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Nach dem Spiel sangen Spieler und Fans mit dem Kinderchor der Musikwerkstatt Eden vier Weihnachtslieder. Nach dem Spiel sangen Spieler und Fans mit dem Kinderchor der Musikwerkstatt Eden vier Weihnachtslieder. Stefan Blumberg

OHC - HC Empor Rostock 23:25 (MAZ)

  • Sonntag, 23 Dezember 2018 19:11

Punkte gehen nach Rostock

Oranienburger Handball-Club unterliegt in der 3. Liga dem Spitzenreiter Empor Rostock mit 23:25. Das Weihnachtssingen mit hunderten Gästen war ein voller Erfolg.

Eine Kleinigkeit fehlte am Sonnabend, um den Abend als perfekt einstufen zu können: es waren die beiden Punkte gegen den HC Empor Rostock. Die hätte der Oranienburger Handball-Club gern als Weihnachtsgeschenk mitgenommen. Der Weihnachtsmann war schon drauf und dran, sie unter den Baum des OHC zu legen, drehte aber im Verlauf der zweiten Halbzeit ab und packte sie unter den Baum der Rostocker. Der Gastgeber konnte den Druck, das Tempo und die Effektivität aus der ersten Hälfte nicht aufrechterhalten. So drehten die Rostocker ein weiteres Spiel in dieser Saison. Es gab aber mehrere gute Nachrichten: Am 7. Januar, 19 Uhr, spielt der OHC in der MBS-Arena gegen die Nationalmannschaft aus Korea – das ist der WM-Auftaktgegner der deutschen Mannschaft (10. Januar, 18.15 Uhr) in Berlin. Dem Aufruf, Spielzeug für Kinder, die im Krankenhaus sind, zu spenden, kamen viele Fans nach. Es gibt eine neue Kooperationsvereinbarung, die unterzeichnet wurde: „Kunst trifft Sport“. Väter geworden sind in dieser Woche Vereins-Geschäftsführer Michael Freund und Kapitän Robin Manderscheid, der deshalb nicht mitwirkte.

Empor fing ansprechend an, die Mannschaft trat mit breiter Brust auf, traf von außen, aus dem Rückraum und per Gegenstoß. Oranienburgs Torwart Simon Herold relativiert aber: „Wir standen in der ersten Halbzeit in der Abwehr instabil. Das war ärgerlich. Trotzdem führen wir nach 30 Minuten.“ Die Rostrocker gingen in Führung (2:0, 5:2, 7:4, 11:7). Dann ging ein Ruck durch die Oranienburger Mannschaft. Der OHC legte einen 8:1-Lauf hin und machte aus dem zwischenzeitlichen 8:12-Rückstand eine 16:13-Pausenführung. Das alles spielte sich zwischen der 20. und 30. Minute ab. Linksaußen Dennis Schmöker und Rechtsaußen Nils Müller trafen jeweils dreimal. Die ohnehin erwartungsvollen und frenetischen Zuschauer bekamen das, was sie sehen wollten: viele, schöne Tore der eigenen Mannschaft. „Da waren Emotionen drin“, so OHC-Torwart Simon Herold.

Anders formulierte es der Rostocker Trainer Till Wiechers: „Wir ließen uns von unserem Spiel ablenken. Aber wir entwickelten einen Wahnsinnsteamgeist. Nach dem Wechsel haben wir uns wieder auf uns konzentriert.“ So wendete sich das Blatt. Die Gäste tauschten den Torwart, Ex-Jugendnationalkeeper Leon Mehler parierte die ersten Bälle aus besten Positionen, darunter einen Siebenmeter; die Gäste glichen schnell aus (16:16). „Wir lassen hier vier, fünf klare Bälle liegen – das darf dir gegen einen Spitzenreiter nicht passieren. Das bestraft er sofort“, bedauert OHC-Coach Christian Pahl, der in dem Atemzug auch die dreifache Unterzahl zehn Minuten vor Schluss nannte. In 18 Minuten traf der OHC nur zweimal ins Netz. Zu wenig. Aus dem 19:17 wurde ein 19:20 und 20:23. Bis auf 22:23 kam der OHC noch einmal heran. Aber mehr war nicht möglich. „Wir haben über die Emotionen zurückgefunden ins Spiel“, freute sich der elffache Rostocker Torschütze Nick Witte. Sein Trainer lobte auch den OHC: „Der hat ein Superspiel gemacht.“ Ähnlich äußerte sich Christian Pahl: „Ich will niemandem einen Vorwurf machen, bedaure aber, dass wir in den entscheidenden Momenten keine Akzente setzen konnten.“ Das taten die Spieler aber beim anschließenden ersten Weihnachtssingen.

Märkische Allgemeine Zeitung, Stefan Blumberg, 23.12.2018

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