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HSV Oberhavel - OHC wB 23:26 (10:15)

  • Dienstag, 26 Februar 2019 10:29

Pumasieg im Krokodilkeller

Endlich wieder ein Auswärtsspiel, dann noch Rückspiel im Oberhavelderby, Handballherz was willst Du mehr! Das stimmungsvolle Match (genaue Zuschauerzahl wird sicher noch von HSV Seite bekannt gegeben) hatte andere Vorzeichen als das Hinspiel. Borgsdorf konnte aufgrund einiger Langzeitverletzungen nicht das Vorrundenniveau halten und gab dadurch Punkte in der Rückrunde ab. Der OHC hingegen verlor seit Mitte Oktober kein einziges Punktspiel mehr und festigte Stück für Stück die Tabellenführung.

Somit waren die Rollen in diesem wiederum rassigen Spiel klar verteilt. Schon im Stadionheft gab es zu lesen, wie die Pumas eventuell zu bezwingen sein könnten. Welche Zauberworte dann nach der Erwärmung noch in der Umkleide des OHC die Runde machten, wird wohl das Geheimnis der Trainer bleiben. Fakt ist: in den ersten 10 Spielminuten sah das sichtlich angespannte Heimteam keinen Stich und es stand 2:9 für die Oranienburgerinnen! Die genommene Auszeit auf HSV-Seite bewirkte eine Lockerung des Knotens und der Gastgeber fand nun Zugang zum Spiel. Von der hitzigen Atmosphäre angesteckt, konnten die Hennigsdorfer Schiedsrichter im Spielverlauf die eine oder andere Tatsachenentscheidung nicht immer plausibel rüberbringen (Fairplay: HSV 2x Gelb /2x Zeitstrafe – OHC 3x Gelb / 5x Zeitstrafe), doch auch in Unterzahl verschob der OHC Abwehrblock in vielen Spielszenen genial. Nach Aussage des Trainergespanns Rückforth/ Klasen konnten in der Offensive die Leistungen von Maya Tolg am Kreis und Michelle Spieckermann auf Rechtsaußen als die Matchwinner bezeichnet werden. Mit ihren überraschenden Leistungssteigerungen düpierten sie die Borgsdorfer Deckung ein ums andere Mal. Trotzdem - der HSV gab nie auf, kämpfte verbissen und stellte in der 42. Minute den Anschluß beim 19:20 her – sollten da parallelen zum Hinspiel entstehen? Diese Frage war drei Minuten später mit einem klaren Nein beantwortet – der OHC netzte dreimal ganz wichtig durch Lina Euchler und Theresa Weidenberg ein und die Halle beruhigte sich etwas. Nach dem Team Timeout kam der HSV in der Crunchtime noch einmal auf zwei Tore heran (49:19). Lara Raasch erlöste dann ihr Team 15 Sekunden vor dem Ende mit einem satten Wurf ins rechte Eck, der Derbysieg (23:26) war in Sack und Tüten.

Die Heimsiegesserie des Gastgebers endete somit nach OHC-Recherchen nach gut einem Jahr, am 20.01.2018 verlor das Borgsdorfer Team, damals gegen den FHC. Am Ende gewann der Oranienburger HC verdient. Dieses Mal durften die Stammkräfte weitestgehend durchspielen und ihr bestes Gesicht zeigen. Respekt allen Spielerinnen die diszipliniert hinter der Bank agierten und ihr Team lautstark unterstützten – auch ihr seid Gewinner! Als die Spielerinnen zu kreiseln anfingen und laut ,,Auswärtssieg, Auswärtssieg“ sangen, ging Coach Dirk Klasen inmitten der Spielertraube in die Hocke – schönen Urlaub Klasi, haste Dir verdient!!!

Nun gibt es das langersehnte Rückspiel für die OHC-Mädels in heimischer Halle gegen den SV 63 Brandenburg/ West. Trainerin Anne Rückforth: ,,Für diese Partie brauche ich niemanden extra zu motivieren, alle Mädels sind heiß, denn die Rechnung, die wir haben, ist noch offen wie ein Scheunentor!“. Nach der überraschenden Auswärtsniederlage des HSV Frankfurt in Altlandsberg zieht Oranienburg seine Kreise an der Tabellenspitze….

Rüdiger, Krause –  Euchler (5), Schulz (2/1), Weidenberg (9/3), Nickel, Tolg (3), Fritsch (1), Spieckermann (3), Haske , Raasch (3), Brockel , Seefeld

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