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OHC-Trainer Christian Pahl verzweifelte in den vergangenen Wochen oftmals an der mangelhaften Chancenverwertung. OHC-Trainer Christian Pahl verzweifelte in den vergangenen Wochen oftmals an der mangelhaften Chancenverwertung. Robert Roeske

OHC - MTV Braunschweig (MAZ)

  • Freitag, 15 März 2019 19:47

Christian Pahl: „Wir müssen demonstrieren, dass wir siegen wollen“

Handball-Drittligist Oranienburger HC will seine bisher magere Heimbilanz aufbessern – Trainer Christian Pahl fordert mehr Selbstvertrauen.

Drei Wochen nach dem letzten Heimauftritt kehren die Drittliga-Handballer Samstag zurück auf das heimische Parkett der MBS-Arena. Ab 18.30 Uhr wird dann der Tabellenvierzehnte MTV Braunschweig zu Gast sein, die noch um den Verbleib in der dritthöchsten Spielklasse bangen müssen.

Für den Oranienburger HC geht es vorrangig in der Partie gegen die Niedersachsen um zwei Punkte, aber Trainer Christian Pahl möchte vor allem auch die bislang schwache Heimbilanz aufbessern. Aus bisher elf absolvierten Heimspielen gingen die Oranienburger fünfmal als Sieger vom Parkett, einmal trennte man sich Remis und fünfmal jubelten die Gäste. So zuletzt am 23. Februar, als der VfL Potsdam das Brandenburg-Derby gewann. „Wir haben bislang keine gute Heimserie gespielt, das wollen wir natürlich verbessern. Gegen Potsdam fehlten zudem die nötigen Emotionen und es war ein blutleerer Auftritt. Wir müssen demonstrieren, das wir siegen wollen. Das ist ein wichtiges Kriterium, gerade auf heimischem Parkett“, gibt Pahl klar die Marschroute vor. Allerdings warnt der OHC-Coach vor dem kommenden Gast aus Niedersachsen. „Braunschweig verfügt über eine sehr erfahrene Mannschaft. Mit meinem ehemaligen Potsdamer Teamkollegen Ariel Panzer verfügen sie über einen Top-Keeper, dazu haben sie mit Niklas Wolters und Klaas Nikolayzik starke Kreisläufer.“ Vor allem aber warnt Pahl vor der Achse Wolters-Nikolayzik, Karaula, Krause und Alex. „Braunschweig will Spaß haben auf der Platte, wir müssen dafür sorgen dass sie keinen haben. Ansonsten wird es schwer, bestes Beispiel dafür war unsere Heimniederlage im Vorjahr.“ In den vergangenen Spielen offenbarten die Oranienburger zudem eklatante Schwächen in der eigenen Offensive, viele freie Bälle wurden vergeben. Pahl ruft nun aber nicht den offensiven Notstand aus: „Man darf dabei aber auch immer nicht vergessen, dass wir uns sehr viele Chancen erarbeiten und erspielen. Natürlich müssen wir uns aber bei der Verwertung dann deutlich steigern, dass ist keine Frage. Die Jungs brauchen da wieder mehr Selbstvertrauen und Erfolgserlebnisse. Wenn der Knoten dahingehend platzt, werden wir auch wieder befreiter aufspielen.“

Personell muss Pahl gegen Braunschweig auf Darius Krai und Yannick Schindel verzichten, ansonsten hat der OHC alle Mann an Bord. Allerdings sieht der Oranienburger Cheftrainer, der zugleich auch sportlicher Leiter ist, die aktuelle Lage bei weitem nicht so negativ, wie einige es vermuten. „Natürlich gibt es immer wieder Dinge, die wir verbessern können, aber ich denke, wir stehen ordentlich da mit Platz sieben. Wir haben die drittbeste Abwehr, dazu sind wir die drittbeste Auswärtsmannschaft der Liga. Man darf immer nicht vergessen, wo wir herkommen. Vom Etat her liegen wir von den 64 Mannschaften der gesamten 3. Liga irgendwo zwischen Platz 50 und 64.“

Wie die laufende Spielzeit am Ende bewertet werden wird – entscheidet sich für den 37-Jährigen in den kommenden Wochen. „Wir haben noch sieben Spiele, davon vier zu Hause und spielen noch gegen fünf Teams, die aktuell hinter uns stehen. So in drei, vier Wochen kann man bewerten, ob die Spielzeit erfolgreich war oder eher bescheiden verlaufen ist.“ Das der Verein langfristig in die 1. Handball-Bundesliga aufsteigen möchte, beschäftigt Pahl als Trainer nicht in seiner aktuellen Arbeit. „Wir konzentrieren uns voll und ganz auf die laufende Spielzeit und wollen dort so gut es geht abschneiden, um natürlich weiter die Attraktivität zu steigern. Lang- und mittelfristige Zielsetzungen spielen da keine Rolle.“ Dies sei auch im Team kein Thema, lässt Pahl des Weiteren verlauten.

„Beim Unternehmerabend hat der Verein seine Zielsetzungen offenbart, nun gilt es halt diese mit Bedacht und Verstand umzusetzen. Da sind kleine Schritte wichtiger als Schnellschüsse“, so Pahl eindeutig. Zwei Herzen in der Brust schlagen aber beim Potsdamer bei dem finanziellen Bonbon eines Sponsors, der beim Unternehmerabend vor einigen Wochen beim Erreichen von Platz fünf einen Bonus von 10 000 Euro auslobte.

„Im Team und für mich als Trainer spielt das keine wichtige Rolle, wir wollen so oder so Spiele gewinnen und bestmöglich abschneiden. Aber wenn ich als sportlicher Leiter über dieses Angebot nachdenke, ist das natürlich schon sehr interessant, denn es würde unseren Etat für die neue Spielzeit natürlich anheben“, so der 37-Jährige schmunzelnd. Am besten mit zwei Punkten heute als Start gegen Braunschweig.

Märkische Allgemeine Zeitung, Knut Hagedorn, 15.03.2019

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