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Die weibliche B-Jugend des Oranienburger HC. Die weibliche B-Jugend des Oranienburger HC. OHC

HSV Wildau - OHC wB 13:22 (MAZ)

  • Freitag, 29 März 2019 19:48

Partyalarm am Wildorado

Die B-Jugend-Handballerinnen des Oranienburger HC werden erstmals Brandenburgliga-Meister.

Der Oranienburger HC hat erstmals in seiner Vereinsgeschichte einen Brandenburgischen Landesmeister im weiblichen Nachwuchsbereich. Südlich von Berlin legte die B-Jugend-Mannschaft des Trainergespanns Anne Rückforth und Dirk Klasen am Sonntag das Meisterstück ab und bezwang das gastgebende Team des HSV Wildau nach großem Kampf mit 22:13.

Es gab vorab kühne Rechner in den Reihen der Zuschauer, welche direkt nach dem Spiel mit einem Freudenschrei die Nachricht amtlich verbreiten durften: Ja, der Oranienburger HC ist drei Spieltage vor Saisonende tatsächlich schon durch! Es fielen Lasten von den Schultern der doch sichtlich angespannten jungen Damen ab und der Partyalarm wurde direkt am daneben gelegenden Freizeitbad Wildorado ausgerufen.

„Zunächst hatten es die Mädels noch nicht so wirklich realisiert. Wir hatten auch nichts vorbereitet, aber es wurde dann schon zünftig gefeiert“, verriet Trainerin Anne Rückforth. Die ganz große Meistersause soll dann allerdings erst am 6. April beim abschließenden Heimspiel der Oranienburgerinnen gegen den HSC Frankfurt (Oder) folgen. „Dort werden wir uns einiges einfallen lassen und den historischen Titel entsprechend feiern“, freut sich die 26-jährige Trainerin schon jetzt diebisch. Der Sieg in Wildau fiel den OHC-Mädels allerdings sichtbar schwer. Trotz des abschließend klaren Endergebnisses musste man im Landkreis Dahme-Spreewald hart für den Erfolg kämpfen.

Geplant war die Meisterschaft nicht – zumindest nicht vor Saisonbeginn. „Wir wollten unter die ersten Sieben, das war das Ziel von uns Trainern. Die Mädels waren da schon optimistischer und liebäugelten mit einem Platz unter den ersten Drei“, so Rückforth, die seit 2009 Nachwuchstrainerin beim Oranienburger HC ist. Zumal in der Vorsaison die weibliche B-Jugend noch im Kreis spielte, sich dann aber für die Brandenburgliga bewarb und aufgrund zu wenig gemeldeter Teams in die Liga rutschte. Spätestens mit dem Rückrundenbeginn war das Ziel dann klar definiert. „Als wir Herbstmeister wurden war uns klar, dass wir auf Platz eins bleiben wollten“, so die Trainerin. Als eine wichtige Achse in der bisherigen Saison sieht Rückforth vor allem Keeperin Sophie Rüdiger, die auch bereits erste Frauen spielt, dazu die Feldspielerinnen Theresa Weidenberg, Lara Raasch und Nina Euchler.

Einen nun fälligen Aufstieg in die Oberliga wird es allerdings nicht geben. „Das ist einfach eine Nummer zu groß für uns, dort würden wir nur noch auf Sportschulen treffen. Daher verzichten wir auf das Aufstiegsrecht“, so die Cheftrainerin. Eine Titelverteidigung wäre demnach möglich. „Uns verlassen einige Spielerinnen altersbedingt, von daher wäre ein Platz auf dem Treppchen gut“, so Rückforth.

Märkische Allgemeine Zeitung, Knut Hagedorn, 28.03.2019

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