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Der Oranienburger HC um Robin Spickers (liegend) erkämpfte sich einen Punkt in Schwerin. Der Oranienburger HC um Robin Spickers (liegend) erkämpfte sich einen Punkt in Schwerin. A. M.

Mecklenburger Stiere - OHC 25:25 (MAZ)

  • Sonntag, 17 Februar 2019 19:11

Willensleistung beschert verdienten Punktgewinn

Handball-Drittligist Oranienburger HC trennt sich von Schwerin 25:25-Unentschieden und zeigt dabei absolute Willensstärke und große Moral.

Dank einer engagierten und kämpferischen Leistung verdiente sich Handball-Drittligist Oranienburger HC beim 25:25 (12:10)-Unentscheiden einen Punkt bei den Stieren aus Schwerin. „Wir nehmen den Punkt sehr gerne mit. Gerade weil wir in der ersten Halbzeit wenig Mittel gegen eine hervorragend eingestellte Schweriner Abwehr fanden“, bilanzierte OHC-Coach Christian Pahl nach der Partie zufrieden.

Vor allem im ersten Spielabschnitt sah es nämlich in der Schweriner Sport- und Kongresshalle lange Zeit nach einem bitteren Ausflug an die Küste für die Oranienburger aus. Von Beginn an dominierten dabei besonders die beiden Torhüter Robert Heinemann (Schwerin) und Ivan Szabo (OHC) die Begegnung, wobei die Gäste deutlich mehr liegenließen als es der Gastgeber tat. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde musste man sogar aus Oranienburger Sichtweise ein wenig Bedenken haben, eine Abfuhr zu bekommen (3:7 nach 16 Minuten). Gerade die beiden Rückraumspieler Lutz Weßeling und Mark Matthias Pedersen stellten den OHC vor große Probleme. Allerdings hatte auch Gästekeeper Ivan Szabo, wie schon vor einer Woche gegen den HSV Hannover, einen klasse Tag erwischt und entschärfte alleine sieben freie Bälle im ersten Abschnitt. So kämpfte sich der Gast Tor um Tor zurück in die Partie und konnte den Rückstand zur Halbzeitpause auf 10:12 verkürzen.

Auch nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste besser in die Partie, blieben immer drin im Spiel und waren nach 44 Minuten erstmals wieder bis auf ein Tor an den Schwerinern dran (15:16). Allerdings verpasste es der OHC in dieser Phase mehrfach so richtig in die Partie zu kommen – viele Chancen wurden vergeben und man hatte mehr und mehr das Gefühl, eine wirkliche Wendung sollte nicht mehr glücken. Allerdings machte sich in der Schlussphase dann die deutlich breitere Kaderstärke des Gastes bemerkbar – gegen ersatzgeschwächte Gastgeber. „Wir konnten immer wieder Optionen wahrnehmen und ausprobieren – aufgrund des breiten Kaders, den Schwerin wegen der vielen Ausfälle nicht hatte“, bemerkte auch Pahl nach Spielende. In der Schlussphase wurde es dann dramatisch. Eine Minute vor dem Ende erzielte Darius Krai den Ausgleich (25:25) und dreißig Sekunden vor dem Ende hatte man sich sogar erneut den Ball durch energisches Abwehrverhalten erkämpft, vergab dann aber die durchaus mögliche Siegchance und hatte am Ende sogar noch ein wenig Glück, dass die Schweriner nicht mit dem Schlusspfiff ihrerseits noch den Siegtreffer erzielten.

„Eigentlich hatte ich nie das Gefühl, dass wir das Spiel abgeben können, aber wenn du dann den Gegner immer wieder rankommen lässt und in den entscheidenden Phasen nicht den Sack zumachst, wirst du halt bestraft“, resümierte Dirk Schimmler aus dem Schweriner Trainerstab etwas deprimiert. Mit dem Punktgewinn in Schwerin bleiben die Oranienburger mit nun 25:17 Punkten auf dem sechsten Platz, einen Rang davor liegen die Schweriner. Am kommenden Samstag empfängt der OHC dann den Vfl Potsdam zum mit Spannung erwarteten Derby.

Märkische Allgemeine Zeitung, Knut Hagedorn, 17.02.2019

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