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Aaron Krai (r.) und Robin Spickers im Angriff. Aaron Krai (r.) und Robin Spickers im Angriff. A.M.

OHC - HC Empor Rostock 29:37 (9:17)

  • Sonntag, 08 März 2020 11:35

Rostock siegt ungefährdet

Eine derbe Klatsche kassierte der Oranienburger HC am Sonnabendabend im Heimspiel der 3. Liga Nord-Ost gegen den HC Empor Rostock. Die desaströse erste Halbzeit gab den Ausschlag für den am Ende deutlichen, ungefährdeten und verdienten Sieg des Tabellenzweiten.

Die Gastgeber ließen in den ersten 30 Minuten den nötigen Willen vermissen, der gebraucht wird, um gegen eine solch starke Mannschaft zu bestehen. Halbherzige Angriffsaktionen machten es den Gästen leicht, zumal mit Torwart Leon Mehler ein Keeper der Extra-Klasse im Kasten der Rostocker stand. Allein in der ersten Halbzeit parierte er einen Siebenmeter (ein zweiter ging an den Pfosten) und darüber hinaus glasklare Einwurfmöglichkeiten. Pech bei Pfostentreffern gesellte sich noch dazu. "In der Anfangsphase haben wir es Rostock viel zu leicht gemacht, weil wir unsere Möglichkeiten nicht genutzt haben", ärgerte sich Oranienburgs Torwart Simon Herold über den verpatzten Start.

Auf der anderen Seite klingelte es nach fast jedem Angriff im Oranienburger Tor. Und wenn die Rostocker schon nicht aus dem Spiel heraus trafen, dann erzielten sie ihre Tore vom Siebenmeterpunkt. Mit Jaris Uwe Tobeler hatten sie einen Mann ohne Nerven im Team. Er verwandelte alle elf vom Schiedsrichtergespann Hendrik Dieckmann/Pascal Kübler gepfiffenen Strafwürfe todsicher. Alle drei OHC-Torhüter versuchten sich gegen den Linkshänder, aber er behielt jedes Mal die Oberhand. "Ich habe einfach geworfen - und es hat geklappt. Das erste Mal in dieser Saison habe ich vom Punkt 100 Prozent geschafft", sagte er nach dem Spiel frohgelaunt. Obendrein erzielte er sieben Tore aus dem Feld heraus!

So führten die Rostocker nach 15 Minuten mit 8:2, wenig später 14:6 und zur Pause bereits mit 17:9 - eine Katastrophe. Nach dem Wiederanpfiff legten sie binnen zwei Minuten noch drei Treffer nach, sodass alle guten Vorsätze der Gastgeber ziemlich schnell dahin waren. Im Laufe der zweiten Halbzeit stabilisierten sich die Oranienburger und konnten das Spiel vom Ergebnis her ausgeglichener gestalten. Sie gingen jetzt mutiger und engagierter zur Sache. Mit dem Erfolg, dass sie die Rostocker Abwehr tatsächlich überwinden konnten.

Jetzt bekam auch Torhüter Paul Porath einige Bälle zu fassen, sodass der zwischenzeitliche Elf-Tore-Rückstand (9:20, 11:22) sukzessive verringert werden konnte. Als der OHC beim 20:26 (45.) nur noch mit sechs Toren hinten lag, keimte bei den Fans in der ausverkauften MBS-Arena noch einmal leise Hoffnung auf. Doch diese Phase währte nur kurz, da die Rostocker einfach zu konstant spielten. Sie bauten ihren Vorsprung wieder aus. Am Ende standen 37 Tore für die Rostocker auf der Anzeigetafel, für den OHC 29. Bitter für die Gäste: Kurz vor Schluss verletzte sich Rückraumspieler Fabian Haasmann schwer am Fuß. Die erste Vermutung: Fraktur des Knöchels.

"37 Gegentore - das ist nicht der OHC", zeigte sich der Oranienburger Trainer Christian Pahl enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft. Ihm fehlte von Beginn an das Feuer in den Augen seiner Spieler. Der Rostocker Trainer Till Wiechers war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden, auch wenn zwischenzeitlich der Vorsprung geschmolzen war. "Oranienburg ist eine heimstarke Mannschaft, da muss man überhaupt erstmal gewinnen." OHC-Keeper Simon Herold war niedergeschlagen ob der Niederlage, zeigte sich aber zugleich kämpferisch: "Dann werden wir unsere Punkte woanders holen!"

Herold, Porath, Hansen - A. Krai (2), Frank (3), Schmöker (4), Dömeland, Schindel, Manderscheid (1), Müller, Kehl, Heil (1), Spickers (3), Otto (2), D. Krai (3), J. Porath (10/1).

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