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27.08.2011

OHC schmeißt ASV Hamm-Westfalen aus dem Pokal


Gleich im ersten Saisonspiel gelang dem Oranienburger HC eine faustdicke Überraschung. IM DHB-Pokal besiegten die Oranienburger Bundesliga-Absteiger ASV Hamm-Westfalen mit 28:25.


Presseartikel, Oranienburger Generalanzeiger, 27.08.2011


 

Oranienburger HC – ASV Hamm-Westfalen 28:25 (14:15)



Ungläubiges Kopfschütteln bei den Zuschauern, gelöstes Lachen in den meisten Gesichtern und Jubelgesänge bei den OHC-Spielern. Jaaaaaaaa, der Drittligist hat den Bundesliga-Absteiger aus dem DHB-Pokal gekickt. Die Oranienburger hatten 60 Minuten lang tollen Handball demonstriert und, wie OHC-Trainer Jens Deffke sachlich feststellte, „verdient gewonnen“.

Das Hammer Team begann erwartet stark, spielte schnell und präzise, nutzte fast jede Lücke und bestrafte die Ballverluste des OHC im Angriff mit Toren. Die Gäste führten 1:0, 3:2, 5:3, 9:6 und 11:8. Schon da merkten sie, dass der Gastgeber mit Enrico Hein einen Torwart zwischen den Pfosten hatte, mit dem nicht zu spaßen war. Er parierte den ersten Siebenmeter beim 0:0 und luchste dem ASV immer wieder Bälle ab, die an einem normalen Tag wohl reingegangen wären. Im Angriff übernahmen Max und Paul Bachmann das Heft des Handelns, trauten sich, immer wieder aufs Tor zu werfen. Mit Erfolg. Von den ersten acht OHC-Treffern gingen sechs auf ihre Kappe. „Na ja, in der ersten Halbzeit habe ich ganz gut getroffen“, meint Max Bachmann, der im gesamten Spiel sieben Tore erzielte, bescheiden. Gegen Ende der ersten Hälfte sprang den Brüdern Rechtsaußen Christian Riedel zur Seite. Trotzdem drohten die Gäste, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. 13:9 lagen sie vorn. „Da waren wir in Überzahl. Statt den Vorsprung auszubauen, treffen die Oranienburger zweimal“, monierte Spielertrainer Maik Machulla. Jens Deffke beobachtete Ähnliches. „Wichtig war, dass wir drangeblieben sind.“

Der 14:15-Pausenrückstand versetzte die Zuschauer in Erstaunen, aber es kam noch besser. Neuzugang Christian Ramm, der ein fabelhaftes Pflichtspiel-Debüt gab und sieben Tore erzielte, sorgte mit dem 17:16 für die erste OHC-Führung. Hamm war nicht in der Lage, dem Spiel eine Wende zu geben. Zwar ging der hohe Favorit noch mehrmals in Führung (20:18, 21:20, 24:23). Doch die gesamte Oranienburger Mannschaft biss sich fest am Gegner wie ein Terrier an einem Hosenbein. Allen voran marschierte Enrico Hein. Es könnte fast das Spiel seines Lebens gewesen sein. Er wehrte weit mehr als 20 Bälle ab, davon zehn, bei denen die Hammer am Kreis frei durch waren. Paul Bachmann: „Enrico war mit Abstand bester Mann des Spiels.“ Da seine Teamkollegen die Ruhe bewahrten, sprang in der spärlich besetzten Halle (zirka 250 Zuschauer) gab es eine mittelschwere Sensation. OHC-Teammanager Michael Freund: „Das Spiel hätte 1000 Zuschauer verdient gehabt!“ (Von Stefan Blumberg)

Presseartikel, Märkische Allgemeine Zeitung, 29.08.2011, Stefan Blumberg