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30.08.2011

 Das ganz große Los zogen diesmal andere. In der 2. Runde des DHB-Pokals wartet auf Handball-Drittligist OHC am 21. September aber immerhin ein Traditionsverein – Zweit-Bundesligist TUSEM Essen. Das ergab die Auslosung am Dienstag in München.
Die Oranienburger hatten mit einem 28:25-Sieg gegen Bundesliga-Absteiger ASV Hamm-Westfalen in der ersten Runde für eine mittelschwere Sensation gesorgt.

„Nach dieser tollen Leistung hatte ich mir für die Mannschaft eigentlich einen Erstligisten gewünscht“, sagte Clubpräsident Thomas Stahlberg am Abend in einer ersten Reaktion. „Essen war zwar nicht mein Wunschgegner, aber die Mannschaft hat immerhin einen klangvollen Namen.“

In der vergangenen Saison hatte der OHC mit dem HSV Hamburg noch das absolute Traumlos gezogen. Nun also TUSEM Essen: Der Club spielte bis zur Saison 2005/2006 ununterbrochen in der Bundesliga. Nach den Insolvenzen und Zwangsabstiegen 2006 und 2008 gelang den Essenern zuletzt die Qualifikation für die eingleisige 2. Liga.

In der ersten Pokalrunde hatte die Mannschaft von Trainer Maik Handschke bei West-Drittligist HSG Varel keine Probleme und gewann mit 30:19. Auch in der Ruhrmetropole hatten die Verantwortlichen jetzt auf ein großes Los und vor allem ein Heimspiel für die zweite Runde gehofft. Stattdessen zog Kober das Gastspiel beim OHC – für Stephan Krebietke von der sportlichen Leitung kein Wunschgegner: „Oranienburg hat in der letzten Runde bewiesen, dass man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Erschwerend hinzu kommt natürlich auch die lange Anreise nach Brandenburg“, hieß es am Abend auf der Essener Homepage.

Zufrieden hingegen zeigte sich OHC-Coach Jens Deffke. „Das ist doch ein schönes Los, von Kiel oder Hamburg konnte man ja nicht ausgehen“, so Deffke, für den ohnehin ein guter Start in die Saison am Sonnabend gegen den VfL Fredenbeck Priorität hat.
Auch OHC-Kapitän Tim Fröhlich kann mit TUSEM Essen gut leben. Der 26-Jährige schätzt den Gegner nicht als unschlagbar ein. „Vielleicht landen wir ja die nächste Überraschung.“


Presseartikel, Oranienburger Generalanzeiger, 30.08.2011