01 Mär 2016

OHC wDI - HC Angermünde 25:2 (8:1)

Monique Fritsch hat sich durchgesetzt und kommt zum Torwurf. Monique Fritsch hat sich durchgesetzt und kommt zum Torwurf. Privat

Richtiger Handball kam erst in der zweiten Hälfte

Zum Nachholespiel empfing der ungeschlagene Tabellenführer vom OHC das Tabellenschlusslicht aus Angermünde. Man wollte von Beginn an neue Aspekte, die im Training geübt wurden, ausprobieren und so starteten die Oranienburgerinnen mit einer sehr offensiven 3:3 – Abwehr.

Man wollte so möglichst einfache Bälle erobern und in schnelle Tore ummünzen. Der Plan ging allerdings nur bedingt auf. Einerseits zeigte sich die Quote in Punkto Ballsicherheit in Hälfte eins als nicht gerade hochklassig, andererseits kam man einfach nicht zwischen die Pässe der Angermünder und hatte man doch einmal einen Finger am Ball, bekamen die Gäste Freiwürfe zugesprochen, die nicht selten in ellenlangen Angriffsbemühungen und einer sehr passive Spielweise endeten.

Klappte bei den OHC – Mädchen doch mal was, so waren es meist die Pässe von Torfrau Bettina Woike auf die davon eilende Theresa Weidenberg oder einfache, aber gut gemachte 1:1 – Aktionen im Angriff. So ging man zwar mit einer 8:1 – Führung in die Halbzeit, doch die OHC-Mädchen wollten mehr.

Entsprechend motiviert ging es in die zweiten 20 Minuten. Aus einer völlig anders sortierten Abwehr heraus, die ein zweites neues System ausprobierte, konnten reihenweise Bälle abgefangen und in Tore umgemünzt werden.

Im Tor hielt nun Anna Eberlein fast alles, was angeflogen kam und im Angriff zogen unsere zwei Kreisläufer enorme Lücken für sich und ihre Mitspieler. Nachdem Theresa Weidenberg im Tor übernahm und die Abwehr auf eine sehr offensive 1:5 umgestellt wurde, stand nun noch aus, die Mitspielerinnen so zu bedienen, dass sich wieder jede Spielerin in die Torschützenliste eintragen konnte und wie in den Wochen zuvor förderte das das Zusammenspiel und brachte sehenswerte Aktionen zu Tage. So rissen unsere Auftakthandlungen teilweise riesen Löcher in die Angermünder Abwehr, die von den parallelgestoßenen Mitspielerinnen konsequent genutzt werden konnten.

Wenngleich die Abwehr bei einem solchen Spiel nur bedingt gefordert ist, bleibt für die Zukunft, das aggressive Dazwischengehen zu trainieren, um sich gleich von Spielbeginn eine einfache Ausgangslage zu erarbeiten. Die Angriffsquote der zweiten Hälfte spricht für sich – 17 Tore in 20 Minuten sind für die eigenen Spielvorgaben zufriedenstellend.

So bleibt ein sicherer 25:2 Sieg, der zwar mit einigen Startschwierigkeiten begann, aber im zweiten Durchgang doch noch vieles zu bieten hatte, was das Handballherz begehrt.

Der Platz für das Final 4 ist nunmehr endgültig abgesichert – nun heißt es, im kommenden Spiel noch einmal gegen den Zweitplatzierten Hennigsdorf aufzuspielen, um den ,,Platz an der Sonne“ für sich zu behalten.

Bettina Woike (3), Anna Eberlein (1), Theresa Weidenberg (9), Monique Fritsch (2), Julia Glorius (5), Friedericke Fitzkow (1), Olivia Seefeld (2), Marieke Michelmann (1/1), Johanna Scharf (1/1)

Anne Rückforth

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