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Die Zuschauer könnten am Samstag ein wichtiger Faktor werden im Kampf um zwei Punkte gegen Flensburg-Handewitt II. Die Zuschauer könnten am Samstag ein wichtiger Faktor werden im Kampf um zwei Punkte gegen Flensburg-Handewitt II. Robert Roeske

OHC - SG Flensburg-Handewitt II (MAZ)

  • Freitag, 29 März 2019 19:37

OHC-Trainer Christian Pahl: „„Wir benötigen die Halle als Unterstützung“

Den Handball-Drittligisten Oranienburger HC plagen vor dem Heimspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt II arge personelle Probleme.

Ein Punkt trennt aktuell die Drittliga-Handballer des Oranienburger HC als Tabellensechster von Rang fünf, eine Platzierung die in diesem Jahr so lukrativ und wertvoll daherkommt wie schon lange nicht mehr. Peter-Michael Gelling, Geschäftsführer des Reinigungsunternehmens IDL und Partner des Oranienburger HC, lobte beim Unternehmerabend Ende Februar eine Prämie von 10 000 Euro aus, wenn eben dieser fünfte Platz zum Saisonende stehen würde.

„Natürlich schaut man da schon ein wenig drauf, vor allem für meine Position als sportlicher Leiter wäre diese zusätzliche Summe natürlich sehr reizvoll“, gibt Christian Pahl, der Trainer und sportlicher Leiter in Personalunion ist, schmunzelnd zu Protokoll. Fünf Spiele sind in der laufenden Drittliga-Spielzeit noch zu absolvieren und die Chancen stehen nicht schlecht. Vor allem nach den Erfolgen in den vergangenen zwei Spielen gegen Braunschweig (30:28) und Flensborg (27:19) ist auch das Selbstvertrauen deutlich gestiegen. Samstag (18.30 Uhr) erwarten die Oranienburger in der heimischen MBS-Arena mit der Bundesliga-Reserve der SG Flensburg-Handewitt ein Team aus der unteren Tabellenregion, das momentan auf einem Abstiegsplatz positioniert ist. Allerdings warnt Pahl eindringlich vor dem kommenden Kontrahenten. „Flensburg hat aus den vergangenen vier Spielen drei Siege eingefahren, das sollte jedem Warnung genug sein. Sie wissen, um was es für sie geht, daher erwartet uns ein harter Brocken.“

Zumal der Oranienburger Cheftrainer die kommenden Gäste auch als eher untypischen Gegner analysiert, vor allem untypisch für ein Team, das sich im Abstiegskampf befindet. „Normalerweise würde jetzt jeder denken, dass sie kratzen, beißen und voll über den Kampf kommen werden, aber genau das müssen wir auf die Platte bringen. Denn Flensburg bringt enormes Tempo mit, versucht sehr schnellen und variablen Handball zu spielen.“

Das liegt laut Pahl vor allem an der Zusammenstellung des Flensburger Kaders: „Sie haben eine sehr junge Mannschaft, gespickt mit vielen A-Juniorenspielern. Und wenn man dann weiß, dass sie mit ihrer A-Jugend in der Bundesliga spielen und dort ganz oben stehen, dann weiß man, was auf einen zukommt.“ Für Pahl wird es darum gehen, zielstrebig in der Deckung zu agieren, um den jungen Wilden auch etwas die Lust und den Spaß zu nehmen. Vor allem aber setzt der OHC-Cheftrainer am Samstag auf die eigenen Fans, die als Rückhalt dienen müssen. „Wir haben große personelle Sorgen, müssen etliche Spieler ersetzen. Da brauchen wir mehr denn je die Halle als Unterstützung, um auch dieses Spiel erfolgreich gestalten zu können.“ Mit Janis Bohle (beruflich), Nils Müller (Zahn-Operation), Paul Otto, Robin Manderscheid (Daumenverletzung) und Dominic Kehl ist die Ausfallliste lang, zudem gibt es noch einige Fragezeichen hinter einigen Spielern. „Wir müssen versuchen, gemeinsam die Ausfälle zu kompensieren, anders wird es nicht funktionieren, am Samstag um die zwei Punkte bei uns zu lassen“, so Pahl.

Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften 28:28-unentschieden, wobei am Ende man dort aus OHC-Sicht definitiv von zwei verschenkten Punkten sprechen konnte. Lange Zeit führten die Oranienburger, zehn Minuten vor dem Ende lag das Pahl-Team sogar mit vier Treffern vor, um sich am Ende doch mit einem Zähler begnügen zu müssen.

Märkische Allgemeine Zeitung, Knut Hagedorn, 29.03.2019

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