20 Feb 2016

HSV Bernauer Bären - OHC wDII 34:3 (16:1)

Gegen die Bernauer Abwehr tat sich unser junges Team sehr schwer. Gegen die Bernauer Abwehr tat sich unser junges Team sehr schwer. Privat

Trotz dünner Personaldecke gut verkauft

Zum Tabellenzweiten der Staffel fuhr die weibliche D2 – Jugend nach Benau. Ohne Lia, Emy, Noell und Samira fehlten nicht nur einige Leitungsträger, auch die Personaldecke war entsprechend eng, sodass wir erneut von Esther Mallon aus der wE unterstützt wurden. Trotzdem gingen unsere Mädchen motiviert in die Partie und wollten den Final 4 – Favoriten zumindest etwas ärgern.

Von Beginn an zeigte Bernau, dass sie hier nicht gewillt waren, sich den Schneid abkaufen zu lassen. Nach einigen Fehlpässen, die die Bernauer zu (zu) einfachen Toren nutzten, sah sich der OHC nach knapp 7 Minuten mit 0:10 hinten liegen. Nach der fälligen Auszeit klappte das Angriffsspiel nun besser, die Fehlpassquote sank und wir konnten vereinzelte Nadelstiche setzen, die zwar noch nicht immer erfolgreich waren, die Bernauer Abwehr aber dennoch zum Arbeiten zwangen. Defensiv wurde besser erschoben und v.a die Bernauer Rückraumshooterin nahezu unter Kontrolle gebracht.

Zur Halbzeit lagen wir 1:16 zurück, doch das Team analysierte sich in der Habzeit sehr gut selbst und wir waren uns einig, die Fehler bestmöglich abstellen zu wollen. So ging es auch in die zweite Hälfte. Mit einigen Umstellungen brachten wir Bewegung ins Angriffsspiel und konnten in der Defensive wieder einige Angriffe der Gastgeber unterbrechen. Mangelhaft blieb jedoch das Rückzugsverhalten im Konterspiel der Bernauer – zu einfach machten wir es ihnen, den Ball abzufangen und alleine vorm Tor abzuschließen.

Ob nun die Manndeckung, die Bernau beim Stand von 24:1 ,,ausprobierte“ der Fairness des Spiels gut tat, sei dahin gestellt, doch die paar Minuten reichten, um unsere Abwehr komplett zu knacken – binnen weniger Minuten kassierten wir 8 Tore und konnten ,,dank“  unsportlichen Aktionen (Klammern und Ziehen ohne, dass der Ball in der Nähe war) leider kaum noch eigene Angriffsaktionen aufziehen.

Einzig dem Kampfgeist der Truppe ist es zu verdanken, dass alle bei der Sache blieben und niemand vorzeitig den Kopf hängen ließ. Im Gegenteil … vor allem in den letzten Spielminuten zeigte sich (gegen eine wieder etwas defensivere Abwehr), dass das Training der vergangenen Wochen Wirkung hinterließ, da einfache Täuschungen angewandt wurden und wir so doch noch zu eigenen Toren kamen.

Ein Extra – Lob in einer geschlossenen Teamleistung möchten wir Luna Büttner und Mareen Spitzenberg aussprechen. Mareen hatte ihre physisch deutlich überlegene Gegenspielerin ast über die gesamte Spieldauer unter Kontrolle und Luna Büttner zeigte ihr riesen Kämpferherz – trotz blauer Hüfte nach einem groben Foul und körperlich stärkeren Gegnern, gab sie Vollgas und konnte sich mit 3 Toren selbst belohnen.

Was das Ergebnis (3:34)  nicht zeigt – das Team hat sich der Herausorderung gestellt und bis zum Ende gekämpft, obwohl jede Spielerin wusste, dass dieser Tag wohl einer der schwersten der ganzen Saison war.

Mit dieser Einstellung kann man nun ins letzte Saisonspiel gegen den HSV Oberhavel gehen und versuchen, vielleicht doch noch etwas Zählbares aus der Saison mitzunehmen. Zu wünschen wäre es diesem Team, denn jede Spielerin für sich hat in den letzten Monaten Fortschritte gemacht und hängt sich in jedem Spiel ,,voll rein“.

Vivian Strauch – Esther Mallon, Mila Hensel, Katja Steg, Luna Büttner (3), Alea Matthes, Merit Nöske, Speedy, Sarah Linke, Stella Mallon, Mareen Spitzenberg

Anne Rückforth

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