OHC I – HF Springe 26:38 (10:14)
26.03.2011
Keine Chance gegen den Klassenprimus
HF Springe
entführt locker und leicht zwei Punkte aus Oranienburg / 758 Zuschauer in
der Halle
Der OHC schaffte es nicht, zum zweiten Mal innerhalb von fünf Wochen den
Tabellen- führer zu stürzen und rutschte jetzt wieder auf einen
Abstiegsplatz.
Gegen diese Mannschaft kann man eigentlich nicht
gewinnen. Für diese Prognose im Vorfeld der Partie lieferten die
Niedersachsen am Sonnabend einen eindeutigen Beweis. Und das Wörtchen
„eigentlich“, das dem OHC einen kleinen Hoffungsschimmer auf eine Sensation
lassen sollte, radierten die Gäste knallhart aus.
Der Vater von
Oranienburgs Kapitän Riccardo Tourmo ist ein eingefleischter OHC-Fan.
Dennoch blieb er nach dem Spiel objektiv: „Das muss man neidlos anerkennen.
Springe war eindeutig besser.“ Dem ist nichts entgegenzusetzen. Vielleicht
nur, dass der OHC 20 Minuten lang mit dem großen Staffelfavoriten mithielt;
auch wegen eines bärenstarken Heiner Throl im Rückraum (sechs Tore). Genau
viermal schlossen die Einheimischen mit dem Spitzenreiter auf und versetzten
die 758 Zuschauer in Partylaune. Nach Springes 2:0-, 5:3- und 6:4-Führung
war dies beim 6:6 (Tim Fröhlich, 15.), 7:7 (Christian Riedel, 17.), 8:8
(Heiner Throl, 18.) und 10:10 (Riccardo Tourmo, 20.). Fünf Minuten und eine
durch Fehler verursachte torlose Phase später stand es 10:14. Dieses
Davonziehen war auch eine Folge der Einwechslung von Springes Spielertrainer
Sven Lakenmacher. Der Ex-Nationalspieler zog geschickt die Fäden und machte
das ohnehin schon schnelle Spiel des Ligaprimus noch schneller. Der OHC
schaffte es nie mehr, den Abstand entscheidend zu verkürzen.
Schon
gar nicht in der zweiten Halbzeit. Denn da zogen die Gäste ihr Spiel auf,
für das sie bekannt sind: Tempogegenstöße noch und nöcher, Tore aus dem
Rückraum, Treffer vom Siebenmeterpunkt. Das Springer Spiel war dynamischer,
die Spieler waren im Turbotempo auf den Beinen, und gedanklich schienen sie
dem OHC immer einen Schritt voraus zu sein. So zum Beispiel fünf- oder
sechsmal bei Abprallern. „Die haben alle die Springer bekommen“, monierte
OHC-Trainer Peter Frank. Das war nach zwei Siebenmetern genauso wie nach
gehaltenen Bällen. Einfach typisch für das Spiel am Sonnabend.
Etwas
ärgerte den Oranienburger Coach noch: Wieder einmal agierte sein Team in
einigen Situationen nicht kontrolliert genug. Da wurden Angriffe unnötig
flott abgeschlossen, die die Gäste abfingen und zu erfolgreichen
Tempogegenstößen einleiteten. Ausnahme war da Rechtsaußen Christian Riedel,
der vom Coach ein Extralob bekam. „Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht.“
OHC: Hein, Tredup – Stelzig, M. Bachmann (2),
Throl (6), Hinz (1), Gleß (2), Fröhlich (3), Tourmo (4), Kählke, Riedel
(7/1), Klimczak (1)
Presseartikel, Märkische Allgemeine Zeitung, Stefan
Blumberg, 28.03.2011
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HF unterstreichen Ambitionen
Mit einer Galavorstellung haben die Handballfreunde Springe mit 38:25
(16:12) in Oranienburg gewonnen und ihre Ambitionen auf den Staffelsieg und
die Teilnahme an der Relegation zur 2. Bundesliga unterstrichen.
Von
Beginn an waren die Springer hellwach, standen in der Abwehr sicher und
nutzten ihre Chancen konsequent. Bestnoten verdienten sich in der Offensive
Linkshänder Claus Karpstein sowie die schnellen Außenspieler Fabian Hinz und
Thomas Bergmann. Dieses Trio kam zusammen auf 26 Treffer.
Pech hatte
Rückraumspieler Jannis Fauteck, der in der 14. Minute mit einer Platzwunde
an der Nase ausschied. Seine Wunde wurde im Krankenhaus genäht.
Für
Fauteck streifte sich Trainer Sven Lakenmacher das Trikot über und schlüpfte
in die Spielmacherrolle. „Die Mannschaft hat 60 Minuten eine Topleistung
abgeliefert. Es gab keinen Schwachpunkt. Erfreulich war, dass wir die
Abschlussschwäche der Vorwochen endlich abgelegt haben“, lobte Manager
Dennis Melching.
Der zum Kader gehörende A-Jugendtorwart Philipp
Volgmann saß nur auf der Reservebank, da Andreas Stange erneut eine
tadellose Leistung zwischen den Pfosten bot. Niklas Hermann musste
kurzfristig auf einen Einsatz verzichten – die Grippe hatte ihn erwischt.
HF Springe: Andreas Stange – Claus Karpstein
(9), Fabian Hinz (9/1), Thomas Bergmann (8/4), Daniel Deutsch (4), Sven
Lakenmacher, Arne Bischoff, Milan Djuric (je 2), Jannis Fauteck, Florian
Kahl (je 1), Slava Gorpishin
Peter Kollander
Vorbericht
„Die Jungs krallen sich ins Spiel hinein“
OHC gegen Spitzenreiter
Heute kommt es für den Oranienburger HC ganz dicke. Der
Spitzenreiter HF Springe reist an. Ihn zu schlagen, ist fast unmöglich. Die
Niedersachsen unterlagen zwar dreimal in dieser Saison (zweimal gegen Tarp,
einmal in Fredenbeck), aber sie sind gewillt, bis zum Saisonende ganz oben
zu bleiben. „Wenn man diese Mannschaft schlagen will, müssen viele Dinge
zusammenkommen“, sagt OHC-Trainer Peter Frank. Springe sei von der Tarper
Niederlage beim OHC gewarnt. Die Mannschaft habe einen erstklassigen
Torwart, spiele eine hervorragende erste Welle, strahle von der
Rechtsaußenposition und aus dem rechten Rückraum große Gefahr aus und agiere
mit einem zweitligaerfahrenen Kreisläufer. „Da darf bei denen schon vieles
nicht klappen, und sie müssten noch eine unangenehme Anreise haben – dann
wäre einiges möglich“, fasst Peter Frank die Konstellation vor der Partie
des Neunten gegen den Ersten zusammen.
Der OHC kämpft weiter um den
Klassenerhalt, fuhr zuletzt 6:2 Punkte in Folge ein. Er hat nach der
Hinspielpleite (26:41) etwas gutzumachen. „Da wurden wir in der zweiten
Halbzeit beerdigt“, so Peter Frank nach dem 15:16-Pausenrückstand. „Schon
deshalb werden wir uns in dieses Spiel krallen.“ Das werden heute ab 18 Uhr
(MBS-Arena Oranienburg) die gleichen Spieler versuchen, die vor einer Woche
einen grandiosen 32:22-Sieg in Kiel gefeiert haben. Paul Bachmann
(verletzt), Stephan Fuchs, Sascha Starke (beide krank) und Bengt Bornhorn
(Füchse Berlin II) wirken nicht mit. Torwart Gunnar Tredup und Max Bachmann
waren die Woche erkältet.
Presseartikel, Märkische Allgemeine Zeitung, Stefan
Blumberg, 26.03.2011



