12 Feb 2018

DHK Flensborg - Oranienburger HC 24:23 (MAZ)

An ihm lag es nicht: Torhüter Simon Herold. An ihm lag es nicht: Torhüter Simon Herold. Robert Roeske

In drei Minuten den Sieg verspielt

Der Oranienburger HC hatte bis acht Minuten vor dem Ende des Auswärtsspiels beim DHK Flensborg beste Aussichten, die zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Bis dahin führte das Team 22:18. Was dann kam, gibt es nur beim Handball.

Auf fremden Belägen ist für den Handball-Drittligisten Oranienburger HC im Jahr 2018 bislang nichts zu holen. Auch das dritte Auswärtsspiel des Jahres verloren die Pahl-Schützlinge mit 23:24 beim DHK Flensborg.

Dabei sah es bis kurz vor dem Spielende in der Flensburger Idrætshalle noch gut aus für die Gäste, etwas Zählbares mit auf die Heimreise zu nehmen (22:22 nach 57 Minuten). Doch in den letzten drei Spielminuten gaben die Oranienburger das Spiel noch aus der Hand. „Mehr als bitter für uns, dieses Spiel dürfen wir niemals verlieren“, ärgerte sich auch Trainer Christian Pahl nach Spielschluss.

Dabei hatten die Gäste zunächst vor allem im ersten Spielabschnitt große Probleme, in die Partie zu finden. Zwar gelang durch Yannick Schindel nach 39 Sekunden das erste Tor, diese 1:0-Führung sollte jedoch für fast 40 Minuten die vorerst letzte gewesen sein. „Wir haben im ersten Durchgang viel zu hektisch agiert, eine Vielzahl an zu einfachen Toren kassiert. Der Halbzeitstand war, dem Spielverlauf angemessen, sogar noch glücklich für uns“, analysierte Pahl die ersten 30 Minuten, die 12:12-Unentschieden endeten.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber zunächst bissiger und effizienter, doch spätestens ab Minute 40 hatte der Gast die Partie im Griff und führte mit 15:14 erstmals wieder. Elf Minuten vor dem Ende führte der OHC sogar mit vier Treffern, der dritte Sieg in Folge schien greifbar nah. „Der DHK war eigentlich mausetot, doch wir haben ihn zurück ins Spiel gebracht. Völlig unnötig und verdammt ärgerlich“, so Pahl zur Schlussphase. Der Gastgeber kämpfte sich zurück, glich drei Minuten vor dem Ende aus (22:22) und bog sogar schlussendlich auf die Siegerstraße.

MAZ-online, 12.02.2018

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