03 Jan 2018

Lasse Scharge wieder beim OHC (MAZ)

Lasse Scharge kehrt zum Oranienburger HC zurück. Lasse Scharge kehrt zum Oranienburger HC zurück. Thorsten Weigel

Neujahrsgeschenk für den OHC

Rückraumspieler Lasse Scharge kehrt zum Handball-Drittligisten nach Oranienburg zurück und wird das Team ab der Rückrunde verstärken.

Mit einer Rückholaktion startet Handball-Drittligist Oranienburger HC das Jahr 2018. Pünktlich zur Rückrunde der laufenden Spielzeit 2017/18, die am 14. Januar mit dem Derby beim 1. VfL Potsdam gleich einen Leckerbissen parat hat, gehört Lasse Scharge wieder dem Team der Kreisstädter an und wird mit der Rückennummer 22 auf Torejagd gehen. Der Linkshänder unterschrieb einen Vertrag über zweieinhalb Jahre beim Tabellensiebten der Dritte Handball-Liga Nord.

Erst am 11. April des vergangenen Jahres war der Rückraumspieler aus der Kreisstadt verabschiedet worden. Er verließ Oranienburg in Richtung Oberligist Grünheider SV. Jetzt ist der Linkshänder zurück. „Ich bin sehr froh und stolz, wieder Teil der ersten Mannschaft des OHC sein zu dürfen. Das langfristige Angebot sowie die geringe Entfernung nach Oranienburg waren neben denselben Gründen, die 2013 schon ausschlaggebend waren, entscheidend für mich, da ich so auch wieder mehr Zeit für die Familie habe“, erklärt Scharge seine Beweggründe für die Rückkehr. Auch Trainer Christian Pahl freut sich über den Neuzugang, der damit zukünftig weitere Optionen im Kader bieten wird: „Wir wollten ihn zurückholen, aber er war auch nicht abgeneigt. Ich hatte damals schon zu ihm gesagt, dass man sich immer zweimal im Leben sieht. Wir wollen unseren Kader verbreitern, die Spiel- und Konkurrenzsituationen verbessern“, so der Coach, der sich sehr über die Rückkehr freut, zumal auf der halbrechten Rückraumposition mit Dominic Kehl nur ein Linkshänder im Kader zur Verfügung steht.

Lasse Scharge war im Sommer 2013 von der SG Flensburg-Handewitt II zum Oranienburger HC gewechselt. Hier entwickelte er sich schnell zu einer festen Größe im Team. „Als er gesund war, war er der erste Mann auf der halbrechten Rückraumposition“, erinnert sich Christian Pahl an das erste Engagement Scharges beim OHC. Aber der Norddeutsche wurde vom Pech verfolgt. Das erste Mal Anfang 2015 beim Spiel in Großburgwedel riss er sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers das Kreuzband. Im Herbst desselben Jahres wagte er ein Comeback. Doch im Training riss dasselbe Kreuzband abermals. „Ich muss sagen, dass das aktuelle Drittliga-Niveau für meinen Leistungsstand zu hoch ist“, schätzte Lasse Scharge vor ein paar Monaten selbst ein.

Inzwischen beurteilt der 26-Jährige, der in diesem Jahr Vater wurde und im Oktober 2017 in Königs Wusterhausen ein Studium begann, die Lage ein wenig anders: „Mittlerweile bin ich zwar noch nicht wieder ganz bei einhundert Prozent, aber auf einem guten Weg und fühle mich wieder für die Dritte Liga gewappnet.“

In der Hinrunde der Ostsee-Spree-Liga erzielte Scharge 96 Tore für den Grünheider SV, im Schnitt gelangen dem 26-Jährigen acht Treffer pro Partie. Das ist der zweitbeste Wert der gesamten Liga. Ganz vorn platziert in dieser Rangliste ist übrigens ein weiterer ehemaliger Oranienburger Spieler, nämlich Benjamin Hinz, der beim Stralsunder HV spielt. Hinz kommt bislang auf 136 Tore.

Märkische Allgemeine Zeitung, Knut Hagedorn, 02.01.2018

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