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In der Anfangsphase gab es für die Oranienburger um Eike Wertz (am Ball) kaum ein Durchkommen. In der Anfangsphase gab es für die Oranienburger um Eike Wertz (am Ball) kaum ein Durchkommen. Robert Roeske

OHC – HSG Ostsee N/G 25:22 (MAZ)

  • Sonntag, 03 Februar 2019 19:53

OHC-Arbeitssieg mit Stotterstart

Nach sechs Wochen ohne Drittliga-Handball in Oberhavel bekamen die 856 Fans in der ausverkauften MBS-Arena wieder spektakulären Sport geboten: Der Oranienburger HC konnte sein erstes Heimspiel des Jahres gegen einen forschen Aufsteiger HSG Ostsee Neustadt/Grömitz mit 25:22 gewinnen. Hinterher waren sich alle einig: Es war ein Arbeitssieg.

Nein, überrascht sei er vom forschen Auftreten des Aufsteigers nicht gewesen, betonte OHC-Trainer Christian Pahl nach dem ersten Heimspiel des Jahres 2019. „Wir wussten, was auf uns zukommt, und es ist genau so eingetreten“, meinte der Coach zum 25:22-Erfolg seines Teams gegen die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz, für den die Oranienburger 60 Minuten lang richtig ackern mussten. „Es war ein Arbeitssieg und der war wichtig“, bemerkte OHC-Rückraumspieler Chris Genilke.

Einer, nach dem es zunächst gar nicht aussah in der mit 856 Zuschauern ausverkauften MBS-Arena. Die Fans hatten nach sechs Wochen ohne Drittliga-Handball in Oberhavel wieder richtig Lust – nur die Heim-Sieben brauchte etwas Anlaufzeit. Es waren die Gäste, die loslegten wie die Feuerwehr. Ruckzuck waren die Männer von der schleswig-holsteinischen Ostseeküste auf 5:1 enteilt (7. Minute). Linus Dömeland, der in Grömitz noch elf Treffer erzielte, hatten die HSG-Handballer diesmal besser im Griff – und einen Siebenmeter verwarf er nach gut vier Minuten auch noch. „Klassisch – wir haben wieder die ersten zehn Minuten verschlafen“, ärgerte sich Genilke. „Wir sind so ein bisschen in einer Umbruchsituation, das merkt man den Spielern auch an“, erklärt sich Pahl die Verunsicherung der Anfangsphase.

„Gut, dass wir uns vor der Halbzeit da nochmal rangekämpft haben“, fand Chris Genilke. Lasse Scharge scheiterte zwar vom Siebenmeterstrich erst an HSG-Keeper Maximilian Folchert, verwandelte aber den Abpraller zum 2:5 (8.). Diese Willensleistung gab den Startschuss zu einer zähen Aufholjagd, der OHC kam immer mehr auf Betriebstemperatur. Beim 6:7 nach 20 Minuten waren die Oranienburger wieder dran, glichen aber erst weitere sieben Minuten später durch Linus Dömeland erstmals aus (9:9. Und als David Sauß 24 Sekunden vor der Pause zum 11:10 traf, gingen die Hausherren erstmals in Führung. „Dass wir mit einem Tor plus in die Halbzeit gehen, war ganz wichtig“, so Genilke.

„In der zweiten Hälfte war es offener Schlagabtausch“, schätzte Gästetrainer Thomas Knorr ein, der mit mancher Schiedsrichterentscheidung nicht einverstanden war. „Man kann so ein Spiel durch eigene Fehler verlieren, aber so tut es einfach sehr weh“, so Knorr. Der OHC hielt zunächst den knappen Vorsprung, doch die Gäste ließen nicht locker, waren beim 18:18 (47.) wieder dran, weil die Gastgeber eine Überzahl nicht nutzten. „Das Spiel ist nicht zum Schönreden, es war ein absolutes Kampfspiel. Aber das interessiert nächste Woche auch keinen mehr“, sagte Torwart Paul Porath, der im Laufe des Spiels Ivan Szabo abgelöst hatte. „Wir haben die zwei Punkte, da können wir stolz drauf sein“, meinte er zufrieden.

Die Zähler verdiente sich der OHC bis zum Schluss mühevoll. Robin Manderscheid und Lasse Scharge erhöhten per Doppelschlag innerhalb von 42 Sekunden vorentscheidend auf 22:19 (52.). „Es hätte klarer sein können, am Ende haben wir den Torhüter noch berühmt geschossen“, gab sich Genilke selbstkritisch. Den Vorsprung gab der OHC aber nicht mehr ab.

„Ich war heute froh, dass wir Robin Manderscheid hatten“, verteilte Coach Pahl später ein Sonderlob an seinen wiedergenesenen Kapitän. „Er hat den Laden hinten dicht gehalten und vorne immer wieder Nadelstiche gesetzt. An seiner Anwesenheit können sich die anderen hochziehen.“

Märkische Allgemeine Zeitung, Christoph Brandhorst, 03.02.2019

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