wir nur deshalb
gewonnen, weil wir als Team stark waren und an einem Strang gezogen haben. Wir
sind an unseren Aufgaben gewachsen. Spätestens seit dem Pokalsieg in Milow
werden sich unsere künftigen Gegner wahrscheinlich gedacht haben: „Dieser Weg
wird kein leichter sein…“ Diese bittere Erfahrung musste insbesondere das
Spitzenteam aus Neuruppin sammeln. Es verlor die Begegnung in Oranienburg – ein
Gefühl was dem HCN durchaus schon bekannt ist. Wie soll es dann nur nächste
Woche gegen die „Erste“ klappen? Auf jeden Fall weiß jetzt jeder, dass der OHC
nicht nur eine Männermannschaft hat, die
Handball spielen kann.
Natürlich gibt es aus rein
sportlicher Sicht interessantere Spiele als ein vereinsinternes
Landespokalfinale zwischen den beiden Teams. Ein Novum ist es allemal, und warum
sollte es nicht auch ein bisschen spannend werden.
Viel wichtiger ist aber, dass
es ein schönes Handballfest wird und alle Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Die
„Zweite“ wird ihren Beitrag sicherlich dazu leisten. Es steht die am Anfang des
Wettbewerbs zunächst nur etwas launige Aussage der Mannschaft: „Der Pokalsieg
führt nur über uns!“ Und „Pokalsieger der Herzen“ ist die „Zweite“ ja sowieso
schon, denn kein anderes Team konnte im Pokalwettbewerb sechs Siege einfahren –
egal was noch kommt.
Letztendlich gilt „Wenn nicht
wir, wer dann? Wenn nicht jetzt, wann dann?“, ja bereits als erfüllt.
Pokalsieger ist auf jeden Fall der OHC.
Gerhard Wartenberg
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