13 Mär 2016

OHC wD I - SV Motor Hennigsdorf 15:9 (8:4)

So sehen Sieger aus! So sehen Sieger aus! Privat

Wenn der eigene Perfektionismus im Weg steht

Im Spitzenspiel-Rückspiel empfing die weibliche D1- Jugend den Tabellennachbarn aus Hennigsdorf. Da im Vergleich zum Hinspiel wieder beide Hennigsdorfer Spielmacherinnen ab Start waren und wir unsererseits auf drei Spielerinnen verzichten mussten, war uns klar, dass ein so deutlicher Sieg wie im Hinspiel vermutlich nicht zu wiederholen war.

Dass wir uns allerdings so schwer tun würden, damit hatte wohl kaum jemand gerechnet. Bis zum 4:0 lief alles annähernd nach Plan – schnelle Pässe und die neuen Kombinationen führten zu leichten Toren. Nachdem dann allerdings die Hennigsdorfer Angriffe eine gefühlte Ewigkeit dauerten, ohne, dass wir zwingend dazwischengehen konnten und unsere eigenen Angriffsbemühungen nicht so effektiv umgesetzt werden konnten wie bisher, sankt die Stimmung bei einigen Spielerinnen zunehmends, denn der Anspruch an die eigene Leistung war an diesem Tage kein guter Wegbegleiter. Zwar ging man mit einer 8:4 – Führung in die, doch im Gegensatz zum jungen Teil des Teams und der Trainerin, war der ältere Jahrgang alles andere als annähernd zufrieden.

Entsprechend ehrgeizig ging das Team in die zweite Hälfte, doch am Spielverlauf wollte sich nicht so viel ändern. Was von außen als normales Handballspiel zu beobachten war, wühlte innerhalb des Teams einiges auf. Funktionierten die 1:1 – Aktionen in den Vorwochen meist sehr gut, stand die Hennigsdorfer Abwehr diesmal kompakter und es war kein leichtes Durchkommen. Dass in dieser Phase der Pass zur freien Mitspielerin besonderen Anklang fand, freute zwar den objektiven OHC-Fan und auch Trainerin Anne Rückforth, doch das Team tat sich schwer, diese eigentliche Stärke auch als solche zu akzeptieren.

So standen am Ende des Spiel zwei verschiedene Einschätzungen. Viele freuten sich über die neuen spielerischen Aspekte und Möglichkeiten, andere ärgerten sich noch über einzelne Aktionen. Mein Fazit als Trainer: ,,Wenn der eigene Perfektionismus im Weg steht, kann es schwer werden, aber wenn sich das Team trotzdem so verkauft und trotz allem beide Halbzeiten gegen den Tabellenzweiten gewinnt, kann ich als Trainer (sehr) zufrieden sein.“ Der Platz an der Sonne der Tabelle ist uns damit ein Spieltag vor Saisonende sicher und wir warten auf unsere Final4- Gegner.

Bettina Woike (1), Marie Nickel (3/1) beide auch Tor – Monique Fritsch (1), Olivia Seefeld (1/1), Maja Pocher (1), Marieke Michelmann, Friedericke Fitzkow (1), Julia Glorius (5), Anna Eberlein (1)

Anne Rückforth

[top]
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten
Fehler
  • JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 761