02 Dez 2017

Oranienburger HC - DHB-All-Stars Teil 2 (MAZ)

Nico Hecht, Rückraumspieler des OHC. Nico Hecht, Rückraumspieler des OHC. Torsten Weigel

„Das sind deutsche Legenden!“

Das Benefizspiel des Oranienburger HC gegen eine Auswahl von früheren Nationalspielern ist am Sonnabendabend, 18.30 Uhr, der Handballmagnet in der Region. Weltmeister, Europameister, Deutsche Meister, Pokalsieger – es gibt so gut wie keine Titel, die die Spieler nicht holten. In Oranienburg sind sie im Original zu sehen.

Vereinspräsident Thomas Stahlberg scheut das Wort Hype nicht. Er bekommt all das mit, was um das Spiel der ersten Männermannschaft des Vereins gegen das DHB-All-Star-Team in diesen Tagen passiert. Er bemerkt die Aufmerksamkeit der Handballfans. Viele Menschen interessierten sich für das Spiel. Dass die Halle restlos ausverkauft sein würde, hätte er nicht gedacht. Der Verein tut alles, um ein würdiger Gastgeber zu sein. Das Hallenheft wird ein besonderes sein (mit Autogrammkarten), die Titans aus Berlin werden mit akrobatischen Einlagen glänzen, die Pressekonferenz wird von einem Fernsehkommentator moderiert.

Als Schiedsrichter fungieren Andrea und Jörg Wollgast (1. SV Eberswalde), die künftig die Schiedsrichterakademie des OHC unterstützen werden. Im Kampfgericht sitzt das junge OHC-Schiedsrichtergespann Moritz Hagedorn und Max Ritter. Dass Spiel konnte überhaupt nur stattfinden, weil die Frauen des VSV Havel Oranienburg (3. Volleyball-Liga) Platz machten und in die HBI-Arena zogen, um ihr Heimspiel dort auszutragen. „Vielen Dank dafür“, sagt Thomas Stahlberg.

Vor Ehrfurcht erstarren werden einige der OHC-Spieler nicht, wenn sie vor den namhaften Handballern stehen und sich mit ihnen Zweikämpfe liefern, glaubt Trainer Christian Pahl. „Die Spieler, die aus den größeren Vereinen kommen, kennen den Umgang mit Weltstars. Per Kohnagel war in Flensburg selbst nah dran am ersten Team, in dem fast Nationalspieler mitwirken. Unsere Spieler von den Füchsen kennen das auch.“ Zumal verweist er auf solche Spiele wie das DHB-Pokal-Duell im vorigen Jahr gegen die Füchse Berlin, das Pokalspiel gegen den HSV Hamburg 2011 oder das Testspiel gegen die MT Melsungen 2016. „Aber für die Jüngeren wie Nico Hecht wird es etwas Besonderes sein, wenn er mit Stefan Kretzschmar auf dem Spielfeld steht.“ Der bestätigt das. „Die Leute, die da morgen kommen, habe ich noch nie gesehen. Auf jeden Fall ist es ein cooles Erlebnis, was ganz Großes. Ich bin gespannt auf das Drumherum, das wird bestimmt für alle Beteiligten ein richtig spaßiger Tag werden.“ Auf wen er sich total freut, ist Heiner Brand. „Ich habe mir öfter das ‚Projekt Gold‘ angesehen. Ihn hautnah zu erleben, ist schon ein großes Erlebnis. Dazu solche Spieler wie Stefan Kretzschmar oder ‚Blacky‘ Schwarzer – das sind deutsche Legenden. Ihnen steht man nun gegenüber. Toll!“

Dass der OHC dieses außergewöhnliche Spiel ausrichtet, freut den Coach ganz besonders für die Fans. „Der Kartenvorverkauf hat gezeigt, dass das Interesse da ist. Und es freut mich, dass wir mit dem Spiel etwas Gutes für die Region tun können, indem das Hospiz und die Leegebrucher nach dem Hochwasser im Sommer unterstützt werden.“

Alle gesunden OHC-Spieler werden im Aufgebot sein, aber unterschiedliche Spielzeiten bekommen: je nach Gesundheitszustand. Die letzten beiden Trainingswochen verliefen nicht so wie geplant, da es kranke und angeschlagene Spieler gab. „Eigentlich wollten wir schon damit beginnen, Grundlagen für die Rückrunde zu legen. Das funktionierte nicht so, wie ich es wollte“, so Christian Pahl. Deshalb wird der Coach die Spieler so einsetzen, dass sie nicht überstrapaziert werden. „Wir werden nicht um jeden Preis Gas geben, um am Ende mit einem Tor vorn zu liegen. Das Spiel soll allen Spaß machen. Was zählt, ist eine Woche später das Spiel in Braunschweig.“

Märkische Allgemeine Zeitung, Stefan Blumberg, 02.12.2017

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