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HANDBALL / Landespokalfinale
Zwei Spiele OHC gegen OHC


ORANIENBURG "Das hat es meines Wissens noch nicht gegeben", sagt Hartmut Paul, Chef für die Pokalspiele im Land Brandenburg. Zwei Mannschaften eines Vereins bestreiten das Finale im Landespokal, der Oranienburger HC I (Berlin-Brandenburgliga) und der Oranienburger HC II (Brandenburgliga). "Das ist ein Ding", freut sich der Präsident des OHC, Werner Siegler, über dieses Kunststück der beiden Teams. Sie müssen laut Terminplanung des Handballverbandes Brandenburg zweimal gegeneinander antreten; am 29. April und am 1. Mai. "So steht es in der Ausschreibung eindeutig drin", weiß Hartmut Paul. Ob bei der Konstellation tatsächlich zwei Spiele nötig sind, mochte er nicht beurteilen. Fakt ist zumindest, dass es durch die vereinsinterne Begegnung keinen Heimvorteil oder Auswärtsnachteil gibt.

Werner Siegler hat gestern auch schon mit dem Verband gesprochen. "Die halten an den gültigen Regelungen fest und wollen leider die beiden Spiele haben", bedauert er. "Denn es wird nicht leicht sein, die Zuschauer innerhalb weniger Tage zu diesem Spiel zu locken", ahnt Siegler. Vorsichtig drückt sich Hartmut Paul aus: "Der sportliche Wert dieses Finales ist natürlich nicht besonders hoch."

Zumindest sieht Bengt Steudtner, Rückraumspieler des OHC II, vor den Endspielen eine klare Rollenverteilung: "Die Erste ist natürlich klarer Favorit." Bengt Steudtner war eine der tragenden Säulen beim 34:30-Sensationssieg der Zweiten gegen Neuruppin. Und das bei seinem Comeback nach elfwöchiger Verletzungspause (im Drittrundenpokalspiel gegen Luckau). "Ich stand erst wieder zwei Wochen im Training und wollte bei diesem Spiel dabei sein", sagt der 33-Jährige, der fast 45 Minuten auf dem Parkett stand und acht Tore erzielte; aus dem Rückraum und mit Kontern. Eines ist dem Spielmacher in der Partie besonders aufgefallen: "Ich spiele schon seit einigen Jahren Handball, aber gegen so eine überhebliche Mannschaft habe ich noch nicht gespielt, das war unter aller Kanone, was die Spieler so abgelassen haben." Dazu zählt auch der Ausschluss gegenüber ihrem Spieler Norman Ermling nach einer Tätlichkeit gegen Mike Schröder.

Trotz aller Emotionen zieht Bengt Steudtner sein Fazit unter die bisherige Pokalsaison mit den Sensationssiegen gegen die höherklassigen Teams aus Luckau (32:26) und Neuruppin: "Wir sind verdient ins Endspiel eingezogen!"

Märkische Allgemeine Zeitung