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Dennis Schmöker (M.) lief heiß gegen seinen Ex-Verein: Zehn Tore erzielte der Linksaußen und war damit ein Garant für den 27:17-Heimsieg. Dennis Schmöker (M.) lief heiß gegen seinen Ex-Verein: Zehn Tore erzielte der Linksaußen und war damit ein Garant für den 27:17-Heimsieg. Robert Roeske

OHC - Füchse Berlin II 27:17 (MAZ)

  • Montag, 15 April 2019 08:08

Offensiv-Feuerwerk im Derby

Handball-Drittligist Oranienburger HC beeindruckt beim 27:17 gegen Füchse II. Als Taktgeber eines nahezu perfekt funktionierenden OHC-Orchesters stachen Torhüter Simon Herold und Linksaußen Dennis Schmöker noch heraus.

Ausgerechnet im Nachbarschaftsduell gegen die Zweitvertretung der Füchse aus Berlin brannte Handball-Drittligist Oranienburger HC in heimischer Halle ein Feuerwerk ab, begeisterte die ausverkaufte MBS-Arena mit vielen schönen Aktionen und sicherte sich am Ende einen auch in der Höhe völlig verdienten 27:17 (15:9)-Heimerfolg. Als Taktgeber eines nahezu perfekt funktionierenden OHC-Orchesters stachen Torhüter Simon Herold und Linksaußen Dennis Schmöker aus einem motivierten und engagierten Oranienburger Team noch heraus.

Bereits die erste Offensivaktion des Gastgebers ließ die voll besetzte Halle in Verzückung geraten. OHC-Keeper Simon Herold warf einen abgefangenen Wurf direkt in die gegnerische Hälfte auf Dennis Schmöker, der mit einem Trickwurf das 1:0 erzielte. Gerade der ehemalige Fuchs Schmöker drückte in der Anfangsphase dem Spiel seinen Stempel auf: Die ersten vier Treffer der Gastgeber gingen allesamt auf das Konto des 25-Jährigen. „Das waren 60 Minuten fast wie im Rausch, ein superstarkes Heimspiel von uns. Ich bin ehrlich gesagt stehend k.o., wir haben ein enorm hohes Tempo gespielt“, so Schmöker anschließend. Dem spielfreudigen und temporeichen Spiel des OHC waren die Gäste kaum gewachsen – trotz einiger Verstärkungen aus dem spielfreien Bundesligakader.

Bereits zur Pause führten die Hausherren deutlich mit 15:9. „Der OHC war einfach viel aggressiver, zudem hatte ich das Gefühl, dass unsere Jungs ein Wurfverbot hatten, so selten wie wir geworfen haben“, bemängelte nach Spielende Füchse-Manager Bob Hanning, der direkt vom Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft aus Halle nach Oranienburg gekommen war. Aber selbst wenn der Gast mal gefährlich auf das Tor des OHC zielte, war zumeist Simon Herold zur Stelle und zeigte viele tolle Paraden.

Auch nach dem Seitenwechsel dominierte der Hausherr fast nach Belieben die Partie, zeigte schönen und effektiven Angriffshandball, was das begeisterte Heimpublikum immer wieder mit frenetischem Applaus bedachte. Knapp zehn Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung der Hausherren erstmals zehn Tore (24:14), dieser wurde bis zum Ende sogar gehalten. Gästetrainer Anel Mahmutefendic war auf der Pressekonferenz nach dem Spiel bedient: „Uns fehlten heute einfach die Körpersprache und der Mut. Wir haben nie so gespielt, wie es in einem Derby sein muss. Dazu haben wir unfassbar viele Fehler gemacht, das hatte mit Handball wenig zu tun.“

Stolz und glücklich zeigte sich dagegen verständlicherweise Heimtrainer Christian Pahl: „Man hat gesehen, dass meine Jungs extrem heiß waren, es war ein sehr gutes Heimspiel und ich bin stolz auf meine Truppe.“

Märkische Allgemeine Zeitung, Knut Hagedorn, 14.04.2019

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