16 Mär 2016

OHC wD II Saisonfazit

hinten v.l. Marie Hoffmann, Lia Knollmeyer, Merit Nöske, Noell Kemper, Alea Matthes, Stella Mallon, Vivian Strauch vorne v.l. Samira Ballenthin, Katja Steg, Sarah Linke, Luna Büttner, Mila Hensel, Emy Linn Giese, Mareen Spitzenberg es fehlen Lea und Laura hinten v.l. Marie Hoffmann, Lia Knollmeyer, Merit Nöske, Noell Kemper, Alea Matthes, Stella Mallon, Vivian Strauch vorne v.l. Samira Ballenthin, Katja Steg, Sarah Linke, Luna Büttner, Mila Hensel, Emy Linn Giese, Mareen Spitzenberg es fehlen Lea und Laura Privat

Eine Saison des Lernens

Die zweite D-Jugend der weiblichen Jugend wurde zu Saisonbeginn ,,ins Leben gerufen", um allen Spielerinnen dieser Altersklasse Spielpraxis zu gewährleisten. Das Team stellte sich aus den Spielerinnen zusammen, die in der Vorsaison nicht so viele Einsatzzeiten in der D-Jugend hatten, oder zum Teil erst aus der E-Jugend hoch kamen und auch dort nicht zu den Leistungsträgern zählten.

Um bei, zu Saisonbeginn, 22 Mädchen nicht jedes Wochenende acht Spielerinnen daheim lassen zu müssen und dann immernoch nicht zu wissen, ob alle 14 spielen können, stellten wir die Saison also ins Zeichen des Lernen uns Spielpraxis sammelns.
Zur Vorbereitung fuhren wir als Mischteam aus D1 und D2 zum Lekker-Cup, wo gleich die ersten individuellen Momente erkennbar waren.

Im ersten Spiel empfingen wir Lychen. Sichtlich eingeschüchtert von der ernormen physischen Überlegenheit der Gegner und deren Abgezockheit, die Bälle aus dem Rückraum ins Tor zu hämmern unterlagen wir deutlich mit 2:25.

Das zweite Spiel wurde dann noch ,,schlimmer". Zwar konnten wir endlich Vivian im Tor begrüßen, deren Spielerpass rechtzeitig zum 2. Spiel ausgestellt wurde, doch gegen die flinken Templiner kamen wir trotz gutem Kampfgeis mit 1:35 unter die Räder.

In Neuruppin zeigten wir erstmals ein selbstsicheres Auftreten, erarbeiteten uns viele Chancen, die leider noch oft ungenutzt blieben. Da wir in den letzten fünf Minuten ziemlich einbrachen, mussten wir uns doch noch deutlich mit 2:23 geschlagen geben, doch die spielerischen Ansätze machten Spaß auf mehr.

Gegen die Bernauer Bären wurden wir dann in heimischer Halle regelrecht ausgekontert - 17 der 27 Gegentore fielen nach Tempogegenstößen, aber für uns blieb die Tatsache, dass wir rein spielerisch nicht viel schlechter waren und unsere eigene Torausbeute langsam aber stetig nach oben ausbauen konnten.

Ein Rückschlag gab es beim Spiel gegen den HSV Oberhavel. IN einem, von beiden Seiten mit Fehlern gespickten Spiel, fielen insgesamt nur 8 Tore - eins für uns und sieben für den Gegner.

Den ersten richtigen Aufwind gab es dann zum Rückrundenstart. In Lychen gelang es uns, zwölf (!!) eigene Tore zu erzielen und abwehrtechnisch eine Schippe draufzulegen, wenngleich die Gegentore genauso viele waren, wie im Hinspiel. Hier legten wir den Grundstein für solide Rückrunde, denn erstmals gingen wir aggressiv auf den Gegner raus und liefen uns wortwörtlich die Seele aus dem Leib.

Aufgrund von Hallenproblemen fiel das Rückspiel gegen Templin aus.

So empfingen wir als nächstes die Neuruppinerinnen. Auch hier zeigten wir eine couragierte Leistung, erzielten 3 Tore mehr als im Hinspiel und kassierten 2 weniger.

In Bernau kamen wir nochmal richtig unter die Räder. Da dem Gegner erneut einfache Konter gelangen und wir als Sparringspartner für eine Manndeckung ab unserem eigenen 6m hinhalten mussten, unterlagen wir trotz tollem Kampf mit 3:34.

Nun folgte das letzte Saisonspiel in heimischer Halle gegen den HSV Oberhavel. Über lange Zeit sah es gut aus, v.a in der zweiten Hälfte kamen wir auf 5 Tore heran, doch nach einigen Umstellungen und leider erfolglosen Torabschlüssen, unterlagen wir mit 9:20.

Nun warten wir ab, ob noch ein Kreispokal ausgetragen wird und werden bis dahin in Training und mit Trainingsspielen weiter an unseren Fähigkeiten arbeiten.

Zum Ende der Saison bleibt zu sagen, dass sich jede Spielerin individuell zT deutlich weiter entwickeln konnte und alle wie geplant Spielpraxis erhalten konnten. Vor allem unser anfängliches Problem - die eigene Angriffsbewegung, konnten wir in der Saison deutlich verbessern, denn von Woche zu Woche traute sich jede einzelne Spielerin mehr zu und war bereit, nach und nach Verantwortung zu übernehmen, was mit Sicherheit nicht einfach ist, wenn man, wie die meisten Spielerinnen, eher gewohnt ist, dass die anderen das Spiel machen.

Wir möchten uns bei allen Spielerinnen herzlich bedanken, denn es ist nicht einfach, die ganze Saison, teilweise deutlicher als der spielverlauf war, auf den Deckel zu kriegen und gestärt draus hervorzugehen.

Wir sagen danke an:
Vivian Strauch - unsere Torhüterin begann zu Saisonbeginn mit dem Handballspiel und hat sich als solider Rückhalt im Team entwickelt.
Merit Nöske - unsere ,,Meme" traute sich in letzter Zeit immer mehr zu und konnte im Turnier in Berlin sogar ein eigenes Tor verbuchen.
Mila Hensel - unser Duracell-Mädchen hat im ersten Spiel unser Tor gehütet und seitdem auf dem Feld den Turbo gezündet. Leider gelang ihr kein eigenes Saisontor, aber der Wirbelwind zog des Öfteren Lücken für ihre Mitspielerinnen und biss sich defensiv an so mancher Gegenspielerin fest.
Mareen Spitzenberg - unsere Boom-Boom-Ballerfrau sorgte in den ersten Spielen im Alleingang für unsere Tore und entwickelte sich im Saisonverlauf als Teamspielerin, die auch in der Abwehr kämpfte bis zum Ende.
Emy Linn Giese - unser Spaßvogel war von Beginn an Führungsspielerin in der Mannschaft. Am Anfang noch mit eigenen Toren, entpuppte sich Emy zur klugen Passgeberin für ihre Mitspielerinnen und als Antreiberin des Teams.
Lia Knollmeyer - unsere Neueste im Team, kam im Februar zu uns und fügte sich sofort mit dem ersten Tor im ersten Spiel ein. Sie verlieh unserem Team vor allem im Angriff neue Varianten und ist eine absolute Teamplayerin, die das Team nicht nur spielerisch verstärkte.
Stella Mallon - unser,, Sensibelchen" traute sich am Anfang der Saison fast gar nichts zu und hat sich nun zu einer sicheren Passgeberein entwickelt, die zwar noch nicht selbst einnetzen konnte, aber tolle Situationen für das Team herausarbeitete und sich sogar über eine zwei-Minuten-Strafe zu ,,freuen" wusste, da der gegnerische Angriff unterbrochen werden konnte.
Alea Matthes - unser Kopf des Spiels, hat sich von der introvertierten Mitspielerin zur Führungsperson mit de Blick für die freie MItspielerin entwickelt. Wenngleich kein eigenes Tor her wollte, gehen viele unserer Tore auf ihr schlauen Anspiele zurück. Außerdem ist Alea unser Abwehrchef. Hat der Gegner 'nen Plan, ist Alea im Kopf schon weiter und agiert entsprechend oder läuft gerne mal den ein oder anderen Konter ab.
Samira Ballenthin - unsere Ruhige, ist seit Januar / Februar spielberechtigt und hat sich gut eingefügt. Die Pässe kommen mittlerweile sicher beim Mitspieler an und der ein oder andere Gegenspieler hat sich auch schon die Zähne ausgebissen, um an ihr vorbeizukommen.
Katja Steg - unser Freiwurf-Joker, agiert meistens am Kreis und konnte in der Saison eigene Tore verbuchen, die gut platziert ins Tor flogen. Außerdem ist sie unsere Spielerin für die direkten Freiwürfe. Gleich vier Stück bekamen wir davon in dieser Saison, alle vier hämmerte Katja an die Latte - wer weiß, später könnten es die entscheidenen Würfe werden, die dann sitzen...
Sarah Linke - unser Träumerchen. Wenngleich Sarah ab und an mal ein paar extra Worte braucht, hat sie sich im Team gut integriert. Die Pässe sind mit der Zeit viel sicherer geworden und wir konnten sie auf verschiedenen Positionen einsetzen, auf denen sie das Gelernte bestmöglich umsetzte. Eine ruhige Person, die in einem ruhigen Team die nötige Gelassenheit auf's Spielfeld bringt.
Noell Kemper - unsere ,,Wie-Rum-Dreh-ich-Mich-am-Kreis-Chefin", hat in der Saison einen riesen Schritt nach vorne gemacht. Am Anfang mit soliden Leistungen, explodierte ihre Leistung seit Januar 2016 förmlich. Die Tore vom Kreis purzelten fast reihenweise und in der Defensive kann sich manch anderer Handballer eine Scheibe abschneiden. Immer mit einem Auge zum Ball und dem richtigen Spekulieren, konnte sie viele Angriffe der Gegner unterbrechen und gleichzeitig auch die physisch starken Gegner festgemacht werden.
Luna Büttner - unsere ,,Kampfsau", das Mädchen mit dem größten Kämpferherz, das ich kenne. Anfangs total unsicher und selten da, entwickelte sich Luna durch regelmäßiges Training zur absoluten Führungsspielerin im Team. Sie übernimmt Verantwortung, geht ins eins-gegen-eins und bedient ihre Mitspielerinnen. Eine absolute Teamplayerin, die aufgrund ihres schmächtigen Körpers sehr viel einstecken musste, aber IMMER wieder aufstand und noch gestärkter zurückkam. Zur persönlichen Belohnung stehen einige eigene Saisontreffer, die hart erarbeitet waren, weil Luna trotz dutzender verworfener Bälle nie aufgab und an sich weiterarbeitete.
Lea Kretschmer - unsere Neue, hat leider bis zum letzten Spiel keinen Ausweis mehr bekommen, hat sich aber toll ins Team eingefügt und wäre für den eventuellen Kreispokal eine echte Verstärkung.
Marie Hoffmann - unsere Torwartalternative, trainiert seit einer Weile bei uns mit und wird zur nächsten Saison fest im neuen D-Jugend-Team verankert sein. Im Tor eine echte Alternative, die gerne neue Dinge aufnimmt und umzusetzen versucht.
Laura - unsere Wurfmaschine, hat ihren Aufnahmeantrag abgegeben und wird eine unserer D-Jugenden vielleicht schon zum Kreispokal unterstützen können. Ein großgewachsenes Mädchen, das Trainingsaspekte schnell umsetzen kann und einen schönen Wurf mitbringt.

Zudem möchten wir uns bei allen E-Jugendspielerinnen bedanken, die uns unterstützt haben, wenn es personell mal eng war. Esther Mallon, Lisa Ritter, Kim Becker, Luise Klimovic und Mara Senß - ihr habt uns mit euren Leistungen überzeugt und andere Alternatien in unserem Spiel ermöglicht.

Zu guter Letzt möchte ich als Trainerin dieses Team etwas los werden:
Es ist nicht selbstverständlich, dass man in so einer Saison dabei bleibt. Vor allem die hohen Niederlagen, in denen wir selbst kaum Tore erzielen konnten, waren mit Sicherheit nicht immer leicht, doch das Team hat seit dem ersten Tag alles aufgenommen, was wir im Training geübt haben und sich auch von einigen Spielen einschüchtern lassen. Vor allem die Rückrundenspiele gegen Lychen, Neuruppin und Oberhavel haben mir gezeigt, dass unser PLan aufgegangen war und wir aus teils völlig unsicheren Mädchen ein Team geformt haben, das sich individuell weiterentwickelt hat und vor allem NIE von der Anzeigetafel hat beeinflussen lassen. Solche Niederlagen muss man erstmal wegstecken, aber das tat diese Mannschaft und ging Woche für Woche gestärkt in ein neues Spiel.
Mein großer Respekt geht an jede einzelne Spielerin - egal ob Tabellenerster oder Tabellenletzter - es war eine tolle Saison mit euch .... und die wenigen grauen Haare kann man ja wieder färben :-D
Ihr seid ein tolles Team und jede Einzelne wird in Zukunft von den gesammelten Erfahrungen zehren können.

Anne Rückforth

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