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OHC I  – HSV Hamburg 18:48 (10:24)
DHB-POKAL Runde 2

Hamburger Sieg beim Spektakel in Oranienburg
Fest für alle

Der OHC hat seinen Fans ein Handballfest beschert, was in die Geschichtsbücher eingehen wird. Die Halle war noch nie so voll. Die beileibe eingefleischten Zuschauer stärkten ihrem Team wie noch nie den Rücken. Wann standen die Fans schon einmal beim Einlaufen für ihr Team auf? Gänsehaut pur bei einer noch nicht erlebten 60-minütigen Geräuschkulisse. „Es hat auch wirklich Spaß gemacht“, schwärmte Gunnar Tredup, Torwart des OHC, auch nach dem deutlichen 18:48-Pokal-Aus. „Ich wäre gern an ein paar mehr Bälle herangekommen. Aber es sollte eben nicht sein“, so der Keeper. Dafür ging sein Wunsch in Erfüllung: Er hielt einen Siebenmeter von Torsten Jansen. „Ich frage ihn nachher, ob er sein Trikot mit mir tauscht.“

Es waren gestern Abend genau 2:48 Minuten gespielt. Da hatte Max Bachmann mit seinem zweiten Treffer den 2:2-Ausgleich erzielt. Von diesem Zeitpunkt an ging die Post ab bei den Hamburgern. Nach dem 5:3 für den HSV zog der Erstligist mit acht Toren in Folge – viele Kontertore waren dabei – auf 13:3 davon. Da war erst eine Viertelstunde gespielt. Aber immer wieder arbeiteten sich die Oranienburger nach vorn. Jedes Tor wurde wie ein Sieg gefeiert – mit Pauken, Trompeten, Tröten, Schreien oder Applaus. Auch die Spieler freuten sich diebisch über jeden Ball, den sie Torwart Johannes Bitter ins Netz zimmerten. Max Bachmann gelang das in Halbzeit 1 gleich viermal. Auch wenn mal ein Ball nicht ins Tor ging, kochte keiner vor Wut. Sogar bei vergebenen Siebenmetern (drei von vier) konnten die OHC-Spieler schmunzeln. Dass es zur Pause eine 24:10-Führung des hohen Favoriten gab, war abzusehen.

„Zwei, drei Bälle mehr hätte ich schon gern mehr gehalten“, gibt OHC-Torwart Enrico Hein (er stand 45 Minuten im Tor) zu. Er ist der Meinung, dass die Konter seinem Team das Genick gebrochen hätten. „Aber wir haben gegengehalten. Ich denke, den Hamburgern hat es auch Spaß gemacht.“

Das Spiel ging nach der Pause mit dem eingewechselten „Kanonier“ Pascal Hens weiter. Der Rückraum-Scharfschütze jagte den Ball reihenweise ins Tor der machtlosen OHC-Torwarte. Sechsmal traf er. Trotzdem ebbte die Stimmung in der Halle nie ab. Als es 12:31 stand, bezwang der OHC Johannes Bitter sogar doppelt zum 14:31. Erst überlistete Robert Stelzig Bitter mit einem raffinierten Heber, dann kam auch Rechtsaußen Erik Pommerening zu seinem Tor. „Das ist natürlich ein großes Ziel: Wenn man spielt, will man auch ein Tor machen. Und noch dazu gegen den Nationaltorwart.“ Der 1,73 m große Pommerening hatte es in der 2. Hälfte tatsächlich mit Pascal Hens zu tun. Der ist 30 Zentimeter größer. Aus diesem Unterschied hat die Hamburger Bildzeitung übrigens eine Extra-Geschichte in der Vorberichterstattung gemacht.

Die Hamburger ließen es in der zweiten Halbzeit etwas ruhiger angehen, trafen dennoch munter weiter. Auch mit einigen Kabinettstückchen, bei denen ein Raunen durch die Zuschauerreihen ging. Michael Kraus: „Die gehören dazu, werden aber nicht aus Übermut gespielt, sondern sind einstudiert.“

Presseartikel Märkische Allgemeine Zeitung, 23.09.2010, Stefan Blumberg


Oranienburger HC ohne Chance

Oranienburg - Sie hatten keine Chance. Wie erwartet sind die Handballer des Oranienburger HC am Mittwoch Abend gegen Bundesliga-Spitzenclub HSV Hamburg aus dem DHB-Pokal ausgeschieden.

Immerhin 18 Treffer erzielten die Oranienburger gegen den großen HSV.

Beim 18:48 (10:24) gegen den Pokalverteidiger verkaufte sich der Drittligist jedoch im Rahmen seiner Möglichkeiten teuer. Mehrmals konnte vor allem Max Bachmann – mit sechs Treffern bester Torschütze beim OHC – National-Keeper Johannes Bitter bezwingen.

Auch acht weitere Oranienburger durften sich über einen oder mehr Treffer freuen. Bei den Hamburgern waren Domagoj Duvnjak, Pascal Hens und Torsten Jansen mit je sechs Toren am erfolgreichsten.

Bereits eine Stunde vor Spielbeginn war die MBS ARENA mehr als zur Hälfte gefüllt. Mit Spielbeginn platzte die Halle dann aus allen Nähten. Auch die Stehplätze oberhalb der großen Tribüne waren für die Zuschauer freigegeben.

Offiziell passen 856 Zuschauer in die Halle. Sie sahen eine über weite Strecken einseitige Partie. Nur in der Anfangsphase gelang dem krassen Außenseiter aus Oranienburg der Ausgleich (1:1/2. und 2:2/3.).

Oranienburger HC verpasst Sensation gegen HSV Hamburg (1:14)

Dann zog Hamburg auf und davon. Immerhin verhinderte Oranienburg am Ende erfolgreich, dass die Gäste die 50 vollmachten. „Die Motivation bei uns hat gestimmt, aber wenn wir etwas lässiger agiert hätten, dann wären bestimmt noch ein paar mehr als 18 Treffer möglich gewesen“, sagte OHC-Trainer Peter Frank nach der Partie.

Presseartikel Oranienburger Generalanzeiger, 22.09.2010, Thomas Gutke


HSV-Handballer feiern 48:18-Pokalerfolg in Oranienburg

Hamburg. Zum Vereinsrekord fehlte am Ende nur ein Tor, aber darüber mochte sich bei den HSV-Handballern niemand grämen. Mit einem 48:18-(24:10)-Galasieg beim Drittligisten Oranienburger HC ist der Titelverteidiger in die DHB-Pokal-Saison eingestiegen. Nur in der vergangenen Champions-League-Saison hat der HSV beim 48:17-Erfolg in Fyllingen einen Gegner klarer distanzieren können.

"Das war eine konzentrierte Mannschaftsleistung", lobte der sportliche Leiter Christian Fitzek. Domagoj Duvnjak, Torsten Jansen und Pascal Hens waren je sechsmal erfolgreich. Rechtsaußen Stefan Schröder wurde von Trainer Martin Schwalb aufgrund von Oberschenkelproblemen früh ausgewechselt - wohl eher eine Vorsichts- als eine Notmaßnahme.

Am Sonntag müssen die Hamburger zum Champions-League-Start in Montpellier mit erheblich mehr Gegenwehr rechnen. Die dritte Pokalrunde wird am Sonntag ausgelost.(HA)

Presseartikel Hamburger Abendblatt, 23.09.2010


HSV Handball siegt zum Auftakt des DHB-Pokals

Zum Auftakt in den DHB-Pokal feiert der HSV Handball einen 48:18 (24:10)-Erfolg über den Oranienburger HC. Somit zeigt sich das Team von Trainer Martin Schwalb auch in seinem zweiten Saison-Wettbewerb erfolgreich und sichert sich souverän den Einzug in die dritte Runde. Vor rund 900 Zuschauern in der ausverkauften MBS Arena war der Klassenunterschied zwischen dem HSV und dem Drittligisten von Anfang an erkennbar. Bereits zur Hälfte setzten sich die Hamburger durch das schnelle Spiel nach vorne mit 14 Toren ab. Am Ende brachten die Hamburger einen deutlichen 48:18 (24:10)-Sieg problemlos nach Hause. Mit je sechs Treffern wurden Pascal Hens, Domagoj Duvnjak und Torsten Jansen zu den erfolgreichsten Torschützen.

Vor rund 900 Zuschauern in der ausverkauften MBS Arena waren die HSV-Handballer von Anfang an präsent. Mit der gewohnten offensiven 3-2-1-Abwehr machte der amtierende DHB-Pokalsieger den Spielern des Oranienburger HC das Leben schwer. Obgleich sich die Gastgeber mit Dynamik in der Offensive zeigten, gelang es den Hamburgern, dem Gegner die Torchance zu verwehren. Hinzu kamen einige Ballverluste des Drittligisten, die der HSV für die schnelle erste und zweite Welle nutzte. Auf diese Weise konnten sich die Gäste schon früh mit zehn Toren absetzen (13:3, 15. Minute). In der ersten Viertelstunde kam seitens der Gastgeber lediglich Maximilian Bachmann zum Torerfolg. Doch der HSV kam auch im Positionsangriff zu leichten Treffern. Mit Eleganz netzten Blazenko Lackovic, Domagoj Duvnjak aus neun Metern ein, Bertrand Gille erkämpfte sich demgegenüber Freiräume am Kreis. Der Franzose sowie Torsten Jansen wurden beim Halbzeitstand von 24:10 mit jeweils fünf Treffern zu den besten Werfern der ersten Hälfte.

HSV zaubert sich zum Sieg

In den zweiten Durchgang startete der HSV Handball mit neuer Garnitur. Igor Vori, Pascal Hens, Guillaume Gille und Matthias Flohr, die in der ersten Hälfte auf der Bank gesessen hatten, standen nun auf dem Platz und sorgten dafür, dass der HSV-Express wieder Fahrt aufnahm. Mit fünf Treffern im ersten Viertel lieferte vor allem Matthias Flohr den Handball-Fans ein Torfeuerwerk, das er in der 45. Minute mit einer Drehung über dem Siebenmeterkreis und einem Treffer hinterm Rücken krönte (36:14). Und der Handball-Zauber ging weiter, und wieder über Linksaußen. Diesmal präsentierte sich Pascal Hens mit Torsten Jansen sicher im Zusammenspiel: Im richtigen Moment lupfte der Kapitän des HSV Handball den Ball zu seinem Linksaußen, der per Kempa-Trick zum 41:14 (50.) erhöhte. Am Ende sicherten sich die Hamburger einen sicheren 48:18 (24:10)-Erfolg und ziehen in die dritte des DHB-Pokals ein. Ein erster Schritt in Richtung Titelverteidigung ist somit getan. Mit je sechs Toren waren Pascal Hens, Torsten Jansen und Domagoj Duvnjak am treffsichersten.

Oranienburger HC: Hein (6 Paraden, 1.-45.); Tredup (2 P., 45.-60., und für einen Siebenmeter); M. Bachmann 6, Fröhlich 3, Starke 3, Fuchs 1, Stelzig 1, Hinz 1, Gleß 1, Pommerening 1, Klimczak 1/1, P. Bachmann, Throl, Tourmo, Groth n.e.

HSV Handball: Sandström (5/2 P., 42.-60.); Bitter (10/1 P., 1.-42.); Duvnjak 6, Hens 6, Jansen 6/1, Flohr 5, Vori 5, B. Gille 5, Lindberg 5/3, Lackovic 4, Schröder 2, G. Gille 2, Kraus 1, M. Lijewski 1

Siebenmeter: 1/4 – 4/5 (Bitter bleibt Sieger gegen Starke, Sandström hält gegen Starke und Klimczak – Jansen scheitert an Tredup)

Zeitstrafen: 3– 1 (Throl 2x, Gleß – Lackovic)

Schiedsrichter: Martin Harms / Jörg Mahlich (Magdeburg / Stendal)

Spielfilm: 0:1 (1.), 2:2 (3.), 2:5 (6.), 3:5 (6.), 3:13 (15.), 4:13 (16.), 4:15 (17.), 5:15 (17.), 5:16 (18.), 6:19 (20.), 8:21 (27.), 9:24 (30.), 10:24 (30.) – 11:29 (36.), 13:30 (40.), 14:31 (40.), 14:42 (50.), 15:44 (54.), 16:45 (55.), 17:46 (58.), 18:48 (59.)

Stimmen zum Spiel

Guillaume Gille (Kapitän HSV Handball): „Wir haben die Pflichtaufgabe erfüllt. Es war eine schöne Stimmung in der Halle und ich glaube wir haben Werbung für den HSV gemacht.“

Blazenko Lackovic (Rückraumspieler HSV Handball): „Wir waren das ganze Spiel über gut konzentriert. Die Partie war eine gute Vorbereitung für die nächsten Spiele, weil wir hier viel ausprobieren konnten.“

Per Sandström (Torhüter HSV Handball): „Die Aufgabe haben wir insgesamt gut gelöst. Ich bin froh, dass wir nicht so eine weite Anreise hatten. Von der tollen Stimmung in dieser kleinen Halle war ich begeistert.“

Presseartikel Ostholstein Mediaquell, 23.09.2010, Horst Schnitzel
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Vorbericht

Gunnar Tredup hat einen Traum

Oranienburg – Und wieder kommt der Gegner aus Norddeutschland.

Auf sie kommt es am Mittwoch auch an: die OHC-Torhüter Enrico Hein (links) und Gunnar Tredup.

Am Sonnabend hat Oranienburger HC sein Drittliga-Punktspiel beim SV Beckdorf mit 29:32 verloren (wir berichteten). Am Mittwochabend kommt allerdings ein ganz anderes Kaliber in die Oranienburger MBS-Arena. Kein Geringerer als Pokalverteidiger und Supercup-Gewinner HSV Hamburg läuft ab 19.30 Uhr in der zweiten Runde des DHB-Pokals gegen die Gastgeber auf.

Am Montag hatte OHC-Trainer Peter Frank seine Mannschaft noch einmal zum Training zusammen, auch am Dienstag wird noch einmal trainiert. Und das Spiel gegen Beckdorf ist natürlich nun abgehakt. „Ich hoffe, dass wir die in Beckdorf vermisste Leidenschaft gegen den HSV zeigen. Gewinnen kannst du dieses Spiel natürlich nicht, aber wir wollen wenigstens ein halbwegs vernünftiges Ergebnis erreichen“, so der erfahrene Coach.

Das hängt auch davon ab, ob die beiden OHC-Torhüter Enrico Hein und Gunnar Tredup, die zuletzt in Beckdorf nicht den besten Tag erwischt hatten, in dem „Spiel des Jahres“ über sich hinauswachsen können.

„Angst habe ich eigentlich keine. Aber natürlich haben die Würfe der Hamburger schon eine andere Qualität als in der Dritten Liga“, sagt Torhüter Gunnar Tredup. Ob er oder Enrico Hein im Tor beginnen werden, weiß Tredup noch nicht. „Enrico hat leichte Kniebeschwerden, bei mir zwickt es im Handgelenk. Schön wäre es, wenn wir nicht über 40 Gegentreffer kassieren. Und das Allergrößte wäre, wenn ich gegen Hans Lindberg einen Siebenmeter halten könnte. Ich habe jetzt schon vier Spiele des HSV auf der Festplatte und mir immer wieder angesehen, wie der Däne die Siebenmeter wirft. Vielleicht kann ich ihm ja einen abkaufen.“

Presseartikel Oranienburger Generalanzeiger, 22.09.2010, Von Jürgen Zinke