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13.08.2011
Mit einem Sieg Dritter 3. MBS-Männer-Cup Post Schwerin Erster vor
Elbflorenz und OHC
ORANIENBURG - Erwartungsgemäß gewann Zweitbundesligist Post Schwerin den 3.
MBS-Männer-Cup. Die Mannschaft entschied alle vier Spiele für sich; allerdings
nicht in der souveränen Manier, die erwartet worden war. „Die heben sich nicht
von den anderen Mannschaften ab. In der 2. Liga werden sie es schwer haben“,
meinte Oranienburgs Rechtsaußen Christian Riedel. Das deutlichste Ergebnis der
Schweriner war das 20:16 gegen den HC Elbflorenz, der von Ex-OHC-Trainer Holger
Winselmann betreut wird und in der neuen Saison mit einem Auge auf den Aufstieg
in die dritte Liga schielt.
Gastgeber Oranienburger HC hievte sich auf
den letzten Pfiff – mit dem einzigen Sieg im letzten Turnierspiel – auf den 3.
Turnierrang. Die Mannschaft bot wechselhafte Leistungen. Im Auftaktspiel wehrte
sie sich gegen die Schweriner richtig, musste sich aufgrund einer verpatzten
Anfangsphase am Ende mit 16:17 geschlagen geben. Christian Ramm und Christian
Riedel erzielten je vier Tore für den OHC, Henning von Oesen traf in der
Schlusssekunde den Pfosten. Pech. Weniger erquicklich war die Partie gegen
Elbflorenz. Ständig lief die Mannschaft einem Rückstand hinterher (4:8, 14:18),
am Ende hieß es 18:19. Kreisläufer Bengt Bornhorn erzielte fünf Tore. Ähnlich
war der Spielverlauf in der Partie mit dem künftigen Ligakonkurrenten SC
Magdeburg II. Der anfängliche Vorsprung (3:1, 6:5) wurde hergegeben (6:9, 13:16,
20:21). Kurz vorm Ende lag der OHC aber in Front (23:22), kassierte jedoch
sieben Sekunden vorm Ende per Strafwurf noch den Ausgleichstreffer.
Balsam auf die Seele der OHC-Spieler und deren Fans – es kamen diesmal nur etwa
100 Zuschauer in die Halle – war die letzte Partie gegen den SV Bernburg (3.
Liga Ost), den die Oranienburger bereits vor Wochenfrist in einem Test
geschlagen hatten. Der Ball lief flott durch die eigenen Reihen. Die beiden
Linkshänder Erik Pommerening und Robert Kählke trafen nach Belieben, Torwart
Enrico Hein parierte prächtig. Somit stand ein 22:17- Sieg auf der Anzeigetafel.
Damit belegten die Einheimischen den 3. Platz – hinter Schwerin und der
Dresdner Winselmann-Truppe vom HC Elbflorenz. Dank des besseren Torverhältnisses
ließ der OHC den SCM II hinter sich. Bernburg wurde Letzter. „Mein Team hat sich
gut präsentiert. Ich glaube, da kann man eine gewisse Grundstruktur erkennen“,
meinte der frühere Oranienburger Trainer Holger Winselmann (2005 bis 2009) mit
einem zufriedenen Augenzwinkern.
Dass die Schweriner zu Recht gewannen,
meinte OHC-Coach Jens Deffke: „Sie haben in allen Spielen immer geführt,
gestalteten ihre Begegnungen souverän und spielten am schnellsten.“ (Von Stefan
Blumberg)

Märkische Allgemeine Zeitung, 15.08.2011, Stefan
Blumberg
„Nicht alles umgesetzt“
Interview mit OHC-Rechtsaußen Robert Kählke Robert
Kählke spielt seit einem halben Jahr beim Oranienburger HC. Mit dem
Junioren-Europameister sprach Stefan Blumberg.
MAZ:
Ihre Mannschaft verlor die ersten beiden Spiele mit je einem Tor und kam dann zu
einem Unentschieden. War das Team da gefrustet?
Robert Kählke:
Ein bisschen. Vor allem, weil wir nicht das umsetzen konnten, was wir uns
vorgenommen hatten. Die Niederlage gegen Elbflorenz hätte nicht sein müssen.
Allerdings darf man nicht vergessen, dass die anderen Mannschaften nicht
schlecht waren.
Was lief gegen Elbflorenz nicht?
Kählke: Fast alles. In der Abwehr kamen wir nicht klar. Wir
haben denen zu viele Räume gelassen, standen nicht gut.
Drei
Partien ohne Sieg – was hat der Trainer vorm letzten Spiel gegen Bernburg
gesagt?
Kählke: Wir sollten das spielen, was
wir können. Nach dem 23:23 gegen Magdeburg standen wir kurz vor dem ersten
Erfolg, der sollte gegen Bernburg folgen. Die Abwehr stand, im Angriff lief es
gut. Was wir da gezeigt haben – da wollen wir hinkommen. Wir sind natürlich
immer noch beim Experimentieren.
Wie geht es in der Vorbereitung
jetzt weiter?
Kählke: Wir haben noch
Testspiele und nächste Woche das Trainingslager. In zwei Wochen steht das
Pokalspiel gegen Hamm an. Vielleicht können wir da ja ein Ausrufungszeichen
setzen.
Wie würden Sie Ihre Leistung im Turnier bewerten?
Kählke: Als Mannschaft hatten wir nicht unseren
besten Tag. Aber wir haben uns zusammengerauft. Meine eigene Leistung ist immer
verbesserungswürdig.
Märkische Allgemeine
Zeitung, 15.08.2011, Stefan Blumberg
„Turnier hätte mehr Zuspruch verdient“
Christian Prokop, Trainer Post Schwerin: Schön, dass wir
gewonnen haben. Vor allem tat es unserem Selbstbewusstsein gut, denn wir haben
in der Vorbereitung nicht so toll gespielt, auch gegen Drittligisten verloren.
Es gibt Dinge, die zu verbessern sind und weshalb man sich manchmal die Haare
rauft. Das Turnier ist klasse; von der Organisation, vom Ablauf, von der
Freundlichkeit der Gastgeber. Es hätte mehr Zuschauerzuspruch verdient gehabt.
Holger Winselmann, Trainer HC Elbflorenz: Es war ein
richtig gutes Turnier, die Organisation stimmte, es ging fair zu. Sportlich
bewegten wir uns alle auf einem guten Level. Von der Leistung meiner Mannschaft
bin ich positiv überrascht. Wir haben fünf Neuzugänge und bisher noch kein
Testspiel absolviert. Das Spiel gegen den OHC war für mich als ehemaligen
OHC-Trainer nichts Besonderes. Ich habe mich auch nicht heimlich über den
knappen Sieg gefreut.
Jens Deffke, Trainer Oranienburger HC:
Unser Abschneiden ist okay, wir befinden uns nach wie vor in der Vorbereitung.
Klar, wir haben die ersten beiden Spiele mit je einem Tor verloren, das ist
schade, denn gewinnen will man ja. Im Turnierverlauf haben wir uns gesteigert.
Ein kleiner Ausreißer war die 18:19-Niederlage gegen den HC Elbflorenz. Aber die
Dresdner haben auch ein gutes Team zusammen. Meine Erkenntnis nach dem Turnier
ist: Die Neuen passen in die Mannschaft, die Abstimmungsschwierigkeiten
beseitigen wir. Das ist nur eine Frage der Zeit.
Dirk Pauling,
Trainer SC Magdeburg II: Das ABSChneiden hatte nicht die oberste
Priorität. Es ging darum, Spielpraxis zu sammeln. Das Teilnehmerfeld war
perfekt; ein höherklassiges Team, zwei Mannschaften, die wie wir in der 3. Liga
spielen, dazu mit dem OHC ein direkter Ligakonkurrent und mit dem HC Elbflorenz
eine Mannschaft der 4. Liga. Der Tag war für die Jungs anstrengend, aber das ist
in Ordnung. Für mich war es ein Superturnier, die Idee mit dem Essen finde ich
sehr gut, die Halle ist toll.
Michael Freund, Geschäftsführer
OHC: Ich bin sehr zufrieden mit dem Turnier. Es war eine Steigerung zur
Auflage 2010. Die Bernburger, die kurzfristig dazukamen, bereicherten den Cup.
Die Mitarbeiter des Turms haben das Drumherum bestens organisiert, wir konnten
uns da wie immer auf sie verlassen. Überhaupt gilt allen Helfern ein herzlicher
Dank. Ich habe mich auch sehr über die Teilnahme vom HC Elbflorenz gefreut und
natürlich auf die Rückkehr von Holger Winselmann.
Märkische Allgemeine Zeitung, 15.08.2011, Stefan Blumberg
Post Schwerin gewinnt Turnier in Oranienburg
Schwerin (dpa/mv) - Handball-Zweitligist SV Post Schwerin hat am Samstag ein
Turnier in Oranienburg ungeschlagen als Sieger beendet. Das Team von Trainer
Christian Prokop bezwang dabei Gastgeber Oranienburger HC (17:16), den SC
Magdeburg II (21:18), den HC Elbflorenz Dresden (20:16) und den SV Anhalt
Bernburg (18:16). «Nach einer langen und intensiven Woche hatten wir in
Oranienburg einen erfolgreichen sportlichen Abschluss. Mit unserer aggressiven
und offensiven Abwehrarbeit war ich weitgehend zufrieden», sagte Prokop.
Allerdings kamen die Schweriner nicht ganz problemlos durch das Turnier, dessen
Partien mit verkürzter Spielzeit ausgetragen wurden. In Jakub Vanek
(Handverletzung) und Johannes Prothmann (Fußverletzung) fielen zwei weitere
Akteure aus, nachdem Ingo Heinze (Verletzung am Sprunggelenk) ohnehin nur
zuschauen konnte.
Presseartikel, D-News, 14.08.2011
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