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MTV 1860 Altlandsberg – OHC II 28:20(17:7)

25.04.2010

OHC - Handball anno 1860 gespielt

Die Einen schaffen den Gang in die neustrukturierte 3.Liga und die Anderen steigen doch noch verdient und glücklich in die Ostsee/Spree-Liga auf. Gemeint ist der leistungs- sowie zielorientierte Bereich des OHC. Zielorientiert ist auch das Stichwort. Zielorientiert bedeutet: zielgerichtet, geradlinig, spurgetreu, systematisch, fokussiert, ergebnisorientiert. Das schafft man allerdings nur „gemeinsam“. Das Spiel der zweiten Vertretung des Oranienburger Handball Clubs wies davon aber nichts auf. Der OHC II seines Zeichens ebenfalls im Bereich des zielorientierten Arbeitens im Verein angesiedelt und vielmals zitiert als der Unterbau der Regionalliga, Reserve der Ersten etc.. Denn erst mit einer solchen Ausrichtung, dem Bewusstsein und dem gemeinsamen Arbeiten an einem Ziel können anderweitige Problematiken in der Sportart selbst erkannt werden. Hier erst kann der Trainer Einfluss nehmen.

Am Sonntag hatte der Trainer wiedermal keinen Einfluss, denn was seine Mannschaft dort anbot war kurzum zu wenig bis nichts. Das Wort gemeinsam hatte seine Bedeutung verloren. Das Spiel bestand mehr aus Einzelaktionen und glücklichen Zufällen, als aus strukturiertem Spiel. Herausnehmend war die Leistung des Torhüters Benjamin Kroll, der mit vielen Paraden und 4 entschärften Strafwürfen eine noch größere Blamage in Grenzen hielt. Der Gegner gab sein Übriges in Durchgang zwei, da fast die komplette Mannschaft wechselte und nur noch auf Sparflamme spielte. Zu Beginn sah das alles nicht danach aus. Denn der sogenannte Stift saß eher beim MTV Altlandsberg als beim OHC, in der Hose. Denn nicht ohne Grund beschrieb der MTV in seinem Programmheft, dass der OHC eine ernstzunehmende Mannschaft besitze. Jedoch ab dem 2:2 war diese Bezeichnung dann auch nur allgemeiner Respekt.

Der MTV zog dann, sicher im Spiel angekommen, den Stift aus der Hose gezogen und dem Gegner übergeben, auf 9:2 davon. Hier war nach der Vorstellung des OHC II und für alle in der Erlengrundhalle anwesenden Zuschauer klar, dass Spiel gewinnt nur der MTV. Das war bereits nach 15 Minuten die Ernüchterung dessen. Die Vorzeichen waren klar, also konnte man nun entspannt Handball spielen. Dies gelang aber dem OHC II nicht. Reihenweise technische Fehler hätten einen zur Weißglut bringen müssen. Allerdings kennt Trainer Schmiedeke das Problem und blieb dementsprechend ruhig und besonnen. Er versuchte mit taktischen Umstellungen das System noch auf Kurs zu bringen. Aber da hätte er alles versuchen können, alles hätte nicht funktioniert. Der MTV rannte mit einem weiteren 8:4 Spiel dann letztendlich in die Pause mit einer komfortablen 17:7 Führung.

Die Halbzeitansprache viel dann eher nüchtern aus und so begann in Halbzeit zwei die Wiedergutmachung. Allerdings ohne Beteiligung des OHC II. Der MTV wechselte auf 6 Positionen aus und verwaltete sichtlich das Ergebnis. Über die Stationen 20:10, 24:14, 28:18 hielt der MTV den OHC II immer auf einer 10 Tore Distanz. Am Ende ließ der MTV noch etwas nach, so dass der OHC auf 28:20 verkürzen konnte. Letztendlich kommt es am 8.Mai zu einem Endspiel zum Verbleib in der Brandenburgliga des OHC II gegen die Vertretung aus Teltow/Ruhlsdorf. Mitunter bleibt man kräftig unter dem ausgegebenen Saisonziel. Es bleiben jetzt noch zwei Wochen Zeit, die die Mannschaft dazu nutzen sollte in sich zu gehen, selbst zu reflektieren und daraus die nötigen Entscheidungen zu treffen. Trainer Schmiedeke kann also noch Hoffnungen haben, dass die Mannschaft in den verbleibenden 4 Trainingseinheiten ein positives Zeichen setzt.

Ivo Eismann

Fuchs, Kroll - Schrödter (5/2), Frinker (3), Kopiske (3), Martens (2), Fritz (2), Schröder (4), Strauchmann (1), Zieschang, G. Kühne, Th. Kühne